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Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung

NAFGEM, das "Network Against Femaile Genital Mulitation" (Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung) ist Tansanias führende NGO, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, bewusstseinsbildende Maßnahmen gegen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM - Female Genital Mulitation) und andere Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Tansania durchzuführen.

FGM wird auch als weibliche Genitalbeschneidung (FGC - Female Genital Cutting) bezeichnet und man versteht darunter das vollständige oder teilweise Entfernen der äußeren weiblichen Geschlechtsteile aus kulturellen oder anderen nichtmedizinischen Gründen. Die Sitte wird in vielen afrikanischen Ländern in unterschiedlicher Ausprägung praktiziert. In den meisten afrikanischen Kulturen wird sie als Ritual, das den Übergang ins Frausein darstellt, entweder während der Pubertät oder vor der Heirat durchgeführt. Obwohl die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) tief traditionell verwurzelt ist, stellt sie einen gefährlichen Eingriff in die Gesundheit und das Wohlergehen der Frauen und Mädchen dar. 

NAFGEM wurde 1998 von einer kleinen Gruppe tansanischer und deutscher Frauenrechtsaktivistinnen gegründet und offiziell in Tansania als NGO 1999 registriert. In Dörfern der Kilimanjaro-Region (Moshi, Siha, Hai, Same und Rombo-Distrikte) und im Simanjiro-Distrikt der Manyara-Region führt NAFGEM Aufklärungskampagnen und Seminare durch. Neben den 30 Mitgliedern gibt es dazu viele Unterstützer in den betroffenen Regionen. Das Hauptbüro von NAFGEM befindet sich in Moshi.

Ziel von NAFGEM ist es mithilfe gegenseitiger Unterstützung und Kollaboration Betroffener die Beendung der weiblichen Genitalverstümmelung zu erreichen neben anderer Formen geschlechtsspezifischer Gewaltanwendung und sexuellen Mißbrauchs von Frauen. Dazu kooperiert NAFGEM mit nationalen und internationelen Organisationen aus den Bereichen Menschen- und Frauenrechte.

Die Hauptaktivität besteht in der Durchführung bewusstseinsfördernder Seminare für einflussreiche gesellschaftliche Führer auf Distrikt- und Dorfebene, für traditionelle Beschneider, medizinisches Personal, Geburtshelfer, Lehrer, Ausbilder, religiöse Führer etc. Einen hervorragenden Einblick in die Arbeit von NAFGEM gibt der jährliche Report, der im Internet jährlich ab 1998 vorliegt:

http://www.nafgem.or.tz/annual_reports.html#/10

Volunteers

NAFGEM ist nur interessiert an erfahrenen Freiwilligen im Bereich Sozialarbeit, die die Fähigkeit besitzen, eigenständig Bedürfnisse zu  analysieren, Forschung zu betreiben sowie strategische Pläne auszuarbeiten.

Daneben sucht NAFGEM nach kreativen Freiwilligen, die in der Lage sind, eigenständig edukative Materialien zum Thema anzufertigen (wie Flyer, Poster) und dazu Illustrationen, Grafiken, Layout und Texte auf Englisch anfertigen können.

Aufgrund des sensiblen Themas ist es für ausländische Freiwillige nur begrenzt möglich, das Thema bei betroffenen Communities direkt selbst zu thematisieren.

Umfangreiche Informationen zum Thema auf der Website von NAFGEM:

http://www.nafgem.or.tz


Infobox:

Ort: Moshi, Tansania

Dauer: Mindestens 3 Wochen

Besondere Qualifikation erforderlich: Ja

Kosten: Sorgenfreipaket optional für 500 €

Unterbringung: Nicht inklusive

Verpflegung: Nicht inklusive

Inklusive: Vermittlung und Ansprechpartner; bei Abschluss des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets.

Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visum

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