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Mosoj Yan
 
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Straßenmädchen in Bolivien

Mosoj Yan ist eine christliche Organisation im Cochabamba, die sich seit 1991 dem Thema Kinderarbeit, Obdachlosigkeit und sozialer Absicherung von Mädchen widmet.

Dabei wird ein allumfassendes Modell bestehend aus Prävention, Intervention, Rehabilitation und soziofamiliärer Reintegration gefolgt.

Die Organisation betreibt in Cochabamba 4 Zentren.

Ein Zentrum (Centro de Niñas y Adolescentes Trabajadoras) kümmert sich um Mädchen, die in hohem Risiko stehen, Straßenkinder zu werden. Es handelt sich dabei meist um Mädchen, die ihre Familien durch Kleinerwerbstätigkeiten wie den Verkauf von Waren auf der Straße finanziell unterstützen müssen. Sie verbringen täglich viele Stunden auf der Straße und es fehlt ihnen darum die Zeit, sich ausreichend um die Schule zu kümmern. Außerdem sind sie durch ihre lange Zeit auf der Straße Gefahren ausgesetzt wie Kontakt zu kriminellen Banden, Drogen, sexuellem Mißbrauch und Gewalt.

Mosoj Yan versucht, durch Familienbesuche die intrafamiliären Relationen zu stärken. Die Sozialarbeiter sind außerdem unterwegs, um die Mädchen über Gefahren aufzuklären und ihnen Selbstbewusstsein und Motivation zu geben. Im Bereich der Bildung wird im Zentrum Unterstützung geboten, damit die Mädchen der Schule oder einer Ausbildung folgen können, außerdem gibt es Kurse in handwerklichen Fähigkeiten. Psychologen begleiten und orientieren die Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Das Zentrum bietet eine ausgewogene Ernährung, Gesundheitsvorsorge und -behandlung und kommuniziert christliche Inhalte und Werte.  

Das zweite Zentrum (Centro de Motivación) richtet sich an Mädchen von 10-18 Jahren, die bereits permanent auf der Straße leben. Diese werden in Bolivien als "Cleferos" (Leimschnüffler) bezeichnet. Viele sind alleinerziehende jugendliche Mütter, die zusammen mit ihren Kindern auf der Straße leben und dabei Alkohol und Drogen konsumieren. Oft haben sie als kleine Straßenhändler angefangen, wie die Kinder, die im zuvor erwähnten Zentrum angesprochen werden. Sie stammen meist aus zerrütteten Familienverhältnissen und haben entschieden, das verdiente Geld nicht ihren Eltern abzuliefern, sondern besser auf der Straße zu leben. Hier besteht das Ziel von Mosoj Yan darin, sie vom Drogenkonsum abzubringen und ihre Einstellung und Verhalten zum Positiven zu verändern.

Es gibt in diesem Zentrum Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Schulung und Stärkung des Verantwortungsbewusstsein der Mutter gegenüber ihrem Kind sowie Arbeitstherapie. Die Einsätze finden oft an Orten statt, an denen sich die Mädchen aufhalten (Märkte, Brücken, Plätze).

Das dritte Zentrum (Centro de Renovación) ist ein Rehabilitatszentrum für drogenabhängige Mädchen, es ist aber momentan geschlossen; jedoch wird ambulante Drogenrehabilitation weiterhin von Mosoj Yan durchgeführt in den Bereichen Psychotherapie von emotionalen Problemen und Suchtproblemen, Arbeitstherapie, Sozialarbeit mit den Familien der Mädchen inkl. Rechtsberatung sowie Vermittlung christlicher Werte.

Das vierte Zentrum (Albuergue de Restauración) ist ein Wohnheim für etwa 15 weibliche Jugendliche von 10-18 Jahren. Sie sind meist Opfer von körperlichem, sexuellem oder psychischem Missbrauch und stehen nicht in Kontakt zu ihren Familien. In dieser Einrichtung wird versucht, die Mädchen darauf vorzubereiten, in der Lage zu sein, ihr eigenes Leben zu führen. Dabei gibt es Berufsausbildung, besonders in den Bereichen Kochen, Backen und Schneidern sowie Unterstützung darin, einen Arbeitsplatz zu finden, Gesundheitsbehandlung und -vorsorge, pychotherapeutische Unterstützung mit dem Ziel, die emotionale und persönliche Entwicklung der Mädchen zu verbessern sowie Vermittlung christlicher Werte. In diesem Zentrum sind nur Einsätze für weibliche Freiwillige/Praktikantinnen möglich.

Mosoj Yan ist weiterhin tätig im Bereich der Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft und für politische Entscheidungsträger gegenüber den Problemen der Straßenkinder. Einmal jährlich wird dazu etwa das Event "Auf der Straße schlafen" durchgeführt, bei dem Bürger aber auch bolivianische Prominente eine Nacht in einem öffentlichen Park schlafen, was immer viel Aufmerksamkeit der Medien mit sich führt.

Ein weiteres Arbeitsgebiet von Mosoj Yan beinhaltet die Prävention von HIV und Geschlechtskrankheiten.

Freiwillige und Praktikanten können in sämtlichen Themenbereichen, die in diesem Text angesprochen wurden mitwirken. Sie sollen vorschlagen, wie sie sich einbringen können.

Gesucht werden zudem explizit Freiwillige mit Kenntnissen in den Bereichen Webdesign, Grafikdesign, Marketing und Fundraising. Die Betriebskosten von Mosoj Can sind nicht vollständig gedeckt und ein Teil muss generiert werden, etwa durch Veranstaltungen, Spendenaktionen usw.

Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt 3 Monate.


Infobox:

Ort: Cochabamba, Bolivien

Dauer: siehe Text

Besondere Erfahrung erforderlich: relevantes Studium oder Erfahrung

Kosten: Sorgenfreipaket

Unterbringung: nicht beinhaltet

Verpflegung: nicht beinhaltet

Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets

Nicht inklusive: Anreise nach Bolivien, Krankenversicherung, Visum

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