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Formelle und informelle Schulen in Moshi/Kilimanjaro

Praktikum und Volunteering möglich
 
In der Stadt Moshi/Kilimanjaro kannst Du ein Praktikum oder einen Freiwilligeneinsatz an einer formellen staatlichen Primary School oder weiterführenden Schule (Secondary School) durchführen. Diese Tätigkeit richtet sich an Studierende des Lehramts und abgeschlossene freiwillige Lehrer. Daneben gibt es "informelle" Schulen für Straßen- und Waisenkinder. Diese werden meist von NGOs und Kirchen betrieben und erwarten keine formellen Qualifikationen.
 
 

Projektbeschreibung

 

Formelle Schulen - staatliches Schulsystem

 
In der Stadt Moshi/Kilimanjaro kannst Du ein Praktikum oder einen Freiwilligeneinsatz an einer staatliche Primary School oder weiterführenden Schule (Secondary School) durchführen. Diese Tätigkeit richtet sich an Studierende des Lehramts und abgeschlossene freiwillige Lehrer.
 
In den Primary Schools beträgt das Alter der Kinder 6 bis 15 Jahre (Standard 1 bis 7). Typische Fächer, die ausländische Freiwillige und Praktikanten dort unterrichten beinhalten Englisch, Lesen und Schreiben (obwohl damit bereits im Kindergartenalter von 3 Jahren begonnen wird) sowie Mathematik. Der Unterrichtet findet (außer Englischunterricht) auf Swahili statt, bei den älteren Kindern meist in einer Mischung aus Swahili und Englisch.
 
Für das Secondary School Level (Alter 16-18; Form 1 und 2), gibst Du an, welche Fächer Du zusammen mit einem einheimischen Lehrer oder auch alleine für welche Altersstufe unterrichten willst (und kannst) und das städtische Schulamt wählt dann eine Schule innerhalb des Stadtbezirks oder Landkreises (je nach Deiner Wahl) von Moshi für Dich aus. Es besteht explizit Bedarf an Praktikanten und Lehrern, die in der Oberstufe (Secondary School) Naturwissenschaften unterrichten können.
 
Formelle Schulen unterstehen dem tansanischen Schulsystem und Lehrplan. Die Einführung findet bei der Ankunft vor Ort statt. Du kannst entweder völlig selbständig unterrichten, wobei du komplett dann das Stundenpensum eines einheimischen Lehrers übernimmst, was 24 oder 12 Wochenstunden pro Fach beträgt, oder du assistierst einem einheimischen Lehrern. Da die Klassengröße oft bis zu 70 Schüler beträgt kann dann etwa eine Gruppe abgesplittet werden, die du separat unterrichtest. Daneben kannst du auch alleine Nachhilfestunden geben.
 
Interesse besteht bei den staatlichen Schulen auch daran, über neue Methoden der Didaktik und Pädagogik zu erfahren. Darüber kannst du etwa eine Präsentation für die Lehrer der Schule halten.
 
Da im September jedes Jahres die nationalen Prüfungen stattfinden, gibt es in diesem Monat nur eingeschränkten Unterricht. Zusätzlich gibt es Schulferien von Anfang Dezember bis Anfang Januar, während denen kein Unterricht stattfindet.
 

Informelle Schulen

 
Neben den staatlichen und privaten Schulen, die sich an den nationalen Lehrplan halten (Formal Schools) gibt es auch Schulen, die im allgemeinen als "Informal Schools" bezeichnet werden.
 
Dabei handelt es sich meist um Schulen, die von NGOs, Kirchen, Community-Initiativen oder Zentren für Straßen- und Waisenkinder betrieben werden und solche Kinder "auffangen", die aus irgendwelchen Gründen nicht in eine formelle Schule gehen. Diese Kinder sind meist nicht auf dem Wissensstand, der ihrem Alter entspricht.  
 
Bei den jüngeren Kindern ist das Ziel dieser informellen Schulen, sie fit zu machen für die Aufnahmeprüfungen, um wieder ins staatliche, formelle Schulsystem aufgenommen zu werden. Sie lernen das Versäumte nach. Manche 14-jährige, die jahrelang auf der Straße gelebt haben, haben leider nur den Wissensstand eines 6-jährigen. In relativ kurzer Zeit diese Wissenslücken aufzuholen ist eine große Herausforderung. Wenn Schüler einmal aus dem staatlichen Schulsystem herausgefallen sind können sie in der Regel nicht mehr wieder in dieses zurück. Es bleibt dann meist nur die Möglichkeit von Privatschulen, die aber teurer sind, was viele NGOs oft nicht finanzieren können.
 
Bei Jugendlichen ist es meist so, dass ihnen einfach Wissen vermittelt wird, das sie fürs Leben brauchen, wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Englisch, Allgemeinwissen sowie berufliche Fähigkeiten wie Handwerk, Computer, Landwirtschaft, Schneidern, Kochen etc. Als Lehrer kann man für diese Jugendliche eigene kreative Ideen einbringen.
 
In den informellen Schulen sind zum Teil einheimische Lehrer gegen Gehalt eingestellt, aber es unterrichten dort auch einheimische Freiwillige. Ein Problem ist meist, dass es große Alters- und Wissensunterschiede in den Klassen gibt und die Lehrer nicht ausreichend die Möglichkeit haben, auf die individuellen Bedürfnisse jedes Schülers eingehen zu können. Darum ist es sehr hilfreich, wenn ausländische Freiwillige und Praktikanten vor Ort sind, die Klassen in kleinere Gruppen aufzusplitten.
 
In einigen dieser Schulen gibt es auch Bildungsangebote für Erwachsene. In der informellen Schule der "Good Hope" Frauengruppe etwa unterrichten ausländische Freiwillige und Praktikanten neben Kinder auch Frauen in Englisch.
 
Du brauchst keine formellen Qualifikationen, wenn du bei einer informellen Schule mithelfen möchtest.
 
Einige der informellen Schulen haben qualifizierte Lehrer, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter, die als Praktikumsbetreuer für Pflichtpraktika tätig sein können. Wenn dies eine Bedingung zur Anerkennung deines Praktikums ist, teile uns dies mit und wir suchen eine entsprechende Schule für dich aus.
 
Beispiele für informelle Schulen:
 
Die Good Hope Support Organisation wurde 2011 gegründet und befindet sich in Majengo kwa Mtei, einem eher ärmeren Stadtbezirk im Osten von Moshi.
 
Die Organisation ist ein kleines, aber wachsendes Community Center mit vier Räumlichkeiten, das in verschiedenen Bereichen arbeitet. Die Organisation besteht aus drei Grundpfeilern: Schule, soziale Arbeit und Fundraising.
 
In der Schule werden Jugendliche aufgenommen, die in der Regel die Abschlussprüfungen der Grundschule (Primary School, 7 Jahre) nicht bestanden haben. Wenn man die Abschlussprüfung einmal nicht bestanden hat, kann man nicht mehr auf normale „Government Secondary Schools“ gehen, sondern maximal die Prüfungen wiederholen und bei Bestehen nur auf eine etwa viermal so teure Privatschule gehen.
 
In der Regel ist man nach der Primary School etwa 13 oder 14 Jahre alt, also noch ein Kind, und die Alternativen zur Secondary School wären nur die Arbeit im Familienhaushalt oder Spielen auf der Straße.
 
Good Hope bietet solchen Kindern eine sinnvolle Tagesbeschäftigung, indem kostenloser Unterricht angeboten wird, sowie auch Freizeitbeschäftigung.
 
Die zwei Klassen, eine Anfänger-Gruppe und eine Fortgeschrittene, werden montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr (mit Spielpause) unterrichtet.
 
Als Volunteer oder Praktikant kannst du hier je nach Interessen unterrichten, wobei der Fokus klar auf Englisch und Mathe liegt. Weitere Themen sind Geographie, Biologie, Musik und Life Skills. Beispielsweise hat ein Projekt einer Schauspiel-Volunteerin auch Schauspielkurse für die Kinder angeboten und sie motiviert und angeleitet, da die Kinder in den Pausen/der Freizeit gerne auch etwas schauspielern.
 
Die Schule erfüllt allerdings nicht nur den Zweck den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Aufgabe zu geben, sondern sie auch in einem Schulalltag zu behalten, sowie für die Aufnahme in eine private Secondary School vorzubereiten, da Good Hope auch ständig auf der Suche nach Sponsoren für die Schüler ist. Bisher zeichnet sich ab, dass gesponsorte Kinder durch die Vorbereitung durch Good Hope viel besser abschneiden als der Durchschnitt ihrer Mitschüler.
 
Good Hope generiert Einkommen durch institutionelles Fundraising und es wird außerdem versucht Sponsoren für die Schüler zu gewinnen. Entweder, falls möglich, für die staatliche Secondary, oder private Secondary, oder auch für eine Berufsausbildung.
 
Es ist die Aufgabe der Lehrer, herauszufinden, ob ein Kind geeignet ist für die Secondary School oder besser  einer Berufsausbildung nachkommen sollte.
 
Good Hope benötigt immer auch Unterstützung in organisatorischen Bereichen, wie Profile für Patienten und Schüler zu schreiben, Reports für Sponsoren schreiben, kleinere lokale und internationale Fundraising-Events zu organisieren, etc. Dabei erhälst du einen tiefen Einblick über den Aufbau und die Tätigkeit von kleinen Nichtregierungs- und Nonprofit-Organisationen.
 
Im Bereich soziale Arbeit unterstützt Good Hope rund 15 Familien durch Hausbesuche. Die meisten der betreuten Personen sind HIV-positiv und benötigen daher Unterstützung in ihrem Alltag. Durch die Hausbesuche wird verhindert, dass sie sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Good Hope ist für sie ein wichtiger Ansprechpartner für Probleme aller Art.
 
Während der Besuche erkundigen sich die Sozialarbeiter von Good Hope über den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten, geben ihnen Ratschläge zur Alltagsbewältigung und ermutigen sie. Bei manchen Patienten werden die Besuche auch genutzt, um gemeinsam physiotherapeutische Übungen durchzuführen.
Als Volunteer/Praktikanten werdet ihr immer von einem erfahrenen Sozialarbeiter von Good Hope begleitet. Grundkenntnisse in Kiswahil sind hierbei höchst sinnvoll, um sich aktiv am Austausch mit den Patienten beteiligen zu können.
 
Yesu Anaweza: 2003 startete Pfarrer Zacharias zusammen mit seiner Frau ein Programm, um möglichst vielen der Kinder eine Schulausbildung zu ermöglichen: Eine gebührenfreie Pre-School für Kinder von 3-7 Jahre wurde gegründet und ältere Kindern wurde finanzielle Unterstützung angeboten, um ins öffentliche Schulsystem aufgenommen zu werden. Obwohl das Schulsystem in Tansania grundsätzlich kostenfrei ist, fallen Kosten wie für Schuluniform, Verpflegung der Kinder und Arbeitsmaterialien an. Neben Zacharias und seiner Frau unterrichten hier auch unsere Freiwilligen und Praktikanten Kinder im Vorschul- und Grundschulalter.
Info Box
Allgemein
Ort: Moshi, Tansania
Verfügbarkeit: ganzjährig, Start flexibel
Mindestdauer: Formelle Schulen - 2 Monate; informelle Schulen - 1 Woche
Maximaldauer: 12 Monate
Sprachkenntnisse: Englisch
Weitere Sprachen von Vorteil: Swahili
Unterbringung:
WG, Gastfamilie, Hotel
Praktikum
Betreuung möglich: Ja
Qualifikation Betreuer/in: Lehrer, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen
Minimale Qualifikation Praktikant(in):
keine formellen Qualifikationen erforderlich
Weiterer Beitrag ans Projekt: Nein
Volunteering
Volunteering möglich: Ja
Erwartete Qualifikationen Freiwillige(r): Keine
Weiterer Beitrag ans Projekt: Nein
Es wird erwartet:
Professionelles Arbeiten, die "richtige" Einstellung
 
 
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