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Kinder im Waisenhaus von Karatu
 
Yesu Anaweza:
 
Eingang zum Wohnheim
 
Pfarrer Zacharias mit Frau
 
Wohnheim
 
Wohnheim
 
Jugendzentrum
 
Basketballfeld vor der Schule
 
Einfacher Klassenraum
 
Frau Zacharias im Unterrichtsraum
 
Schulraum vorübergehend als Kirche umgestaltet
 
Jugendliche beim Schildmalen
 
Jugendliche beim Schildmalen
 
Kilicentre:
 
Kilicentre
 
Kilicentre
 
Kilicentre Schlafsaal
 
Kilicentre Unterrichtsraum
 
Huruma Women:
 
Der Wald außerhalb Moshis - Tätigkeitsgebiet der Huruma Women Group
 
Gebäude des zukünftigen Heims für Waisen und Straßenkinder
 
Mary von Huruma Women
 
Betreute Kinder
 
Kilimanjaro Orphanage:
 
Kilimanjaro Orphanage
 
Kilimanjaro Orphanage Aufbauarbeiten mit Freiwilligen
 
medical checkups
 
Besuch bei Kilimanjaro Orphanage
 
Kilimanjaro Orphanage
 
Tuleeni:
 
Tuleeni Centre
 
Tuleeni Home Batik
 
Siha District:
 
Küche
 
Küche
 
Küche
 
Küche
 
Küche
 
Küche
 
Küche
 
Küche
 

Waisen- und Straßenkinder in Tansania - Einleitung und Beschreibung der Einrichtungen 

In Tansania gibt es Schätzungen zufolge ungefähr 4 Millionen Kinder unter 14, die nicht angemessen versorgt werden (bei einer Bevölkerung von 38 Millionen Tansaniern!). Ein Teil dieser Kinder sind Waisen, von denen viele ihre Eltern durch AIDS verloren haben. Andere wurden von unverheirateten Müttern ausgestoßen, da der uneheliche Nachwuchs gesellschaftlich nicht akzeptiert wird oder weil die Mütter selbst die grundlegende Ernährung eines Kindes sich nicht finanziell leisten können. Selbst manche intakten Familien sind so arm, dass sie sich dazu gezwungen sehen, sich von ihren Kindern zu trennen, um selbst überleben zu können. Eine weitere Gruppe von Kindern ist vor häuslicher Gewalt geflüchtet, die oft durch Alkoholismus, Drogenmissbrauch der Eltern oder durch Aberglauben begründet ist.

Viele dieser Kinder, die aus den erwähnten oder anderen Gründen nicht auf den Rückhalt einer Familie zählen können leben ein erschreckendes Dasein als Straßenkinder und versuchen durch Betteln, Diebstahl oder Prostitution zu überleben. Man sieht diese Kinder zerlumpt alleine oder in kleinen Gruppen durch die Straßen von Städten wie Arusha, Moshi oder Dar-es-Salaam ziehen oder in Hauseingängen übernachten. In Dörfern schlafen sie in Scheunen oder Ställen. Andere Kinder - besonders Mädchen - leben bei Verwandten oder sonstigen Familien als Kinder „zweiter Klasse“, die im Bezug auf Ernährung, Unterbringung und Bildung weit hinter den leiblichen Kindern dieser Familien stehen und oft als „Arbeitssklaven“ ausgebeutet werden. Diese „rechtlosen“ Kinder stehen auf der untersten Stufe der Gesellschaft und sind oft Zielscheibe körperlicher Gewalt, Erniedrigung und sexuellen Missbrauchs. Es gibt jedoch eine Reihe von Organisationen, die solche benachteiligten Kinder unterstützen und in die wir Freiwillige vermitteln. Diese sind unten aufgeführt und beschrieben. 

Sämtliche dieser Zentren haben wirklichen Bedarf an Freiwilligen. Es sind Zentren, die aus der Initiative engagierter Einheimischer hervorgingen und unter deren großem persönlichem Einsatz zu dem Standard gewachsen sind, den sie heute bieten. Dennoch kämpfen die Zentren immer noch mit alltäglichen finanziellen Problemen. Die Zentren können eine akzeptable Grundversorgung der Kinder sicherstellen und haben – meist durch World Unite! – erste Erfahrungen mit Freiwilligen aus dem Ausland gesammelt und können Freiwillige angemessen einführen und bei ihrer Arbeit begleiten. Man muss sich jedoch klar darüber sein, dass die meisten Leiter und Mitarbeiter dieser Einrichtungen noch nie außerhalb Tansanias waren und die Herangehensweise an viele Belange sich grundlegend von europäischen Denkmustern unterscheidet. Darum wird von Freiwilligen Flexibilität und die Bereitschaft erwartet, sich auf die afrikanische Mentalität einstellen zu können. 

Viele Zentren, die von Europäern geführt werden oder von Afrikanern, die im westlichen Ausland studiert haben sind schon so gesättigt mit Spendengeldern und Freiwilligen, dass sie weitere Hilfe nicht wirklich nötig haben. Mit diesen Projekten arbeiten wir nicht zusammen. Stattdessen können in den von uns unterstützten Projekten, die eng mit den örtlichen Communities zusammen arbeiten Freiwillige einen wahren und nicht für westliche Freiwillige beschönigten Einblick in die soziale Realität von Kindern in einem afrikanischen Entwicklungsland bekommen.

Da diese Zustände machmal nicht leicht zu verarbeiten sind versuchen wir ältere, erfahrenere Freiwillige mit jüngeren, weniger erfahrenen Programmteilnehmern zusammen in einem Projekt einzusetzen, damit diese sich gegenseitig unterstützen können. Bei der Einsatzplanung der Freiwilligen richten wir uns darum auch nach den Anmeldungen weiterer Programmteilnehmer und können Dir darum nicht immer sofort mit der Anmeldung ein bestimmtes Projekt zusagen, besonders wenn Du Dich längere Zeit im Voraus anmeldest.

Eine gewisse Ausnahme zur Art der von uns ausgewählten Projekte bilden die SOS Kinderdörfer, die nahezu europäischen Standard bieten. Diese haben voll ausgestattete medizinische Zentren und Schulen, die auch vielen Kindern und Erwachsenen von außerhalb der Kinderdörfer zu Gute kommen. Hier vermitteln wir darum fachspezifische Praktika und Hilfstätigkeiten im medizinischen, psychologischen und erzieherischen Bereich, die in dieser Form in den kleineren, lokalen Einrichtungen für Waisen- und Straßenkinder nicht möglich wären.

 


Portraits der Zentren:

Yesu Anaweza Center Moshi

(Hochscrollen für mehr Bilder)

Im Jahr 2003 begann Pfarrer Zacharias Donald Yona im Armenviertel „Njimpia“ jeden Samstag damit, den im Viertel lebenden Straßenkindern und sonstigen unterversorgten Kindern gratis Haferbrei auszugeben und dabei ihre Lebensgeschichten zu hören. Nach kurzer Zeit kamen jedes Mal ungefähr 110 Kinder vorbei. Das Programm konnte durch Spendengelder dahingehen erweitert werden, dass sämtliche dieser Kinder eine ärztliche Untersuchung durchlaufen konnten, wobei zur Verwunderung der Beteiligten festgestellt wurde, dass nur 2 der Kinder HIV positiv waren und die meisten „lediglich“ an ernährungsbedingten Mangelerscheinungen oder relativ leicht zu behandelnden Erkrankungen wie Wurmbefall litten.

Nach der „Gesundheitsprüfung“ und folgenden Behandlungen startete Pfarrer Zacharias zusammen mit seiner Frau ein Programm, um möglichst vielen der Kinder eine Schulausbildung zu ermöglichen: Eine gebührenfreie Pre-School für Kinder von 3-7 Jahre wurde gegründet und ältere Kindern wurde finanzielle Unterstützung angeboten, um ins öffentliche Schulsystem aufgenommen zu werden. Obwohl das Schulsystem in Tansania grundsätzlich kostenfrei ist, fallen Kosten wie für Schuluniform, Verpflegung der Kinder und Arbeitsmaterialien an. Zusätzlich gründeten die beiden ein „Jugendzentrum“, in dem während der Woche für 3 – 13 jährige und am Wochenende für 14-18-jährige Unterhaltung und Bildungsmöglichkeiten geboten werden.

Yesu Anaweza ist hauptsächlich ein Zentrum für Tagesbetreuung und Bildung. In einem Haus wohnen zwar 8 Waisenkinder, dies spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. 

Heute arbeiten bei Yesu Anaweza neben Pfarrer Zacharias mit seiner Frau drei Lehrer, ein Sozialarbeiter, zwei Köche, ein Gärtner sowie ein Buchhalter. Bei Yesu Anaweza sind folgende Tätigkeiten für Freiwillige möglich.

•    Kindergärtner/Erzieher für Vorschulkinder
•    Unterrichten auf Grundschulniveau
•    Beratung von Kindern und Jugendlichen
•    Allgemeine Tätigkeit mit Waisen & Straßenkindern
 
Es muß ergänzt werden, dass bei Yesu Anaweza nicht sonderlich zwischen den Positionen unterschieden wird und Freiwillige alle diese Tätigkeiten durchführen, wobei der Schwerpunkt auf dem Unterrichten der Kinder (lesen, schreiben, rechnen, Englisch) und Spielen liegt. 
 
In den Monaten Juni und Dezember sind Schulferien. 
 


Salama Centre, Moshi

Das SALAMA Centre befindet sich im Stadtteil Majengo von Moshi Town. Es öffnete im Januar 2009. Dabei handelt es sich um ein Community Centre, das von der NGO KAFAO (Kilimanjaro Aid for AIDS Orphans) als "Kinship Care" betrieben wird, was in etwa so viel bedeutet, als dass die Waisenkinder nicht im Zentrum wohnen, sondern bei Verwandten im Stadtteil Majengo, die von der NGO geschult und unterstützt werden sowie das Zentrum als Anlaufstelle haben. Momentan werden auf diese Weise 26 Waisenkinder und etwa 145 Verwandte der Kinder betreut.

Die Unterstützung betrifft Gesundheitsversorgung, Bildung, Ernährung und Beratung.

Im Zentrum finden regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchen wie Gewichts- und Wachstumskontrollen und Impfungen statt, auch Gesundheitserziehung und Zurverfügungstellung von Standardmedikamenten und etwa Moskitonetzen. Notwendige Arztbesuche werden von der Organisation übernommen.

Außerdem verfügt das Zentrum über einen Kindergarten, der Montags bis Freitags von 8 bis 12 Uhr für Kinder von 4-6 Jahren geöffnet ist. Am Nachmittag gibt es Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht für die Grundschulkinder in Mathematik, Englisch, Geographie, Computeranwendung und Kunst. Dies wird von unbezahlten freiwilligen einheimischen Lehrern durchgeführt - hierfür werden aber auch gerne ausländische Freiwillige hinzugenommen. Jugendlichen Schülern und jungen Erwachsenen werden Bildungsangeboten wie Schneidern, Hühnerhaltung und Computerunterricht angeboten.

Die Waisenkinder werden bei ihren Gastfamilien regelmäßig besucht. Essen wird täglich an die Familien verteilt.

Diese Tätigkeit eignet sich für Freiwillige aus allen fachliche passenden Bereichen, inklusive Sozialarbeit. Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt 4 Wochen.



Huruma Women Group, Moshi

Die Huruma Women Group besteht aus 25 Frauen aus verschiedenen Dörfern der Tella Mande Area außerhalb Moshis, an den Hängen des Kilimanjaro. Die Gruppe hat momentan den Status eines "Community-based projects", sie ist noch keine registrierte NGO. Die Frauen unterstützen ungefähr 70 Kinder und Jugendliche, die momentan als "Kinder zweiter Klasse" bei Ziehfamilien leben. Die meisten sind zwischen 10 und 16 Jahren alt. Die Frauen haben ein einfaches Haus im Wald, ca. 8 km außerhalbs Moshi gemietet, dass sie zu einem Heim für jüngere Waisen- und Straßenkinder umbauen wollen. Zum Start soll es etwa 20 Kindern Platz bietet.

Dies scheitert momentan nur an der Finanzierung; auch die laufenden Unterhaltskosten für das Zentrum (geschätzt auf ca. 1000 US$ pro Jahr) sind noch nicht gedeckt. Bei Huruma werden Freiwillige gesucht, die Erfahrung mit dem Start solcher Projekte haben und die benötigten finanziellen Mittel organisieren sowie notwendigen organisatorischen Schritte initiieren können. 

Ebenso brauch Huruma Freiwillige, die die Kinder, die nicht zur Schule gehen in Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch unterrichten können.

http://www.huruma.info 

Die Website für Huruma hat unsere Freiwillige Julia gemacht, vielen Dank! 


Kilimanjaro Orphanage, Moshi

Kilimanjaro Orphanage ist ein Heim für 28 ehemalige Straßenkinder von 3-9 Jahren in der Matindigani Area, etwa 3 km außerhalb der Stadtmitte, aber leicht erreichbar.

Es wurde geöffnet im März 2009 von Edward "Teacher" Lazaro, der einige Jahre zuvor schon ein ähnliches Projekt initiierte, das er jedoch 2008 an eine amerikanische Stiftung übergab. 

Momentan hat das Kilimanjaro Orphanage nur 2 Angestellte, aber das Centre braucht eigentlich vier, um sich um die Kinder ausreichend zu kümmern, darum brauchen sie Freiwillige. Die Aufgaben bestehen darin, die Kinder bei den Hauspflichten zu unterstützen (Kinder waschen, bekleiden, kochen), mit ihnen zu spielen und sie zu unterrichten in Grundschul-Englisch, Mathe, Lesen, Schreiben und Allgemeinwissen.

Beim Kilimanjaro Orphanage hatten wir inzwischen schon mehrere Praktikanten und Freiwillige, die wertvolle Aufbauarbeit geleistet haben. Unser Freiwilliger Sebastian hat z.B. für das Kilimanjaro Orphanage ein interessantes Projekt gestartet, damit das Zentrum aus eigener Kraft Einkommen generieren kann: Einen Hühnerstall, dessen Eier an ein nahe gelegenes Hotel verkauft werden. Hier gibt's mehr dazu. 

Dr. Greg Higgins, ein amerikanischer Arzt im Ruhestand ist momentan als Langzeit-Volunteer im Kilimanjaro Orphanage. Er baute bereits ein Schulgebäude, eine ordentliche Toilettenanlage, stellte Stromverbindung fürs Zentrum her und half den Kindern im Zentrum neben vielen anderen Kindern aus anderen Einrichtungen bei medizinischen Problemen. Momentan versucht er, ein größeres Grundstück zu erwerben, damit das Waisenhaus mehr Kinder aufnehmen kann.


Tuleeni Centre, Moshi

Im Tuleeni-Waisenhaus leben 48 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 17 Jahren, nach Alter getrennt. Das Heim wurde gegründet von Mama Flaria Faraja, einer Sozialarbeiterin.

5 Kinder sind 2-4 Jahre alt und verbringen ganztags im Zentrum. 6 gehen in den Akili Kindergarten, der ebenfalls vom Mama Faraja betrieben wird und gleich schräg gegebenüber von Tuleeni liegt. Neben den Tuleeni Kids gehen noch 13 weitere Kinder aus dem Dorf Rau (ein Stadtteil von Moshi) täglich in diesen Kindergarten. Die anderen Kinder von Tuleeni gehen in die Grundschule oder weiterführende Schulen.

Die Freiwilligen betreuen die Kinder, die im Zentrum wohnen und begleiten die anderen Kinder in den Kindergarten oder die Schule. Es gibt ein behindertes Mädchen, Asha, die auf eine Sonderschule geht, ein Freiwilliger begleitet sie dorthin und holt sie von dort auch wieder ab. Im Akili-Kindergarten unterrichten und spielen die Freiwilligen mit den Kindern.

Die Jugendlichen des Zentrums färben Batik-Stoffe. Die Stoffe werden dann von einer Frauengruppe zu Kleidung genäht, was ein Projekt zum Einkommenserwerb der 22 Frauen ist. Insgesamt arbeitet Tuleeni mit drei Frauengruppen zusammen (22, 15 und 10 Frauen), die auch noch eine Schweinezucht betreiben.

Als Freiwillige kannst du sowohl im Tuleeni Centre, im Akili Kindergarten und mit den Frauengruppen tätig sein. Diese abwechslungsreiche Tätigkeit gibt Dir gute Einblicke in das afrikanische Leben und den sozialen Bereich.


Mwema Street Children Centre, Karatu

Mwema Street Children Centre Karatu ist eine community-based Organisation, die von Pastor Elisante seit 2006 geführt wird. Mwema bedeutet soviel wie "Zweite Chance". 22 ehemalige Straßenkinder (21 Jungs und ein Mädchen) leben dort in drei Zimmern und bekommen neben Unterkunft auch Essen, Bekleidung, Schulbildung, medizinische Versorgung und persönliche und gemeinschaftliche Unterstützung. Unweit der Unterkunft gibt es ein kleines Schulgebäude, in dem neben den Bewohnern des Straßenkinderzentrums noch 26 weitere Kinder aus der Nachbarschaft unterrichtet werden, damit sie die Aufnahmeprüfungen ins staatliche Schulsystem schaffen können.

Gesucht werden Freiwillige, die Mathematik, Ethik und Allgemeinwissen unterrichten können. Bedarf besteht außerdem an Fußball- und Basketball-Trainern für die Kinder und Freiwillige, die Akrobatik und handwerkliche Fähigkeiten vermitteln können. Die Mwema-Fußballmannschaft spielt in der regionalen Schüler-Liga, die von Coca-Cola gesponsort wird.

Willkommen sind auch Freiwillige, die handwerkliche Fähigkeiten wie Elektrik, Holzarbeiten usw. vermitteln können. Die Jugendlichen haben auf diese Weise gelernt, Mobiltelefone zu reparieren und manche von ihnen erzielen dadurch ein kleines Einkommen.

Einmal wöchentlich organisiert Mwema außerdem in der Stadtmitte von Karatu den "Mwema Day" für Kinder, die noch auf der Straße leben. Diesen Kindern wird Unterhaltung, Beratung und Wissensvermittlung geboten. Freiwillige/Praktikanten können sich hierbei gut einbringen.

•    Allgemeine Tätigkeit mit Waisen & Straßenkindern
•    Unterrichten von Schulkindern
•    Beratung von Kindern, Jugendlichen und Familien
•    Unterrichten von handwerklichen Fähigkeiten
•    Fußball- und Sportlehrer 
 

SOS Outreach Programme, Dar-es-Salaam, Arusha, Sansibar

Die SOS Kinderdörfer in Dar-es-Salaam, Arusha und Sansibar betreiben ebenfalls Outreach "Family Strengthening" Programme, die für freiwillige Fachkräfte aus dem Bereich Sozialarbeit interessant sein dürfte.

In Arusha und Zanzibar laufen diese Programme schon seit einigen Jahren. An den beiden Orten werden jeweils ca. 600 bedürftige Familien ganzheitlich darin unterstützt werden, ihre Lebenssituation zu verbessern. Dazu gehört unter anderem in beratender und finanzieller Hinsichtung die Schule und Ausbildung der Kinder, Unterstützung in Erwerbsmöglichkeiten für die Eltern, Gesundheitsversorgung und Familienplanung. In Dar-es-Salaam wurde dieses Programm erst 2007 gestartet, dennoch werden dort bereits rund 200 Familien betreut.

Freiwillige aus dem Bereich Sozialarbeit können die Fachkräfte von SOS auf ihrer Arbeit begleiten, wobei sich die Aufgabe hauptsächlich darum dreht, weitere Familien zu identifieren, die für das Programm in Frage kommen, ihre Bedürfnisse zu analysieren und einen individuellen Plan für die Unterstützung der jeweiligen Familien auszuarbeiten. Dabei kommt es sehr zugute, wenn Freiwillige Kenntnisse in Swahili besitzen. 

Auf Sansibar ist auch eine psychologische Betreuung der im Heim lebenden Waisenkinder und deren Ziehmütter möglich. Hier besteht eine Zusammenarbeit mit dem einzigen praktizierenden Psychologen auf Sansibar. Dies ist möglich für Studierende der Psychologie als auch für abgeschlossene Psychologen. 

Folgende Tätigkeiten sind hier möglich:

•    Beratung von Kindern, Jugendlichen und Familien
•    Psychologische Betreuung von Waisen und deren Ziehmüttern
 
Unser Freiwilliger Marco hat ein sehr professionelles Video über das SOS Kinderdorf auf Sansibar gemacht:
 
 

Initiativen für Waisenkinder in Sanya Juu (Siha District), Tansania

Der Siha District ist ein ländliches Gebiet an den westlichen Hängen des Kilimanjaro. Das Hauptdorf ist Sanya Juu, jedoch gibt es in den Wäldern um das Dorf zahlreiche Siedlungen. Es gibt dort mehrere von Einheimischen gestartete Initiativen, die Bedürftige (Kinder, Kranke, Alte) betreuen. Die genauen Zahlen von Waisenkindern sind nicht bekannt. 

Nachdem die Eltern der Kinder gestorben sind, ziehen oft Verwandte der Kinder in deren Häuser, die sich jedoch nicht ausreichend um die Kinder kümmern können, weil sie z.B. selbst zu alt sind, wenn es die Großeltern der Kinder sind, weil sie nicht die nötigen finanziellen Mittel haben, weil sie krank sind oder weil sie sich nicht wirklich zuständig fühlen. 

Die Initiativen sind jedoch vollkommen unterfinanziert (bzw. haben keinerlei Budgets) und es fehlt auch an Struktur und Durchsetzungfähigkeit vieler Ideen. Ein solches Zentrum ist das "Hope Evangelical Centre".

Freiwillige werden gesucht, die die Mitglieder der Initiative bei der Betreuung dieser Kinder und Bedürftigen unterstützen können sowie den Iniativen in Organisationsfragen auf die Sprünge helfen können. Bei diesem Projekt muss gesagt werden, dass Freiwillige mit einem hohen Maß an Armut und Elend rechnen müssen. Durch AIDS und armutsbedingte Krankheiten, die aufgrund mangelnder Hygiene und fehlender medizinischer Versorgung entstehen, sterben Erwachsene im erwerbsfähigen Alter, so dass die Versorgung vieler Alter und Kindern nicht mehr besteht. Als Freiwilliger wird man hier mit dem vollen Umfang von sozialen Missständen konfrontiert. Auch den Initiativen stehen praktisch keine Geldmittel zur Verfügung, die Situation dort zu verbessern und müssen sich dadurch auf psychologischen Beistand beschränken. Eine weitere Schwierigkeit, auf die Freiwillige hier stoßen werden sind die großen Mentalitätsunterschiede zwischen den Leitern dieser Projekte und europäischen Denkmustern.   

Diese Tätigkeit richtet sich darum hauptsächlich an erfahrene Freiwillige aus dem sozialen Bereich, die sich auch damit anfreunden können, eine Zeit in einem Dorf verbringen zu können, das relativ abgeschieden von der modernen Zivilisation liegt. Die Dörfer sind ca. 60 km von Moshi Town entfernt, Fahrzeit etwa eine Stunde per Auto und zwei Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Daladala). Swahili-Kenntnisse sind sehr vorteilhaft.

•    Allgemeine Tätigkeit mit Waisen & Straßenkindern
•    Unterrichten von Schulkindern
•    Beratung von Kindern, Jugendlichen und Familien
•    Alten-, Kranken-, und Kinderpflege 

 


Weitere Einrichtungen, mit denen wir kooperieren sind Faraja Orphan Centre in Moshi-Majengo, ein Kindergarten für 40 Waisenkinder und Kinder aus ärmlichen Verhältnissen und Neema Orphanage in Machame.