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Opfer von Staatsgewalt - Menschenrechte und Psychotherapie

Praktikum und Volunteering möglich
 
Das Therapie- und Forschungszentrum der Folgen von Folter und Staatsgewalt ITEI (Instituto de Terapia e Investigación) bietet als erstes und einziges Zentrum seiner Art in Bolivien Menschen, die durch systematische staatliche Gewalt traumatisiert und verletzt wurden, Therapie- und Rehabilitationsangebote. ITEI integriert in seine Unterstützung psychotherapeutische, medizinische, soziale und juristische Maßnahmen für Betroffene, ihre Familien und Mitmenschen. Weiterhin betreibt ITEI Präventions-, Aufklärungs- und Forschungsarbeit zu Menschenrechtsthemen. Möglich sind Praktika und Freiwilligendienste in den genannten Bereichen in La Paz oder Cochabamba, wo ITEI Zentren betreibt.
 

Projektbeschreibung

 
„Es war am Tag des Massakers von Huarina, 9.30 Uhr morgens. Die Streitkräfte sahen sich, ohne etwas ausrichten zu können, dem friedlichen Volk, Männern, Frauen, Kindern, Großeltern und älteren Leuten gegenüber; einige von ihnen hatten Steine oder Schleudern bei sich. Nach einigen Minuten sah man ein grünes Kriegsflugzeug sich nähern. Sobald es sich über dem Dorf befand, warf es Granaten ab und die Soldaten begannen augenblicklich auf die Menge zu schießen. Man beklagte Tote und Verletzte, Blut überall, Frauen, Kinder, Jugendliche, Alte – niemals werden sie in ihrem ganzen Leben nicht, diesen Tag vergessen können.“ (Regierungszeit von Banzer, September 2000)

Willkürliche Verhaftungen und/oder brutale Gewaltübergriffe von Sicherheitskräften während Protestkundgebungen treten in Bolivien regelmäßig auf wie das gewaltvolle Vorgehen der staatlichen Sicherheitsorgane während der Proteste gegen die Privatisierung der Gasvorkommen („Bolivian gas conflict“) 2003 und der Wasserversorgung („Bolivian water war“) im Jahr 2000.

Die von ITEI unterstützten Betroffenen sind Überlebende von Massakern, Opfer von politischer Repression, Folterüberlebende, (ehemals) politische Gefangene, politische Flüchtlinge in Bolivien, Exilrückkehrende sowie Familienmitglieder von politisch Inhaftierten und Verschleppten.
 
Eine weitere Gruppe Betroffener, die ITEI unterstützt, sind Opfer politischer Verfolgung während der Diktaturherrschaften 1964 bis 1982. Auch (ehemalige) Inhaftierte können bei ITEI Hilfe finden. Bolivien unterzeichnete zwar im Jahr 1999 die Antifolterkonvention, doch das Verbot von Folter, Misshandlungen und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen gegenüber Gefangenen wird nicht selten missachtet. In die Arbeit von ITEI werden außerdem Familienangehörige und Personen aus dem Umfeld der Betroffenen sowie von inhaftierten, verschwundenen oder durch Staatsorgane getötete Personen einbezogen.
 
Die Organisation von ITEI unterteilt ihre Arbeit in drei Schwerpunkte: Rehabilitation, Ausbildung und Forschung.
 
In der Rehabilitation bietet ITEI psychotherapeutische, medizinische, juristische und soziale Betreuung/Begleitung für Betroffene von Folter und Staatsgewalt sowie für deren familiäres und soziales Umfeld.
 
Im Bereich Ausbildung organisiert und führt ITEI Informationsveranstaltungen oder Kurse u.a. zu den Themen Menschenrechte, Folter, Demokratische Rechte, Wertevorstellungen, mentale Gesundheit oder Psychotraumatologie durch und schult Jugendliche als Multiplikatoren.  
 
Im Rahmen der Schulungen werden partizipative Methoden angewandt, damit junge Menschen die Fähigkeiten entwickeln, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen, Positionen einzunehmen und Vorschläge zu unterbreiten. Die Integration dieser Fähigkeiten in den Alltag ermöglicht eine positive Umgestaltung ihrer Lebensrealitäten im Hinblick auf die Achtung und Einhaltung ihrer Rechte. Zwischen 2009 und 2013 konnte eine Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen in lokalen Entwicklungsprozessen und Jugendräten durch dieses Projekt verzeichnet werden.
 
Der Forschungsbereich von ITEI setzt sich mit Fragestellungen u.a. wie äußert sich Folter und Staatsgewalt, wer sind die Betroffenen, welche Methoden werden angewendet oder welche Folgen hat Folter und Staatsgewalt für Betroffene deren Familien und ihr soziales Umfeld.
 
ITEI sucht nach Praktikanten und Freiwilligen in den Tätigkeitsbereichen Kommunikation und Fundraising, Organisation und Verwaltung, Forschung, Jugendarbeit und Psychotherapie. Es besteht die Möglichkeit eigene Projekte nach Absprache umzusetzen; z.B. Video-Dokumentation mit Interviews von Betroffenen anfertigen.
Info Box
Allgemein
Ort: El Alto und Cochabamba, Bolivien
Verfügbarkeit: ganzjährig, Start flexibel
Mindestdauer: 6 Monate
Maximaldauer: 12 Monate
Sprachkenntnisse: Mittlere Spanischkenntnisse
Unterbringung:
Cochabamba - WG-Zimmer, Gastfamilie oder Guest House/Hostal; La Paz - WG-Zimmer oder Gastfamilie
Praktikum
Betreuung möglich: Ja
Qualifikation Betreuer/in: Psychotherapeut, Forensiker
Minimale Qualifikation Praktikant(in):
in passendem Studium oder Ausbildung befindlich
Weiterer Beitrag ans Projekt: nein
Volunteering
Volunteering möglich: Ja
Erwartete Qualifikationen Freiwillige(r): keine
Weiterer Beitrag ans Projekt: Nein
Es wird erwartet: Hohes Maß an interkulturellem Verständnis,
Professionelles Arbeiten, die "richtige" Einstellung
 
 
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