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KIWODEA Moshi
 
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Sozial- und Entwicklungsarbeit mit Frauen am Kilimanjaro

Hier bei kooperieren wir mit mehreren Einrichtungen.

Good Hope Women’s Group ist im Stadtteil Majengo tätig, einem eher ärmeren Stadtteil von Moshi Town. Viele Kinder gehen dort nicht in die staatliche Schule. Zwar fallen keine offiziellen Schulgebühren für die staatlichen Schulen an, aber viele Eltern können sich nicht die Nebenkosten leisten wie Schuluniform, Hefte, Stifte usw., außerdem müssen die Kinder Erwerbstätigkeiten nachgehen, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. In vielen Familien gibt es zudem HIV-Patienten, was die finanzielle und strukturelle Lage der Familien zusätzlich belastet. Good Hope setzt auf die drei Bereiche a) Healthcare meetings, bei denen es um Unterstützung der HIV-Patienten geht, etwa um moralische Unterstützung, Versorgung mit Antiretroviralmedikamenten, Behandlung und Vorbeugung von opportunistischen Infektionen, Hygiene, Ernährung usw.; b) Business meetings, bei denen es darum geht, die finanzielle Situation der Familien durch Kleinerwerbstätigkeiten zu verbessern, wobei inhaltliche Ideen entwickelt und umgesetzt sowie einkommensgenerierende Fähigkeiten trainiert/geschult werden werden und Mikrokredite vergeben werden; c) Bildung für die Kinder.

Die Gruppe, die aus der Jipe Moyo Women’s Group hervor ging hat ein Gebäude gemietet mit zwei Räumen, wobei eines als Klassenzimmer für etwa 30 Kinder benutzt wird, die von 2 einheimischen freiwilligen Lehrern sowie einer der vier Direktorinnen unterrichtet werden; das andere Zimmer ist der Meeting-Raum für die Frauen, in denen die Healthcare und Business Meetings durchgeführt werden. Außerdem führen die Sozialarbeiterinnen Hausbesuche bei den Familien durch. Die Haupttätigkeit der Frauen zur Einkommensgenerierung besteht aus dem Nähen von Taschen und Kleidung. Hühnerzucht wird in Kürze gestartet.

Praktikanten und Freiwillige aus dem Bereich Sozialarbeit, Erziehung, Pflege oder Ökonomie sind bei allen diesen Bereichen dabei und können ihre Schwerpunkte nach Interesse bzw. Anforderungen der Hochschule setzen. 

KIWODEA (Kilimanjaro Women Development Association) ist ein Zentrum in Moshi/Kilimanjaro, in dem Frauen aus ländlichen Regionen in Kenntnissen ausgebildet werden, mit denen sie Einkommen erzielen können und dadurch die Lebenssituation ihrer Familien verbessern können. Die Frauen gehen dann zurück in ihre Dörfer und teilen das Erlernte weiteren Frauen mit (Training of Trainers). Dabei erhalten sie weitere Unterstützung von KIWODEA.

Die Frauen lernen etwa die Herstellung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen (z.B. Beerenwein, getrocknete Pilze), Handarbeit (Matten, Körbe, Souvenirs) und Kleidung. Das besondere an KIWODEA ist, dass sie dabei Nischen abdecken, die sonst niemand entdeckt hat und mit denen man ein höheres Einkommen erzielen kann als mit den üblichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die jeder anbaut. Die Tansanier essen beispielsweise überhaupt keine Pilze, aus diesem Grund baut auch kaum niemand diese an. Jedoch besteht Nachfrage von in Tansania lebenden Ausländern sowie von den Touristenrestaurants. Da die KIWODEA-Frauen die einzigen sind, die im Kilimanjaro-Raum Pilze anbauen, können sie damit ein höheres Einkommen erzielen als etwa mit Tomaten, Bananen oder Mangos, mit denen der Markt ganzjährig überschwemmt ist. Auch werden die Frauen darin unterrichtet, etwa durch Konservierung oder Trocknen Früchte und Gemüse haltbar zu machen, um saisonal unabhängig zu sein.

Auch im Bereich Handarbeit und Kleidung sind die KIWODEA-Frauen kreativer als andere Produzenten und haben schon oft den Preis gewonnen für die interessantesten Produkte, der jährlich auf einer Handarbeitsmesse in Dar-es-Salaam vergeben wird, an der KIWODEA immer teilnimmt.

Bei KIWODEA arbeiten Sozialarbeiter, die die Situation von ländlichen Frauen und Familien, deren Bildung und Fähigkeiten analysieren und dann planen, welche einkommenserzielende Tätigkeit die Frauen erlernen können. Die Leiterin von KIWODEA in Moshi/Kilimanjaro, Frau Nancy Tesha ist sehr gebildet und hat Uni-Abschlüsse als Soziologin, als Kinderpsychologin sowie einen Master in Community Economic Development.

Im KIWODEA-Zentrum in Moshi gibt es zudem einen Kindergarten, in dem die Kinder betreut werden, während die Mütter etwas lernen. Der Kindergarten wird zudem von Kindern aus der Nachbarschaft aufgesucht. Außerdem gibt es eine kleine Bibliothek, einen Raum für Physiotherapie, eine Lehrküche und einen kleinen Shop mit den Produkten, die die Mitglieder erzeugen.

Freiwillige und Praktikanten können in allen Bereichen mitwirken. Wer fachlich passende Kenntnisse hat, der er/sie den Frauen vermitteln kann, kann dies gerne tun. Gesucht werden Freiwillige, die die Frauen bei Vermarktung und Vertrieb der Produkte unterstützen können. Aber auch für Sozialarbeit und im Kindergarten ist ein Einsatz möglich.

Die Minjeni Frauengruppe wurde 2005 von Frau Romana Olomi gegründet, einer Sozialarbeiterin aus dem Dorf Shimbwe am Kilimanjaro. Kürzlich wurden die Aktivitäten der Frauengruppe auf den Stadtteil Rau von Moshi ausgeweitet, wo sich jetzt das Büro von Minjeni befindet. Laut Romana profitieren momentan etwa 1000 Personen von der Arbeit von Minjeni.

Frauen können Mitglied von Minjeni werden und an verschiedenen Projekten teilnehmen, die Minjeni durchführt. Dabei werden sie von anderen Mitgliedern geschult und haben Zugang zu Geldmitteln. Es gibt bei Minjeni 5 Abteilungen: Verwaltung und Finanzen; Gesundheitserziehung und mobile Pflege; Waisen und sorgebedürftige Kinder; Frauen- und Witwen; sowie einkommenserzeugende Aktivitäten.

Dreimal wöchentlich finden in den Dörfern Außeneinsätze statt. Die Aktivitäten, die durchgeführt werden beinhalten:

* Waisenkinder, die bei Pflegefamilien leben werden besucht und unterstützt. Dieses Programm funktioniert gut, dennoch plant Minjeni die Errichtung und den Betrieb einer eigenen Tagesstätte für Waisenkinder zur Entlastung der Pflegefamilen.
* Im Bereich Gesundheitserziehung und mobile Pflege wird die Bevölkerung über Ernährung und HIV/AIDS aufgeklärt sowie Blutdruck und Blutzuckermessungen vorgenommen. Einige Ärzte der örtlichen Krankenhäuser nehmen freiwillig daran teil.
* Frauen und Witwen werden über Themen aufgeklärt, die für sie relevant sind, wie häusliche Gewalt, Drogen & Alkohol, Erbrecht, Besitzrecht etc. Dabei kooperiert Minjeni mit Organisationen, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben wie KWIECO (Rechtsberatung), KIWAKKUKI (HIV) und NAFGEM (weibliche Genitalverstümmelung).
* Im Bereich einkommensgenerierender Aktivitäten werden Mitglieder darin geschult, wie sie die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Dörfern produktiv einsetzen können, etwa Anbau und Ernte von Nutzpflanzen, Hühnerfarm in Shimbwe Village, Ziegenmilch, Saatgutproduktion, Näherei.

Ein Einsatz ist an 5 Tagen pro Woche möglich - 3 Tage pro Woche Außeneinsätze und 2 Tage pro Woche Bürotätigkeiten. Diese Organisation eignet sich besonders für Freiwilligentätigkeiten und Praktika aus dem Bereich soziale Arbeit.
 


Infobox:

Ort: Moshi/Kilimanjaro, Tansania

Dauer: mind. 1 Monat

Kenntnisse erforderlich: nein

Kosten: Keine; Sorgenfreipaket optional

Unterbringung: Nicht beinhaltet

Verpflegung: Nicht beinhaltet

Inklusive: Vermittlung; bei Abschluss des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets

Nicht inklusive: Anreise nach Tansania, Krankenversicherung, Visum, Arbeitserlaubnis

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