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Management & Kleinunternehmertum für Entwicklungs-NGO
Mrs. Ouazna ist eine einfache Frau aus dem Rif-Gebirge, die es wie viele andere Menschen vom Lande bereits vor vielen Jahren in die Stadt Tanger zog. Üblicherweise siedelten sich die Zuwanderer in den Armenvierteln der Städte wie Tanger an, die vor wenigen Jahren noch als „Bidonville“ bezeichnet wurden und in denen slumähnliche Zustände herrschten. Heute existieren solche Viertel kaum noch, sondern sie wurden im Rahmen der Stadtplanung durch richtige Häuser ersetzt. Dabei wird Wert auf soziale Entwicklung und Bildung der Bevölkerung gelegt sowie Bildungs- und Entwicklungsinitiativen der Bürger des Viertels durch Organisationen wie die Mohammed V-Stiftung gefördert.
Das Viertel Bir Chifae hatte vor wenigen Jahren noch einen sehr schlechten Ruf, ist inzwischen jedoch zu einem normalen Wohnviertel geworden, das größte von Tanger. Dennoch ist dort der Anteil von Analphabetismus, geringe Bildung und Arbeitslosigkeit höher als in anderen Stadtteilen und viele Bewohner, die Jobs haben arbeiten im Niedriglohnsektor.
Um ihren Mitbürgern zu helfen, startete Mrs. Ouazna 2002 ihre NGO „ALUAFAE“ (Associacion pour le development et la solidarité). Die Organisation begann sehr einfach in einer Wellblechhütte mit Alphabetisierungskursen und Unterricht im Schneidern, Nähen und Kochen. Nach einiger Zeit zog die Organisation in ein größeres Haus ein und bot nun auch eine Kindertagesstätte, Französischkurse, Nachhilfekurse für Schüler und Computereinführung an. Aufgrund der Bildungsangebote der NGO ist es vielen Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen Bildungsdefizite haben möglich, sich in das staatliche Bildungssystem zu reintegrieren. Viele Frauen des Viertels nehmen an den Kursen im Schneidern und Nähen teil und konnten dadurch eine Arbeitsstelle in den Textilfabriken rund um Tanger finden.
Raumangebot und Ausstattung des aktuellen Hauses stoßen jedoch an ihre Grenzen, aus diesem Grund plant die NGO die Errichtung eines wesentlich größeren Gebäudes im Viertel. Obwohl die Bauarbeiten Anfang 2011 beginnen werden, ist die Finanzierung noch nicht vollständig gedeckt. Die Fortführung des Angebots der NGO hängt von freiwilligen Helfern ab.
Die NGO braucht auf jeden Fall Unterstützung von fähigen Freiwilligen im Bereich strategischer Planung, Finanzen und Projektmanagement, um die Fertigstellung des neuen Gebäudes sicherzustellen sowie das Angebot der NGO vor und nach der Öffnung der neuen Räumlichkeiten fortführen und ausbauen zu können. Für sinnvoll ausgearbeitete Projekte stehen in Marokko durchaus Fördermittel nationaler und internationaler Programme zur Verfügung.
Ein weiterer Bereich, um sowohl der NGO als auch den Bürgerinnen und Bürgern des Viertels eine gewisse Unabhängigkeit von Fördermitteln zu geben wären Initiativen des Kleinunternehmertums. Es steht ALUAFAE ein komplett ausgestatteter Raum mit 30 industriellen elektrischen Nähmaschinen sowie weiteren Maschinen für die Textilbearbeitung zur Verfügung. Dort werden momentan nur Seminare durchgeführt, um die Anwendungen der Maschinen zu unterrichten und Einstellung in Kleiderfabriken zu ermöglichen. Das monatliche Gehalt für eine Vollzeit-Näherin beträgt dort ca. 150-180 Euro im Monat. Die Maschinen könnten auch zur direkten Fabrikation von Kleidung benutzt werden. Dazu müssten Konzepte ausgearbeitet und implementiert werden. Dasselbe trifft auf die voll ausgestattete Küche zu.
Weitere Möglichkeiten des Kleinunternehmertums, die sich an den Ressourcen im Viertel und an Absatzmöglichkeiten orientieren können definiert und umgesetzt werden.
Französischkenntnisse sind für diese Tätigkeit erforderlich.
Infobox:
Ort: Tanger, Marokko
Dauer: ab 3 Wochen
Besondere Erfahrung
erforderlich: ja
Kosten: keine, Abschluss des Sorgenfreipakets
optional
Unterbringung: Nicht beinhaltet
Verpflegung: Nicht beinhaltet
Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner;
bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets
inklusive
Nicht inklusive: Anreise nach Marokko,
Krankenversicherung
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