|
ZALA Park and Zanzibar Butterfly Centre
Zanzibar Land Animal Park (ZALA Park)
ZALA Park ist die Initiative von Mr. Mohammed, einem enthusiastischen
Lehrer aus dem Dorf Muungoni im Süden Sansibars, gleich gegenüber der
Insel Uzi. Auf seinem Grundstück unterhält Mohammed eine Sammlung
verschiedener gefährdeter Tiere, mit dem Schwerpunkt Reptilien, um diese
der einheimischen Bevölkerung näher zu bringen und sie für den
Artenschutz zu sensibilisieren. Besonders einheimische Schulklassen
(Privatschulen, da es bei den staatlichen Schulen nicht auf dem Lehrplan
steht) besuchen ZALA Park. Auch Touristen können den ZALA Park einen
Besuch abstatten und zahlen dafür ein Eintrittsgeld, durch das sich der
ZALA Park ausschließlich finanziert.
Das Problem in Sansibar ist, dass einige gefährdete Tierarten von der
einheimischen Bevölkerung entweder verspeist werden oder zum Spaß, aus
Angst oder aus Aberglauben getötet werden. Es existiert z.B. der Glaube,
dass beim Biss einer Schildechse die Wunde nur verheilt, wenn man den
Beischlaf mit seiner Schwester verübt. Eine Landkrabbe im Haus wird als
Zeichen für eine Trennung und Familienstreitereien gedeutet, die sich
abwenden lassen, indem die Krabbe mit der linken Hand getötet und zur
Tür hinausgeworfen wird. In den Tiergehegen können die einheimischen
Schulklassen und Interessenten die Tiere aus der Nähe beobachten und
wissenschaftliche Erklärungen bekommen, die den Aberglauben widerlegen.
Einige im ZALA Park gezeigte Arten Sansibars sind Baumschliefer (tree
hyrax), Warane (monitor lizards) und Schildechsen (plated lizards),
Moschusböckchen (Suni antelope), Landkrabben (land crabs), Wasser- und
Landschildkröten (terrapins and tortoise), Chamäleons und verschiedene
Schlangenarten.
Neben den Tiergehegen gehört zur Anlage auch ein Naturpfad durch den
Mangrovenwald. Des weiteren bietet Mohammed eine Bootstour entlang der
Küste an, auf der Besucher mehr über die Bedeutung der Korallen und
Mangrovenwälder erfahren.
20 Prozent der Einnahmen durch Eintrittsgelder werden dafür
eingesetzt, die Bewohner des Dorfes dafür zu bezahlen, damit sie
geschützen Tierarten nicht töten.
Leider besuchen nur sehr wenige Touristen ZALA Park, da Mr. Mohammed
sich zwar sehr gut mit der Tierwelt Sansibars auskennt, aber wenig mit
Tourismus, Marketing usw. Während der Nebensaison besuchen oft nur 10
Touristen pro Monat den ZALA Park, während der Hauptsaison nie mehr als
50. Dadurch sind die Einnahmen sehr gering und es stehen wenig
Geldmittel für Artenschutz oder Erweiterung oder Verbesserung des
Angebots zur Verfügung.
Unweit des ZALA Parks befindet sich der Jozani Forest Nationalpark,
der letzte geschlossene tropische Regenwald Sansibars, der heute unter
Naturschutz steht und von vielen Touristen besucht wird, ebenso das
Zanzibar Butterfly Centre sowie weitere touristische Angebote. ZALA Park
liegt auch günstig nahe der Verbindungsstraße zwischen Zanzibar
Town/Flughafen und der Südostküste mit populären Strandorten wie Paje,
Jambiani und Michamvi. Durch strategische Partnerschaften mit
umliegenden Tourismusangeboten und einem höheren Aufwand für Marketing
und Kommunikation könnten mehr Besucher erreicht werden.
In diesem Bereich der Tourismusentwicklung- und Marketing
können sich Freiwillige und Praktikanten einbringen. Die Aufgabe würde
darin bestehen, die Angebote des ZALA Parks auf größere Besucherzahlen
vorzubereiten sowie Marketing zu betreiben (etwa Pakete zu schnüren für
Halbtages- und Ganztagesangebote in Kombination mit Jozani Forest und
weiteren Angeboten in der Umgebung und diese Hotels vorzustellen).
Des weiteren gibt es die Möglichkeit, sich einzubringen im Bereich der Infografik/Graphik Design, Editierung. Mr. Mohammed hat einen Führer über
die Artenvielfalt in Sansibar verfasst. Der Text in englischer Sprache
soll aufbereitet und anschließend mit aktuellen Fotos als ein
ansprechendes Buch für Besucher des ZALA Parks und des Jozani
Nationalparks sowie für Interessenten des Natur- und Artenschutzes
gestaltet werden. Des weiteren sind bereits englischsprachige
Textgrundlagen vorhanden, um für den ZALA Park und den dazugehörigen
Naturpfad sowie für die von Mr. Mohammed angebotene Bootstour Infotafeln bzw. Infoblätter
anzufertigen. Für diese Art der Tätigkeit solltest Du Erfahrungen in
Gestaltung und Fotografie haben, außerdem über sehr gute
Englischkenntnisse verfügen. Besondere Kenntnisse über Biologie und
Tiere sind für diese Betätigung nicht nötig.
Ein weiteres Projekt von Mr. Mohammed ist es, Folkloregeschichten der örtlichen Bevölkerung zu sammeln, die er als Buch veröffentlichen will. Es kann eine interessante Aufgabe für Studierende der Anthropologie
sein oder jeden, der sich für dieses Thema begeistert, dieses Buch zu
editieren und zu schreiben; dabei sind Kenntnisse von Swahili von
Vorteil.
Du kannst auch Dich um die Tiere kümmern und bei Besuchen von
Schulklassen und Touristen mitwirken sowie die Naturwege pflegen.
Es gibt einen Dorfkindergarten und eine Grundschule in der
Nähe, die von der Dorfgesellschaft betrieben werden und Mohammed
unterrichtet dort auch. Du kannst auch an dieser Schule unterrichten,
sie interessieren sich für Freiwillige, die Englisch unterrichten können
und andere Fächer, z.B. kannst Du dort auch Workshops zu
Umweltschutzthemen durchführen in Zusammenarbeit mit ZALA Park.
Die beschriebenen Tätigkeiten können miteinander kombiniert werden.
Thematisch verwandte Abschlussarbeiten sind auch möglich bei ZALA
Park. Mr. Mohammed ist sehr kooperativ und kennt sich ausgezeichnet mit
der Tierwelt von Sansibar aus.
Zu geringer Miete gibt es eine einfache Unterkunft auf dem Gelände
des Parks, wie es im ländlichen Raum von Sansibar gängig ist; diese ist
vom Standard ausreichend für die meisten unserer Teilnehmer. Es gibt
dort ein Schlafzimmer mit Betten, Moskitonetzen und einfacher
Möblierung. Das Bad verfügt über eine Dusche, Waschbecken und eine
westliche Wassertoilette. Es gibt ein Aufenthaltszimmer mit einem Tisch,
Buchregalen, Stühlen und Blick auf den Park. Die Küche verfügt über ein
Waschbecken und einen Schrank, aber wird nicht zum Kochen benutzt.
Stattdessen bekocht Dich eine Frau aus der Nachbarschaft (Mariam) in
ihrem Haus gegenüber; sie kocht die gängigen lokalen Gerichte wie Reis,
Chapati, Spinat, Bohnen und Fisch) und Du kannst von ihr auch lernen,
wie man diese zubereitet.
Es gibt im Haus fließend Wasser, aber kein heißes Wasser. Da es
jedoch meist über 30 Grad heiß ist, braucht man eher eine kalte Dusche,
um sich zu erfrischen! Es gibt in dem Haus keinen Strom, da der
Anschluss des Hauses ans Stromnetz sehr teuer ist, aber es gibt Strom im
Nachbarhaus und Mohammed sagt, Du kannst dort Strom benutzen, wenn Du
es brauchst; er kann bei Bedarf auch ein Verlängerungskabel legen.
Ansonsten ist es sinnvoll, eine Taschenlampe dabei zu haben; Kerzen
kannst Du vor Ort kaufen. Du wirst nahe mit der Dorfgesellschaft leben,
die Dich sehr willkommen heißt!
Für Deine Arbeit kannst Du das Büro von ZALA Park benutzen, in dem es Strom gibt und Internetabdeckung.
Zanzibar Butterfly Centre (ZBC)
Das Zanzibar Butterfly Centre (ZBC) ist eine neue Touristenattraktion auf Sansibar. Etwa 400-600 Schmetterlinge leben in einer reich bepflanzten Freiflugvoliere, die etwa 30 x 20 m groß ist. Die Schmetterlingsarten stammen alle aus Sansibar. Dabei handelt es sich um ein Projekt des nachhaltigen Tourismus, denn die durch Eintrittsgelder erzielten Einnahmen geben der örtlichen Bevölkerung in der Umgebung des Schmetterlingzentrums eine alternative und umweltverträgliche Einkommensquelle, die zur Linderung der Armut in der Region Pete beiträgt. Da die Schmetterlinge nur wenige Wochen leben hat das Zentrum ständigen Bedarf an neuen Schmetterlingen und diese werden von den Dorfbewohnern gezüchtet und dann an das Zentrum verkauft. Regelmäßig werden die Dorfbewohner von einem Biologen in der Schmetterlingszucht begleitet und in weiteren Umweltthemen fortgebildet. Neben der Freiflugvoliere wird Touristen und der einheimischen Bevölkerung durch eine interaktive Ausstellung auch alles über das Leben der Schmetterlinge erklärt.
ZBC arbeitet eng zusammen mit dem Jozani Chwaka Bay Nationalpark, Jozani Environmental Convervation Association (JECA) und Pete Development Association (PDA).
Folgende Freiwilligentätigkeiten/Praktika sind im Zanzibar Butterfly Centre möglich:
* Studierende oder Studienabsolventen aus dem Bereich der Biologie/Ökologie können als ökologischer Berater im Dorf Pete tätig sein. Dabei unterrichten sie und begleiten die Einheimischen nicht nur bei der Aufzucht der Schmetterlinge, sondern auch in anderen Bereichen des ökologischen Farming. Die Mindestdauer für diese Tätigkeit beträgt 3 Monate.
Freiwillige können in Stone Town zu wohnen, wobei die Fahrtdauer per Daladala etwa eine Stunde beträgt, oder im Dorf Pete.
* Studierende des Tourismus, PR/Marketing, Öffentlichkeitsarbeit etc. können das Zentrum in der Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung unterstützen. Dabei ist das Ziel, Touristen ins Centre zu bringen.
Tourbetreiber sollen kontaktiert werden, um diese dazu zu bewegen, einen Besuch im Zentrum in ihre Reiseverläufe zu integrieren und Individualreisende sollen auf das Centre aufmerksam gemacht werden, um dieses zu besuchen.
Freiwillige in diesem Bereich sollten 3 Monate Zeit mitbringen. Da die meisten Tourbetreiber in Stone Town sind und es auch in Pete keinen Internetzugang gibt, sollten Freiwillige in Stone Town wohnen. Die Kostenfür den Internetzugang über Internetcafés sind von den Freiwilligen selbst zu tragen.
Infobox:
Orte: Jozani Forest, Zanzibar
Dauer: ab 1 Monat
Besondere Qualifikation erforderlich: Siehe Text
Kosten: gratis (Sorgenfreipaket für 500 € optional)
Unterbringung: Nicht inklusive
Verpflegung: Nicht inklusive
Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets inklusive
Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visa, Arbeitserlaubnis.
Jetzt direkt anmelden/Interesse bekunden!
|