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Heim für schwierige Jugendliche
Das staatliche "Centre de sauvegarde de l'enfance" existiert bereits seit 1956. Dort leben Jugendliche von 10 bis 18 Jahren, die straffällig geworden sind und aufgrund richterlichen Beschlusses ins Zentrum geschickt wurden. Typische Delikte sind Diebstahl, Drogenhandel und -missbrauch und Körperverletzung mit Stichwaffen.
Im Zentrum leben 34 Jungs. Die meisten sind Waisen oder stammen aus zerrütteten Familienverhältnissen und sind auf der Straße aufgewachsen. Viele verbrachten auch Jahre in verschiedenen Einrichtungen für Waisen- und Straßenkinder, aus denen sie regelmäßig ausgerissen sind. Die meisten verweigern sich, auf die Schule zu gehen, nur zwei der im Zentrum lebenden Jungs besuchen die staatliche Schule. Die anderen erhalten eine informelle Schulbildung im Zentrum und lernen handwerkliche Fähigkeiten. In einer Metallwerkstatt lernten die Jungs, Boote und Yachten für den Yachtclub von Tanger zu reparieren, was momentan jedoch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten pausiert. In Betrieb ist weiterhin die Holzwerkstatt; 5 Jungs lernen zudem bei einer anderen NGO, Darna, das Schneider-, Schmied- und Bäckerhandwerk. Gerade bereitet das Zentrum Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Automechanik und Karosseriehandwerk vor.
Daneben verbringen die Heimbewohner Zeit mit sportlichen Aktivitäten, die Basketball, Fußball, Volleyball und Skateboardakrobatik umfassen.
Der Tagesablauf sieht folgermaßen aus:
7:30 Aufstehen, Duschen, Frühstücken und das Zentrum putzen
9-12 Schule und Ausbildung
12-14:30 Kochen, Essen und Putzen
14:30-17 Schule und Ausbildung sowie andere Aktivitäten
19:30 Abendessen vorbereiten und Essen gegen 21 Uhr
Am Wochenende werden Aktivitäten durchgeführt, oft zusammen mit anderen Organisationen.
Im Zentrum arbeiten nur 2 Erzieher in Schichten. Die Jungs müssen rund um die Uhr, auch nachts von einem Erzieher begleitet werden. Es gibt aber noch weitere Angestellte im Zentrum, im Gesamten 10 Angestellte inkl. Koch und Arzt. Dennoch ist das Zentrum eher unterfinanziert, was man an der Möblierung und Ausstattung sieht.
Freiwillige können an folgenden Tätigkeiten teilnehmen: Unterrichten sowie Aktivitäten und Kurse durchführen, z.B. Sport (Basketball, Volleyball, Fußball), Werken mit Ton, Malen, Bildhauen, Musik, oder jegliche andere Tätigkeit, die Du für geeignet hälst, Weiterbildung der Erzieher sowie Teilnahme an Sommercamps.
Die Jungs sprechen meist nur Marokkanisch, darum sollten Freiwillige einige Grundbegriffe lernen und zusätzlich per Gesten kommunzieren können. Um sich mit den Mitarbeitern austauschen zu können, sollten Freiwillige sich in Französisch, Spanisch oder Englisch verständigen können.
Infobox:
Ort: Tanger, Marokko
Dauer: ab 4 Wochen*
Besondere Erfahrung
erforderlich: ja
Kosten: keine, Abschluss des Sorgenfreipakets
optional
Unterbringung: Nicht beinhaltet
Verpflegung: Nicht beinhaltet
Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner;
bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets
inklusive
Nicht inklusive: Anreise nach Marokko,
Krankenversicherung
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*Diese Tätigkeit ist auch als 2-3 Wochen "Voluntourism-Hopping"
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