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Israel
Um es gleich vorweg zu sagen: Es besteht kein erhöhtes
Sicherheitsrisiko, wenn ihr an unseren Programmen in Israel teilnehmt.
Bitte schaut Euch untenstehende Erläuterungen dazu an, um einen
grundlegenden Überblick zu bekommen.
Unsere Einsätze finden in Galiläa im Norden Israels statt, mit Schwerpunkt auf die Orte Akko, Haifa und Tamra. Diese drei Städte liegen nur jeweils 15 Minuten Fahrzeit voneinander entfernt und sind gut mit Bussen, Zug (Akko-Haifa) und Sammeltaxis verbunden. Man kann sich leicht zwischen diesen drei Orte bewegen und sollte die drei Orte als einen gemeinsamen Großraum ansehen.
Israel ist ein weit entwickeltes Land europäischen Standards. Die Einrichtungen, in denen Praktikanten und
Freiwillige tätig sein können sind gleichen oder sogar höherer Professionalität als in Europa. Die sozialen Probleme Israels sind im Prinzip dieselben wie in
westlichen Gesellschaften.
Unsere Betreuerin für Israel ist Frau Wafika Diab. Sie ist Lehrerin an
der Grundschule von Tamra und geht im Sommer 2010 in Ruhestand. Ab dann
wird sie sich vollzeitlich um unsere Teilnehmer kümmern. Sie wird
unterstützt von ihrem Schwiegersohn Salim, der mit seiner Tour Company
"One Holy Land" für die passende Infrastruktur für unsere Teilnehmer
sorgt. Salim, 35, hat in Bremen Psychologie studiert und spricht
fließend Deutsch.
In Israel werden Hebräisch, Arabisch und Englisch gesprochen. Die meisten Israelis sprechen gut Englisch und sämtliche Tätigkeiten kannst Du durchführen, wenn Du Dich in Englisch verständigen kannst.
Nach Israel kommst Du per Flugzeug nach Tel Aviv, dem einzigen internationalen Flughafen des Landes. Zahlreiche Airlines fliegen nach Tel Aviv, etwa Air Berlin. Von Tel Aviv gibt es eine gute Zugverbindung nach Akko und Haifa, die Fahrt dauert etwa 90-120 Minuten ohne Umsteigen.
Die geschichtsträchtige Hafenstadt Akko (auch: Akkon) hat rund 50.000 Einwohner und mutet sehr orientalisch an. Schon im alten Testament der Bibel ist von Akko die Rede. Alexander der Große, die Römer, Sultan Saladin und die Kreuzritter waren in Akko. Napoleon gelang es nicht, Akko zu erobern. Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe und Bestandteil jeder Israelrundreise. Akko hat einen im Sommer lebendigen Strand, auch der arabische Markt ist ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen.
Tamra (25.000 Einwohner) liegt auf den Hügeln, die sich hinter der Ebene von Akko erheben. Bei klarem Wetter hat man von Tamra einen tollen Blick über Akko und das Mittelmeer. Aus diesem Grund ist Akko ein beliebter Ort für Kurzausflüge von Bürgern der umliegenden Städte, die Akkos traditionelle arabische Gastronomie zu attraktiven Preisen schätzen.
In der Kleinstadt leben fast nur arabische Israelis in großfamiliären Strukturen. Kunst, Kultur und Gemeinschaft haben in Tamra einen hohen Stellenwert, viele Bürger sind sehr gebildet und haben im Ausland, darunter auch in Deutschland studiert. Gegenüber Ausländern ist man ausgesprochen freundlich und aufgeschlossen und unsere Teilnehmer finden in Tamra leicht Familienanschluss. Viele Bewohner von Tamra waren schon in Bremen-Hemelingen, zu dem seit vielen Jahren eine Städtepartnerschaft besteht.
Tamra ist auch beliebt für ausschweifende Hochzeiten. Es gibt mehrere Einrichtungen, die professionell Hochzeitsfeiern organisieren. Während der "Hochzeitssaison" von Mai bis Oktober finden in Tamra täglich 7-10 größere Hochzeiten statt.
Haifa (270.000 Einwohner) ist nach Tel Aviv und Jerusalem die drittgrößte Stadt Israels. Dort gibt es ein lebendiges junges Leben, denn an der Universität Haifa studieren über 40.000 Studenten, daneben gibt es zahlreiche Colleges. Dementsprechend gibt es ein vielfältiges Angebot von Bars und Clubs. Im Sommer sind die Strände unter dem Karmelberg Tag und Nacht besiedelt von jungen Menschen.
Zwischen Haifa, Akko und Tamra gibt es zwischen Oliven- und Granatapfelplantagen mehrere Dörfer, die sogenannten „Krayots“, die zum Einzugsgebiet Haifas zählen. Dort gibt es moderne Unterhaltseinrichtungen wie Multiplex-Kinos, Bars und Bowlinghallen.
Freizeitangebote in Tamra/Akko/Haifa
Wie bereits erwähnt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seine Freizeit in Tamra, Akko und Haifa zu verbringen. In allen Städten gibt es ein ausgeprägtes kulturelles Leben. Im heißen Sommer bieten sich die Strände an, in Tamra gibt es auch ein Schwimmbad.
Tagesausflüge in Israel, die man von Akko/Tamra/Haifa durchführen kann beinhalten einen Besuch der mythischen geschichtsträchtigen Orte Jerusalems, Nazareths, Safed, See Genezareth und Magito, wo den Prophezeihungen der Juden, Christen und Muslime zufolge die endzeitliche Endscheidungsschlacht „Harmagedon“ (auf Englisch auch: Armageddon) stattfinden soll. In der Natur des bergigen Norden des Landes kann man Fahrradfahren, Wandern und im Winter sogar Skifahren.
Unterbringung in Tamra/Akko/Haifa
Unsere Unterbringung findet meist in Einzelzimmern in Privathäusern statt. Die Zimmer sind modern und geräumig, sie haben meist Internetanschluss/WiFi. In den Häusern leben jeweils 1-4 Teilnehmer zusammen mit einheimischen Paaren. Das Bad ist zu teilen mit den anderen Teilnehmern und den Hausbewohnern; Frühstück und Abendessen wird gestellt.
Sicherheit in Israel
Wenn ihr Eurer Familie oder Freunden erzählt, nach Israel zum Praktikum oder zur Freiwilligentätigkeit gehen zu wollen werdet ihr Euch vermutlich Sicherheitsbedenken anhören müssen. Das Bild Israels in den Medien ist geprägt durch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen jüdischen Siedlern und Palästinensern.
Diese Angst ist weitestgehend unbegründet. Rund 2 Millionen Touristen besuchen das Land jährlich. Touristen waren nie das Ziel von Gewalt und die Sicherheitsvorkehrungen im Land sind so hoch, dass es nahezu ausgeschlossen ist, dass man sich als Tourist zufällig in eine kritische Lage bringt.
Das problematische Gebiet beschränkt sich geographisch eigentlich nur auf den Gaza-Streifen, ein kleines Küstengebiet an der Grenze zu Ägypten, das rund 230 km von unseren Einsatzorten entfernt ist. Den Gazastreifen solltest Du nicht besuchen. Da dieser aber sowieso von den Sicherheitskräften abgeriegelt ist, ist es unmöglich, dass Du dort zufällig hineingerätst. Dasselbe gilt für jegliche Orte, an denen auch nur möglicherweise Konflikt entstehen könnte. Diese werden vorbeugend abgesperrt, etwa gelegentlich die Altstadt von Jerusalem, da dort regelmäßig ein Streit um eine Moschee aufkeimt, die von Juden besetzt wird, die darunter Überreste einer jüdischen Kultstätte vermuten. Für einen Tagesausflug nach Jerusalem solltest Du Dich vorher informieren, ob der Besuch der Altstadt möglich ist. Unsere örtlichen Betreuer verfolgen täglich die Nachrichten und Du kannst sie fragen.
Die Sicherheitsvorkehrungen im Land sind enorm hoch. An den Bahnhöfen oder dem Hauptterminal der Busse gibt es Sicherheitschecks wie an Flughäfen, und die Kontrollen im Flughafen von Tel Aviv sind nochmal eine Spur aufwändiger als üblich.
Kleinkriminalität besteht in Israel so gut wie nicht und auch Frauen können sich in Israel frei bewegen.
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