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Zanzibar AIDS Association & Support of Orphans 

ZASO

ZASO (Zanzibar AIDS Association & Support of Orphans) ist eine seit 1996 registrierte NGO, die auf Sansibar verschiedene soziale Programme durchführt.

Zum einen gibt es ein Outreach-Programm, das 1200 hilfsbedürftige Kinder in den ländlichen südlichen und westlichen Regionen Sansibars sowie Sansibar-Stadt unterstützt. Von diesen sind nur ein Teil entweder Aids-Vollwaisen oder Halbwaisen, die in ärmlichen Lebensumständen leben, ein anderer Teil sind die Kinder, die zusammen mit diesen Kindern in Pflegefamilien (Verwandte oder Bekannte der verstorbenen Eltern) leben. Der Grund, warum diese anderen Kinder mitversorgt werden, ist dass dadurch die Sonderstellung der Aids-Waisen aufgehoben wird („Stigma Reduction“). 60 dieser Kinder sind selbst HIV positiv.

Die Unterstützung ist sowohl moralischer als auch materieller Art (Medizin, Schulgebühren, Lehrmittel, Schuluniformen). 4 Sozialarbeiter sind für diese Aufgabe angestellt und betreuen sowohl die Kinder selbst als auch deren Pflegeeltern.

Zur Finanzierung dieses Programms startete World Unite! 2013 die Social Reality Tour Zanzibar zusammen mit ZASO. Auch bei der Social Reality Tour kannst Du als Freiwilliger/Praktikant bei ZASO mitwirken, schau Dir den entsprechenden Text dazu auf unserer Website an. 

Ein weiteres Programm heißt „ZASO Hope“. Die beiden Schwerpunkte sind „Peer Education“ und Aufklärungs-Theaterprogramme.

Peer Education bedeutet, dass Individuen in bestimmten Themen geschult/trainiert werden und dann die Aufgabe bekommen, ihr dadurch erlangtes Wissen in ihre örtliche Community und Altersgruppe weiterzutragen. Diese „Peers“ sind etwa 17-20 Jahre alt und werden geschult in Themen wie HIV/AIDS, Teenage-Schwangerschaft und damit verbundene Folgen, Drogenmißbrauch, Zwangsehen, Stigmareduzierung von HIV-Infizierten sowie Kinder- und Jugendrechte. Hierfür sind 3 Jugendarbeiter eingestellt, die die Programme ausarbeiten, die Peers schulen und die Weiterkommunikation der Inhalte von den Peers in ihre örtliche Community/Altersgruppe begleiten.   

Bei den Theaterprogrammen handelt es sich um kurze Rollenspiele und Alltagsszenen, die sich mit denselben Themen wie das Peer Education Programm beschäftigen. Eine Gruppe aus 10 Hobby-Schauspielern fährt dazu auf der gesamten Insel regelmäßig in Schulen und Jugendtreffpunkte.

ZASO betreibt 12 Jugendclubs, davon sind 4 in Zanzibar Town und 8 in Dörfern. Diese Jugendclubs werden von Kindern und Jugendlichen aufgesucht, die etwa 9-18 Jahre alt sind. In den Jugendclubs führt ZASO (mittels der Peers) täglich Bildungs- und Aufklärungsarbeit durch. Die Themen beinhalten Gesundheit (HIV/Aids und Malaria), Englisch (hauptsächlich Verbesserung des Sprechens), Leadership/Management, Computer und Gleichstellung der Geschlechter.

ZASO Hope wird finanziert von Hope HIV Südafrika. 

Für das Outreach-Programm akzeptiert ZASO Freiwillige/Praktikanten aus dem Bereich der Sozialarbeit, die „Counselling skills“ besitzen sowie Aktionen planen und umsetzen können, wie die Verteilung von Materialspenden; sowie allgemein in strategischer Planung und Ausarbeitung von Richtlinien mitarbeiten können.

Für die Jugendprogramme werden Freiwillige/Praktikanten gesucht mit Kenntnissen in den Bereich Jugendarbeit und Erziehung. Dazu gehören Tätigkeiten wie:

* Leitung des Englischunterrichts für Kinder und Jugendliche in den Jugendclubs
* Kinderrechte
* Förderung von Jugendlichen, um "Social Reality Tour"-Guides zu werden
* Verwaltungs- und Kommunikationstätigkeiten (Dokumentierung verschiedener ZASO-Veranstaltungen durch Fotos und Berichte für Newsletter, Pflege des Internetauftritts, ZASO Facebook Page, etc.)
* Mitarbeit beim Aufbau der ZASO-Bibliothek für die Englisch-Schüler
* Unterstützung bei verschiedenen Veranstaltungen wie Theateraufführungen und den Monitoring Visits durch „Hope HIV South Africa“
* Fundraising

Einige der Jugendclubs können zu Fuß vom ZASO Office erreicht werden; die in den Dörfern gelegenen sind per öffentlichem Nahverkehr (Daladala) erreichbar (die Fahrtkosten von ca. 0.50-0.75 € sind von Freiwilligen/Praktikanten selbst zu entrichten)

ZANGOC

ZANGOC (Zanzibar NGO Cluster for HIV/AIDS Prevention and Control) ist eine Dachorganisation mit in Sansibar momentan 45 Mitgliedern, von denen ZASO eine ist. Die Themen von ZANGOC und den Mitglieds-NGOs sind HIV, Kinderrechte, Bildung und Jugendentwicklung, Gesundheit (HIV, Malaria, Tuberkulose) und Gleichstellung der Geschlechter.

Es gibt Arbeitsgruppen zu diesen Themenbereichen, an denen Mitarbeiter der verschiedenen NGOs teilnehmen, z.B. das ZANGOC Gender Equality Team (GET).

ZANGOC ist jedoch nicht nur eine Dachorganisation, sondern führt auch eigenständige Aktivitäten durch. Dazu gehört der "Peer Educator Club". 40 Peers im Alter von 15-25 Jahren, die Mitglieder der verschiedenen Mitglieds-NGOs sind, treffen sich dort dreimal wöchentlich für jeweils 2 Sunden, um sich über die zuvor erwähnten Themen auszutauschen. Daneben bieten auch hier Peers Englisch- und Computerunterricht an.

Freiwillige/Praktikanten sollen in der Lage sein, selbst Workshops auszuarbeiten; dabei können sie innerhalb des Themenspektrums von ZANGOC selbst Schwerpunkte wählen. Auch andere Themen sind in Absprache mit ZANGOC denkbar, wenn sie der Jugendentwicklung dienen.

Eine Kombination zwischen ZASO und ZANGOC ist möglich, bzw. gängig. Dabei können dieselben Workshops sowohl im Peer Educator Club von ZANGOC als auch in den ZASO Jugendclubs durchgeführt werden.

In Zanzibar sind 0,6% der Gesamtbevölkerung, 16,0% der IDUs (Injection Drug Users), 12,3% der MSM (Men having sex with men) und 10,8% der weiblichen Prostituierten HIV positiv (Quelle: ZANGOC, 2012).

Untenstehend ein Artikel über ZASO aus dem "ZANGOC Newsletter 2012".


Infobox:

Ort: Sansibar, Tansania

Dauer: Mindestens 1 Monat

Besondere Qualifikation erforderlich: Passendes Studium oder Kenntnisse 

Kosten: Gratis, Sorgenfreipaket für 500 € optional

Unterbringung: Nicht inklusive

Verpflegung: Nicht inklusive

Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets.

Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visa, Arbeitserlaubnis.

Jetzt direkt anmelden! 


ZASO Advocates for the Rights of OVCs in Zanzibar

There are at least 500 orphans registered with NGOs in Zanzibar, and likely more who remain unregistered. These young people, many of whom have been through the psychological trauma of losing one or more parents to AIDS, experience low levels of health outcomes, low rates of educational attainment, and face more obstacles to long-term success in life than the average youth in Zanzibar. In addition to the educational and economic challenges orphans face, they are also one of the most stigmatized groups in the country. The Zanzibar Association for Support of Orphans (ZASO) is one group that is trying to do something about this.

Following research carried out in Zanzibar between 2008 and 2009, it was found that there existed massive violations of children’s rights in Zanzibar, particularly among orphans and vulnerable children (OVCs). The severity of the problems varied by region and between urban and rural settings, but among the issues were forced marriages, early marriage of young women, rape (of both girls and boys), and high rates of truancy and school drop-out. ZASO recognized these issues and sought to address them. In 2009 the NGO, based in Mwanakwerekwe, began an advocacy and outreach program with a specific focus on orphans' rights. Through this program, ZASO supports children’s clubs at local schools and within communities that empower OVCs by educating them about their rights.

“We want children to be able to say, ‘as an OVC or as a child I have this right from government or within my family—the right to life, to protection, to participation’”, says Mr. Juma Chuma Juma, a Program Officer with ZASO. “It is important for OVCs to know their rights…for their development. If you have no education, development can not happen in Zanzibar. We want to invest in children. If you educate a child today, they will be productive tomorrow and contribute to national development.”

ZASO was established in 1996 following the recognition that the number of AIDS orphans in Zanzibar was growing, and that few organizations existed to foster the development of these youth. In addition to the children’s rights program, ZASO has also distributed amongst local orphans basic necessities such as clothes, food and health care provisions.

The overarching vision of ZASO is a Zanzibar in which orphans are no longer stigmatized against, and their mission is to contribute to the well-being of orphans and vulnerable children in Zanzibar and to educate the community about the needs of orphans so that they may live safely and harmoniously within the greater community.

Since ZASO launched their children’s rights campaign in 2009, change has taken place in Zanzibar. Youth report a reduction in such problems as forced marriage and rape (though these are admittedly difficult to accurately measure), and the most recent government statistics reveal a decrease in school drop-out rates and truancy among Zanzibar’s OVC population.

But Mr. Juma says that more needs to be done. “There is still a big problem in Zanzibar with child rights, including rape, child labour, lack of education, and forced and early marriage. We want to have a community free from child rights violations.”