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Seegras-Plantage
 
Frauen auf Seegrasplantage
 
Seegras wird getrocknet
 
Seegras-Trockenmasse
 
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Sozialökonomie, Autonomieförderung

15 Lehrer, darunter 5 Frauen aus der zum Sansibar-Archipel gehörenden Insel Pemba gründeten 1999 die Nichtregierungsorganisation (NGO) JEMUUZA, die sich die drei Schlagworte „Research, Training, Education“ auf die Fahnen geschrieben hat. Gegenstand der Arbeit dieser Organisation sind handfeste Projekte, die direkt bei bedürftigen Menschen ansetzen und deren soziale und ökonomische Stellung verbessern wollen.

Ein Beispiel ist die Arbeit mit den auf den Seegrasplantagen arbeitenden Frauen. Die Frauen bauen in selbständiger Arbeit das Seegras im flachen Meer an und verkaufen die getrocknete Seegrasmasse dann für einen vorgegebenen Kilopreis an das Unternehmen, bei dem die Masse weiterverarbeitet wird. Die Frauen hatten, bevor sich JEMUUZA ihrer annahm keinerlei Vorstellungen, wozu das von ihnen angebaute Seegras verwendet wird und welche Wertschöpfung in der Weiterverarbeitung erzielt wird. Die „Forschung“ in diesem Projekt bestand darin, genau dies herauszufinden. Das von den Frauen angebaute Seegras findet weltweit Verwendung in der Arzneimittel- und Kosmetikherstellung. Auch landet es in Asien etwa für die Sushi-Herstellung als Delikatesse auf dem Tisch. JEMUUZA unterrichtete die Frauen über die genauen Prozesse und gab ihnen Empfehlungen, wie sie ihre Verhandlungsposition im Umgang mit den Seegras kaufenden Unternehmen stärken können, um einen faireren Preis für ihre Arbeit zu erzielen. Außerdem wurden die Frauen in Grundlagen des Wirtschaftens unterrichtet. Ihnen wurde Hilfe geleistet, in den Banken der Hauptstadt Konten anzulegen und es wurde Ihnen allgemein das Selbstvertrauen gestärkt, ihre Arbeit als eine vollwertige und wichtige unternehmerische Tätigkeit anzusehen.

Ein ähnliches Projekt führt die "Uzi Island Seewead Farmer's Association" auf der südlich von Sansibar (Unguja) gelegenden Insel Uzi durch. Hier wird auch ein Bildungszentrum betrieben. Da  bei dieser Tätigkeit hauptsächlich mit örtlichen Frauen gearbeitet wird, werden weibliche Freiwillige hierfür bevorzugt. 

Ein weiteres Projekt, das von JEMUUZA angegangen wird, betrifft das Problem, dass auf Pemba etwa 40% aller schulpflichtigen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen. Die Gründe sind oft finanzieller Natur, da den Familien, obwohl der eigentliche Unterricht kostenfrei ist, dennoch das Geld fehlt, um etwa Stifte, Hefte, Bücher oder den Transport zur Schule bezahlen zu können. Die Kinder und Jugendlichen werden auch in der Landwirtschaft zur Ernährung der Familie gebraucht. Für solche Familien wurden mikroökonomische Konzepte entwickelt und durchgeführt, die es den Kindern ermöglichen, die Schule zu besuchen, und die gleichzeitig das Auskommen der Familien nicht gefährden.

Gesucht werden Praktikanten und Freiwillige, die ergebnisorientierte Nachforschungen anstellen können, die die Interessen und Möglichkeiten von unterprivilegierten Bevölkerungsgruppen analysieren und planen können und die sich pragmatisch für die Rechte dieser Menschen einsetzen. Der Arbeitsplan von JEMUUZA für die Jahre 2007 und 2008, der hier heruntergeladen werden kann umfasst außerdem die Arbeitsbereiche Umwelteraufklärung, HIV/AIDS-Aufklärung und Öko-Farming. Passend sind z.B. Studenten und Absolventen der Politikwissenschaften, der internationalen Entwicklungsarbeit, Sozialökonomie, VWL oder auch Recht. 


 

Infobox: 

Ort: Wete, Pemba Island, Tansania

Dauer: 1 bis 12 Monate

Besondere Kenntnisse erforderlich: Ja 

Kosten: gratis (Sorgenfreipaket für 500 € optional)

Unterbringung: Nicht inklusive

Verpflegung: Nicht inklusive

Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets inklusive.

Nicht inklusive: Anreise nach Pemba Flughafen/Hafen, Krankenversicherung, Visa, Arbeitserlaubnis.

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