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Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit

 
Im Falle von konventionellen Reisen (also Reisen, die keine Freiwilligenarbeit oder Praktikum beinhalten) zielen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit in der Regel darauf ab, dass seitens des Reiseveranstalters auf umfassende Weise Wert auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Reise gelegt wird, wie etwa bei der Auswahl von Unterkünften und anderen örtlichen Serviceleistungen sowie bei lokalen und globalen Transportmitteln. Im Blick stehen etwa die Beachtung der CO2-Bilanz und die faire Beteiligung von lokalen Anbietern touristischer Dienstleistungen. Des Weiteren sollte sichergestellt sein, dass Reisende durch ihre Reise "keinen Schaden" an der Natur und an den Menschen vor Ort anrichten, etwa durch die Erzeugung von Müll, Wasserbenutzung etc. Seit unserer Gründung haben wir ein starkes Bewusstsein für diese Aspekte, die wir nun aber noch konsequenter weiterführen werden mit der Einführung unserer "Go Green" Initiative und der Einstellung einer eigenen Biologin, Frau Celeste Botha aus Südafrika. Details zum "Go Green" Initiative veröffentlichen wir auf diese Website in Kürze.
 
Sind Freiwilligeneinsätze Teil einer Reise, sollte der Anspruch darüber hinaus jedoch noch höher liegen als nur "keinen Schaden anzurichten". Die Reise soll im Idealfall eine Verbesserung der Umstände für alle Beteiligten erwirken, also auch nachhaltig für die Ziele des (gemeinnützigen) Projekt, in das sich der Volunteer einbringt, von Nutzen sein.
 
Dies sicherzustellen ist ein sehr komplexes Thema, da eine sehr große Anzahl von Faktoren mitspielen, die sich oft schwer erfassen und noch schwieriger kontrollieren lassen.
 

Wie können wir als Veranstalter von Reisen, die Freiwilligeneinsätze beinhalten versuchen, Nachhaltigkeit zu erreichen?

 

1. Qualifikation der Teilnehmenden

 
Preparation SessionEin großer Unterschied zum konventionellen Reisen ist die aktive Rolle der Teilnehmenden, die im Gegensatz zu eher passiven konventionellen Reisenden einen direkten Einfluss darauf haben, ob ihr Einsatz etwas positives zugunsten der Einsatzorganisation bewirkt. Sie müssen darum entsprechend "qualifiziert" sein.
 
Wir sind der Meinung, dass jeder, der ein ernsthaftes Interesse daran hat, einen Freiwilligeneinsatz im Ausland zu absolvieren, die Chance dazu bekommen sollte. Das heißt wir sortieren keine Interessenten anhand vorhandener oder nicht vorhandener fachlicher Qualifikation aus (zum Teil gibt es aber Mindestanforderungen seitens der Projekte - wir beraten dich und finden einen für dich passenden Einsatz!) , da wir denken, dass diese ohnehin nur einen kleineren Anteil am "Nutzen" eines Einsatzes zugunsten der Ziele einer gemeinnützigen Organisation vor Ort beitragen. Der Grund dafür ist, dass die Herangehensweisen an viele Themenstellungen sich maßgeblich in unterschiedlichen kulturellem Kontexten unterscheiden und was zuhause funktioniert, in einem anderen kulturellen Umfeld möglicherweise nicht funktioniert (Sieh dazu den spannenden Vortrag von Ernesto Sirolli). "Experten" mit jahrelanger Berufserfahrung scheitern aus diesem Grund oft an der erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte an anderen Orten der Welt.
 
Man sollte darum von der Denkweise, dass der "Experte" (oder auch Nicht-Experte) aus dem entwickelten Land sein "Wissen" dem Hilfsbedürftigen, "Unterlegenen" aus dem weniger entwickelten Land zur Verfügung stellt, weitestgehend abrücken, sondern den Einsatz als eine Begegnung auf Augenhöhe sehen und sich darüber im Klaren sein, dass der ausländische Freiwillige genauso viel, wenn nicht sogar mehr durch den Einsatz vor Ort lernen kann, als was er zugunsten des Projekts beisteuern vermag. Diese Einstellung versuchen wir unseren Teilnehmern zu vermitteln.
 
Insofern unterscheiden sich "Freiwillige" gar nicht so sehr von "Praktikanten", bei denen es per Definition klar ist, dass der Hauptgrund ihrer Tätigkeit im eigenen Lernen liegt. In vielen Einrichtungen (besonders aus den Bereichen Soziales, Bildung, Umweltschutz) sind sogenannte „Volunteers" ohne maßgebliche Unterschiede der Aufgaben zusammen mit Studierenden tätig, die in derselben Einrichtung ein "Praktikum" absolvieren. Bei World Unite! besteht der Unterschied darin, dass wir für Pflichtpraktika von Studierenden bei der Projektauswahl sicherstellen, dass die Kriterien der Hochschule seitens Tätigkeit und Praktikumsbetreuung erfüllt werden. Eine Praktikumsbetreuung seitens eines qualifizierten Mitarbeiters der örtlichen Organisation wird dabei in der Regel entlohnt, da es sich um einen qualifizierten Arbeitseinsatz handelt, den Praktikanten zu betreuen. Aus welchem Grund sollte sonst z.B. ein indischer Psychologe oder eine tansanische Sozialarbeiterin ihre Zeit und ihre Kenntnisse Studierenden aus einem "reichen" Land kostenlos zur Verfügung stellen, die/der nach kurzer Zeit wieder abreist? Es wäre "nachhaltiger", einheimische Studierende entsprechend zu trainieren, die vor Ort bleiben und dem Projekt oder dem Land somit längerfristig fachlich zur Verfügung stehen.
 
Einige Anbieter von Einsätzen im Ausland flüchten sich nun in Ausrede, dass es sich ja bei den von ihnen vermittelten Einsätzen im Auslands hauptsächlich um eine "Praktikumsvermittlung" handelt und sich darum die Frage nach den Machtverhältnissen (wer lernt hier von wem?) gar nicht stellt (wobei bei diesen "Praktika" oftmals gar keine fachliche Betreuung stattfindet bzw. gar keine Vergütung für die Praktikumsbetreuung erfolgt; d.h. den Einsatz statt als Freiwilligendienst als "Praktikum" zu bezeichnen handelt sich nur um eine Änderung der Begrifflichkeiten). Diese Argumentation ist jedoch oberflächlich, da die postkolonialen Denkmuster der Überlegenheit der entwickelten Welt gegenüber den weniger entwickelten Ländern genauso bei "Praktikanten" vorhanden sind – und ebenfalls bei vielen Einheimischen vor Ort  (z.B. werden "weißen" Medizinstudierenden, auch wenn diese erst im ersten Semester ihres Studiums sind seitens Patienten in vielen Ländern Afrikas oft bessere medizinische Kenntnisse zugeschrieben, als einheimischen Ärzten mit langjähriger Berufserfahrung).
 
Eine Sensibilisierung im Bereich der Denkmuster des Post-Kolonialismus muss für JEGLICHE Reisende erfolgen, die sich aktiv in Projekte vor Ort einbringen, ganz egal, ob man sie als Freiwillige, Praktikanten, Voluntourists oder anders bezeichnet. Wir versuchen diese durch die Vorbereitung unserer Teilnehmer zu erreichen und wir versuchen natürlich auch, postkoloniale Denkweisen auf unserer Website, in unserem Marketing und in unserem Support vor Ort zu vermeiden. Eine Einführung dazu findest du hier.
 
Ein weiterer wichtiger Themenbereich sind die interkulturellen Kenntnisse. Kaum ein Anbieter legt solchen Wert auf interkulturelle Vorbereitung wie World Unite!. In unserem Teilnehmerbereich findest du umfangreiche Vorbereitungsunterlagen und -videos, abgestimmt auf dein Gastland und deinen Einsatz als Volunteer/Praktikant. Mehr zum Thema interkulturelles Training hier.
 
Weitere Aspekte, in denen wir bei World Unite! versuchen unsere Teilnehmer zu "qualifizieren" beinhalten das verantwortungsvolle Verhalten gegenüber schutzbedürftigen Kindern und Kinderrechte (siehe dazu auch 3. unten) sowie weitere Fragen zur "richtigen" Einstellung.
 
Diese Vorbereitung ist ein essentieller Teil der Dienstleistungen, für die du uns bezahlst, die maßgeblich zur Nachhaltigkeit deines Auslandseinsatzes beitragen.


2. Lokales Involvement

 
Jambiani Beach Festival Mandazi Catching competitionEin riesiger Unterschied zwischen World Unite! und vielen anderen Anbietern besteht in der Tatsache, dass wir an den meisten Standorten unsere eigenen Mitarbeiter vor Ort haben.
 
Es ist nicht so, dass ein "Verkaufs- und Beratungsteam" in einem Büro in Deutschland sitzt und nur vielleicht einmal im Jahr oder noch seltener eine Ortsinspektion im Einsatzland durchführt, sondern unsere eigenen Mitarbeiter sind in täglichem Kontakt zu den Projekten. Dabei handelt es sich in der Regel um gemischte internationale Teams, zu denen immer Einheimische gehören. Sie kennen die meisten Projekte seit vielen Jahren und bekommen ständig tagesaktuelle Feedbacks seitens unserer Teilnehmer, seitens der Mitarbeiter der Einsatzprojekte, seitens der Begünstigten der Projekte und weiterer Individuen, die vor Ort oder im Gastland in den gleichen oder ähnlichen Arbeitsbereichen tätig sind. Sie können somit die Entwicklung und den "Ruf" der Projekte mitverfolgen. In vielen Projekten wurden auch die Mitarbeiter der Projekte von uns geschult und vorbereitet auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Freiwilligen und Praktikanten.
 
Vor Ort sind wir nicht nur ein Dienstleistungsanbieter, der Freiwillige/Praktikanten vermittelt und diese sowie die Projekte unterstützt, sondern wir sind fester Teil der lokalen Communities. Einige Beispiele für unser weiter greifendes Engagement vor Ort sind:
 
  • Jambiani Beach & Watersports Festival – Seit 2015 sponsern wir das jährliche Festival von Jambiani im Osten von Sansibar. Das Non-profit Festival hat zum Ziel, sansibarische Kultur und Sport zu fördern. Es gibt am Strand von Jambiani Wettkämpfe traditioneller sansibarischer Sportarten und internationaler Sportarten, daneben Musikdarbietungen und lokale Gastronomie. NGOs der Insel wird eine Plattform gegeben, Workshops für die lokale Bevölkerung durchzuführen über Themen wie HIV Awareness oder Küstenschutz. Unsere World Unite!-Freiwilligen helfen bei der Organisation und Durchführung des Festival und wir finanzieren Transporte und Unterbringung für diese über die Festivaltage hinweg. 
  • Turtle Release Day – Seit 2013 sponsern wir den jährlichen Turtle Release Day von Nungwi, bei dem von der Meeresschildkrötenstation Nungwi gerettete Schildkröten ins Meer entlassen werden. Das große Fest am Strand von Nungwi dient auch dazu, der Küstebevölkerung den Schutz der Küsten und vom Aussterben bedrohter Spezies näher zu bringen. Mit der Meeresschildkrötenstation von Nungwi verbindet uns eine enge Partnerschaft.
  • HEM Waisenhaus in Karatu - Wir bezahlen das monatliche Gehalt für die Erzieherin des Waisenhauses, in dem 24 Kinder leben
  • Go for Zanzibar e.V. - seit 2009 kooperieren wir mit dem gemeinnützigen Verein aus Tübingen, der finanziell mehrere gemeinnützige Projekte in Sansibar fördert, indem wir ihn mit Logistik vor Ort unterstützen.  
  • Social Reality Tour Zanzibar – mit der NGO "ZASO" (Zanzibar Aids Association & Support of Orphans) entwickelten wir eine Tour für Interessierte, bei denen ein Sozialarbeiter Einblicke in die Lebensrealität benachteiligter Bevölkerungsgruppen gewährt. Die Tour wurde sorgfältig unter Einbeziehungen ethischer Kriterien entwickelt. Die Einnahmen durch die Tour ermöglichen erst eine Fortführung des Social Outreach Programs der NGO.  
  • Social Reality Tour Moshi – ein vergleichbares Angebot entwickelten wir in Moshi/Kilimanjaro mit den NGOs „MANO“ und „Good Hope“, deren Outreach Programme durch die Social Reality Tour finanziell unterstützt werden
  • Verkaufsvitrine von Erzeugnissen von „Good Hope“ im Aroma Coffee Shop in Moshi -  hier bestücken wir in einem touristischen Café eine Vitrine mit Erzeugnissen einer Frauengruppe und liefern die Einnahmen vollständig bei den Frauen ab.
  • Spendenannahme und Nachverfolgung – Regelmäßig erhalten wir Anfragen von Individuen, die direkt für gemeinnützige Projekte vor Ort Spenden wollen und sich bei Organisationen, die aktiv Spenden sammeln nicht sicher sind, wie viel letztendlich vor Ort ankommt. Wir führen solche Spenden in voller Höhe an die Projekte weiter und unterstützen auch mit der Logistik vor Ort, etwa im Kauf/Herstellung von Sachgütern (z.B. Etagenbetten für Waisenhaus; Bau eines Eierprojekts und Schweinezuchtprojekts, Weiterbildung von Mitarbeitern).
  • Labdoo – Kooperation mit Labdoo e.V. zur Computerausbildung in Sansibar, Tansania und Indien
  • Pack for a Purpose – Kooperation mit Logistik vor Ort in Israel, Tansania, Sansibar, Nicaragua, Bolivien und Marokko
  • Zanzibar Outreach Program (ZOP) – Regelmäßig vermitteln wir unentgeltlich medizinische Fachkräfte in das medizinische Outreachprogramm ZOP , das auf den Inseln Unguja und Pemba einmal wöchentlich durchgeführt wird
  • Uzi Island Ecotourism – Betrieb der Website http://zanzibar-ecotourism.org und Beantwortung von Anfragen/Buchungen für Ökotourismus-Touren einer lokalen Initiative auf der Insel Uzi/Sansibar
  • Literacy India – Mit jedem Teilnehmer für Literacy India wird die Schulbildung eines Kindes für ein Jahr finanziert
  • Watoto Day/Urafiki Cup Moshi – Einmal jährlich sponsern wir und unterstützen logistisch den Watoto Day, ein großes Kinderfest, bei dem die Bewohner mehrerer Einrichtungen für Straßen- und Waisenkinder in Moshi zusammenkommen und ein Unterhaltungsprogramm wie Musik, Tanz, Spiel und Theater darbieten sowie an einem Fußballturnier teilnehmen (Urafiki Cup). Dieser Tag ging aus der Initiative unseres ehemaligen Freiwilligen Olaf Butterbrod hervor.

 
3. Auswahl und Gestaltung der Einsätze

 
bottles recyclingWir versuchen solche Projekte auszuwählen, die eine wirkliche Verbesserung der Umstände zum Ziel haben anstelle einer Aufrechterhaltung des Status Quo. Ohne Zweifel ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass z. B. Waisenkinder in karitativen Einrichtungen zu essen bekommen. Wenn aber überhaupt nichts an den Ursachen getan wird, warum diese Kinder überhaupt zu Waisenkindern werden, wird das Elend einfach nur durch soziale Arbeit verwaltet.
 
Selbstverständlich (obwohl dies für andere Anbieter, auch aus dem deutschsprachigen Raum nicht selbstverständlich ist) arbeiten wir nicht mit Projekte zusammen, die die Aufrechterhaltung von "Elend" als "Geschäftsmodell" betreiben. Bitte lies dir dazu diese Texte durch zu Wildtierprojekten in Südafrika oder problematischen Waisenhausprojekten. Auch in anderen Themenbereichen gibt es vergleichbare abzulehnende Praktiken (z.B. Elefantenprojekte in Indien).
 
Oftmals werden Einsätze mit Waisenkindern bzw. schutzbedürftigen Kindern kritisiert bzw. prinzipiell abgelehnt, oft in Verbindung mit der Kritik an kurzen Einsatzdauern. Leider wird dabei das Thema "Einsätze im Waisenhaus" oft sehr einseitig und aus psychologisch/pädagogischer Sicht laienhaft geführt.
 
Laut dem Ansatz der Bindungstheorie in der Psychologie (Bowlby), die auf der Annahme beruht, dass "Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen" ist zum Aufbau einer Bindung die Qualität und nicht die Quantität des Umgangs mit den Kindern relevant, das heißt vor allem müssen Bezugspersonen Empathie und Feinfühligkeit besitzen, um adäquat auf kindlichen Bedürfnisse reagieren zu können, sodass die Kinder eine sichere Bindung aufbauen können. Bezugspersonen können aller Personen sein, die eine stabile Rolle im Leben des Kindes spielen. Wenn Kinder in einem Waisenhaus oder bei einer Pflegefamilie aufwachsen, sind das dann primär die Betreuerinnen vor Ort bzw. die Pflegeeltern, wenn diese die Qualitäten für den Aufbau eines förderlichen Bindungsverhaltens besitzen. Ohne diese Qualitäten ist schon alleine das Aufwachsen im Waisenhaus oder bei einer Pflegefamilie OHNE Freiwillige schädlich.
 
Sind Freiwillige beteiligt, ist allgemein dazu zu sagen, dass je länger ein Einsatz eines/einer Freiwilligen dauert, desto größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein oder mehrere Kinder damit anfangen, sich an den/die Freiwillige(n) zu "binden". Je kürzer ein Einsatz ist, desto schwieriger gestaltet sich ein Bindungsaufbau und desto leichter ist auch der Abschied und desto weniger "Schaden" kann angerichtet werden. Beziehungsabbrüche hinterlassen grundsätzlich immer ihre Spuren, deswegen ist es umso wichtiger, dass Freiwillige, unabhängig von der Dauer des Einsatzes NIE zu PRIMÄREN BEZUGSPERSONEN der Kinder werden. Dabei spielt die Handhabe der Projekte im Umgang mit den Freiwilligen eine große Rolle.
 
Aus diesem Grund haben wir Richtlinien im Umgang mit Kindern zusammengefasst, die wir unseren Teilnehmern, die sich mit Kindern beschäftigen, kommunizieren, sowie überprüfen wir genau den Betreuungs-/Bindungsstatus der Kinder im Projekt. Mehrere unserer Mitarbeiter haben fachliche Qualifikationen aus den Bereichen Psychologie und Pädagogik. Hier kannst du mehr zu diesem Thema lesen.
 
Eine grundsätzliche Ablehnung von Freiwilligeneinsätzen mit schutzbedürftigen Kindern finden wir nicht förderlich, da die Projekte, mit denen wir zusammenarbeiten die personelle Unterstützung durch Freiwillige wirklich benötigen. Personalmangel führt dazu, dass oftmals auf viele der Kinder gar nicht individuell eingegangen werden kann und diese nicht ihren Alter entsprechend gefördert werden, was auch wieder einer positiven Entwicklung nicht förderlich ist. Mit mehr Personal kann mehr gemacht werden... es ist das WIE, das entscheidet, ob ein Freiwilligeneinsatz mit schutzbedürftigen Kindern förderlich ist oder Schaden anrichtet.
 
Kurzzeiteinsätze von Freiwilligen kann man auch als eine Alternative des SPENDENS sehen und sie dienen dem gegenseitigen Kennenlernen. Die Projekte profitieren bei Kurzzeitteilnehmern hauptsächlich finanziell von diesen (wir zahlen mindestens 50 USD Projektspende pro Teilnehmer direkt ans Projekt – siehe unten), außerdem entscheiden sich auch viele Kurzzeitteilnehmer, weiter zu spenden oder sich längerfristig zugunsten des Projekts vom Ausland aus einzusetzen. Solche Initiativen ehemaliger Teilnehmer (aber auch von jedem, der/die sich ohne einen Freiwilligeneinsatz durchzuführen engagieren will) fördern wir, indem wir kostenlos vor Ort logistische Unterstützung bieten. Viele Kurzzeitteilnehmer kommen auch regelmäßig zurück zu "ihrem" Projekt oder entscheiden sich dazu, zu einem späteren Zeitpunkt länger zu bleiben.
 
Außerdem achten wir bei der Auswahl der Projekte darauf, dass durch den Einsatz ausländischer Freiwilliger keine lokalen Arbeitsplätze ersetzt werden.
 

4. Finanzielle Beteiligung der gemeinnützigen Organisationen

 
Ranger Tsavo KenyaWir beteiligen die gemeinnützigen Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten finanziell und geben diesen Autonomie zum Einsatz der Beträge.
 
Dabei zahlen wir einen Beitrag/Spende von mindestens 50 USD pro Teilnehmer an die Projekte, die den Betrag nach eigenem Bedarf einsetzen können. Andere Vermittler von Freiwilligeneinsätzen/Praktika zahlen nichts an die Einsatzstellen mit der Begründung „man wüsste nicht, wohin das Geld dann fließt“. Dies ist eine kolonialistische Sichtweise, die den Projektverantwortlichen unterstellt, nicht mit Geld sinnvoll umgehen zu können oder dieses sogar zu veruntreuen. Wenn diese anderen Vermittler so wenig Vertrauen in die Projekte haben, mit denen sie arbeiten, wie können sie dort ruhigen Gewissens junge Teilnehmer hinschicken?
 
Zusätzliche Leistungen, die die Einsatzstellen erbringen, wie etwa die Betreuung von ausländischen Praktikanten (was einen Arbeits- und Zeitaufwand für eine qualifizierte Arbeit bedeutet), werden selbstverständlich fair vergütet. Wir denken, dass einen fairer geschäftlicher Umgang mit Einsatzstellen für erbrachte Leistungen ein Grundpfeiler für eine nachhaltige Beziehung mit diesen ist. Dasselbe gilt natürlich auch für alle weiteren Dienstleister wie Gastfamilien, Fahrer etc.
 
 
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Information: Seit Oktober 2015 ist World Unite! Gründungsmitglied einer Interessensgruppe mehrerer Anbieter von flexibler Freiwilligenarbeit aus dem deutschsprachigen Raum, die die  Erhöhung der Qualität und Nachhaltigkeit flexibler Freiwilligenarbeit zum Ziel hat und deren Mitglieder sich zur Einhaltung von Mindeststandards verpflichten wollen.

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