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Lebensraum-Restauration Mangroven und Korallenriffe

Wegen der besonderen Strömungssysteme entlang der Ostafrikanischen Küste sind die Korallenriffe um die verschiedenen zu Sansibar gehörenden Inseln besonders reichhaltig an Lebensformen. Neuere biologische Untersuchungen an den Riffen haben angezeigt, dass sich deren Zustand im Vergleich zu dem, was sie einst waren deutlich verschlechtert hat. Die Ökosysteme haben deutlich unter dem Eingriff des Menschen gelitten. Besonders schädlich sind zerstörerische Fischereimethoden wie Dynamitfischen, das Benutzen von Netzen, die entlang der Korallen geschleift werden und diese abreißen, der Einsatz von feinmaschigen Netzen und Überfischung, das Abtragen von lebendigen Korallen als Zementersatz für den Hausbau und als Touristensouvenirs, sowie das ungereinigte Einleiten von Abwässern und Abfällen durch die wachsende Bevölkerung entlang der Küsten. Der außergewöhnlich starke El Niño von 1998, eine Folge des Klimawandels, verursachte einen Anstieg der Wassertemperaturen um Sansibar auf bis zu 32 Grad. Diese hohen Wassertemperaturen riefen eine Massenschädigung an den Korallen hervor (das so genannte „Coral Bleaching“), das es noch heute den Korallen deutlich erschwert, sich von den durch den Menschen verursachten Schäden selbst regenerieren zu können. Die Lebensgrundlage von 16% der Küstenbewohner ist gefährdet, wenn sich der Zustand der Korallenriffe weiter verschlechtern sollte. Aus diesem Grund untersucht ein Forschungsprojekt die Durchführung von Korallenriff-Restaurationen. In Experimenten wird die großflächige Wiederansiedlung von Korallen auf künstlichen Substraten untersucht.

Simultan wird an Möglichkeiten zur Aufforstung zerstörter Mangrovenwälder geforscht, deren Existenz ebenso in Gefahr ist. Gründe hierfür sind Umweltverschmutzung, das Abholzen der Mangroven zur Brennholz- und Holzkohlegewinnung und als Baumaterialien, sowie die Umfunktionierung der Mangrovenwälder zu Fischteichen, Salzminen, für die Landwirtschaft oder als Häfen.

Die regelmäßige Untersuchung von Fischpopulationen, um daraus Daten zu gewinnen, die für die Fangraten und sozioökonomischen Aspekte der Fischerei benötigt werden, sind weiterer Gegenstand dieses Praktikums, ebenso wie Forschungsprojekte, die Meeresbewohner wie Delphine, Molluskeln und Seegurken erkunden.

Das Praktikum richtet sich an Studenten passender Fachrichtungen wie Biologie, Ökologie, Umwelttechnik etc. Es besteht auch die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit diesen Projekten Forschungsarbeiten wie BA, MA und PhD-Dissertationen durchzuführen.


Infobox:

Ort: Zanzibar, Tansania

Dauer: nach Absprache

Besondere Qualifikation erforderlich: Ja 

Kosten: gratis (Sorgenfreipaket für 500 € optional)

Unterbringung: Nicht inklusive

Verpflegung: Nicht inklusive

Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets inklusive

Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visa, Arbeitserlaubnis.

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