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Straßen- und Slumkinder in Jodhpur und in Jaipur
Straßenkinderprojekt Sambhali Trust in Jodhpur
Sambhali Trust, die primär im Bereich Frauen-Empowerment tätig sind, aber in Setrawa auch eine Schule betreiben, starteten im April 2012 ein Straßenkinderprojekt in Jodhpur, das von einem Psychologen angeleitet wird. In Jodhpur leben viele Kinder im Umfeld des Bahnhofs und zwischen den Gleisanlagen. Die meisten von ihnen inhalieren Klebstoff oder Verdünner.
Die Kinder werden vom Psychologe im Bahnhofsumfeld aufgesucht und es wird versucht, das Verhalten der Kinder zu verstehen, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie dazu zu bringen, das Sambhali Centre aufzusuchen. Im Zentrum wird den Kindern Essen angeboten, psychotherapeutische Behandlung und sie werden täglich für 5 Stunden sinnvoll beschäftigt. Der Plan ist, sie vom Drogenkonsum wegzubekommen, ihr negatives Denken in positives umzustimmen, sowie Aspekte wie Gesundheit, Lebensplanung und Sicherheit zu kommunizieren.
Freiwillige und Praktikanten nehmen an diesen Aktivitäten zusammen mit dem Psychologen teil, der auch als qualifizierter Praktikumsbetreuer tätig sein kann. Sie können sich besonders dabei einbringen, die Vorgeschichte der Kinder in Erfahrung zu bringen und eine Akte über jedes Kind anzulegen bzw. diese fortzuführen. Da momentan nur die Finanzierung dieses Straßenkinderprojektes für ein Jahr bis April 2013 sichergestellt ist, werden auch Freiwillige/Praktikanten gesucht, die im Bereich des Fundraising tätig sein können/wollen.
Tabaar Tageszentrum für Slumkinder in Jaipur
Die NGO „Tabaar“ betreibt seit 2009 in einem Slumviertel von Jaipur ein Tageszentrum für Slumkinder, die nicht in die staatliche Schule gehen, da sich ihre Eltern dies nicht leisten können. Im Zentrum erhalten die Kinder täglich für 3 Stunden kostenlosen Unterricht. Auch am Nachmittag gibt es dort Betätigungen für die Kinder wie Kunst, Kunsthandwerk, Musik und Tanz. Das Zentrum wird von etwa 30 Kindern täglich aufgesucht.
Daneben gibt es von Tabaar das Projekt „Repatriation“ (Rückführung). Dabei spüren die 14 Mitglieder von Tabaar Kinder auf, die etwa an den Eisenbahngleisen, Bushaltestellen, unter Brücken usw. leben. Es sind entweder Waisenkinder oder Kinder, die von ihren Familien verstoßen wurden oder aufgrund der schlechten Lebensumstände von ihren Familien geflüchtet sind. Einige Kinder wurden von kriminellen Banden entführt, um kriminelle Tätigkeiten, Prostitution oder Kinderarbeit zu verrichten. Viele konsumieren Drogen.
Für diese Kinder gibt es das "Bal Basera"-Zentrum, in dem sie Unterkunft, Essen, Fürsorge und Bildung erhalten. Dieses befindet sich auf einem Gelände zusammen mit der Polizeiwache nahe des Bahnhofs von Jaipur. Auf dem Gelände gibt es auch einen kleinen Garten mit Spielplatz. 20 Kinder leben dort zurzeit. Aufgrund eines großen Mißtrauens gegenüber Erwachsenen ist es jedoch oft schwer für die Sozialarbeiter, die Kinder dazu zu bringen, sich auf „Tabaar“ einzulassen. Die Kinder sind durch ihre harten Lebensumstände in der Regel wesentlich reifer als alterstypisch, aber haben oft eine sehr verletzliche Persönlichkeit.
Das Ziel ist, die Kinder in ihre Familien zurückzuführen. In der Regel bleiben die Kinder nicht lange bei Tabaar, sondern kehren mit Hilfe der Sozialarbeiter zu ihren Familien zurück. Sollte dies nicht möglich sein, können die Kinder auch bis zum 18. Lebensjahr im Zentrum wohnen bleiben und erhalten in anderen sozialen Einrichtungen Jaipurs etwa eine Berufsausbildung.
Freiwillige/Praktikanten können sowohl in der Slumschule als auch im Zentrum für Straßenkinder unterrichten - Englisch, Kunst, Tanz, Henna-Malen sowie Persönlichkeitsentwicklung.
Persönlichkeitsentwicklung beinhaltet Aspekte wie positive Lebenseinstellung, Selbstvertrauen, Benehmen, höfliches Sprechen, Auftreten in der Öffentlichkeit etc. Diese Tätigkeit eignet sich für Teilnehmer aus den Bereichen Erziehung, Sozialarbeit und Psychologie.
Infobox:
Ort: Jodhpur; Jaipur, Indien
Dauer: min. 3 Wochen
Vorherige Kenntnisse erforderlich: Nein
Kosten: keine; Sorgenfreipaket optional
Unterbringung: Nicht inklusive
Verpflegung: Nicht inklusive
Inklusive: Vermittlung und Ansprechpartner; gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets.
Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visum.
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