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Kindergarten und Kinderkrippe in Marokko
Wir bieten momentan in zwei Einrichtungen in Tanger/Marokko Praktika und Freiwilligeneinsätze mit kleinen Kindern an.
In der Kinderkrippe von Tanger leben 40 Kinder von 0 bis 11 Jahre, die darauf warten, adoptiert zu werden. Darunter sind 4 autistische Kinder, die 24 Stunden Aufmerksamkeit erfordern sowie 2 Kinder mit Hydrocephalus und eine handvoll Kinder mit anderen Behinderungen. Die meisten Kinder leben seit ihrer Geburt in der Kinderkrippe. Der Grund in den meisten Fällen ist, dass es sich um Kinder von unverheirateten Müttern handelt, was in der marokkanischen Gesellschaft ein Tabu ist. Einige wenige Kinder sind älter und erst später in die Krippe gestoßen, dabei handelt es sich um Sozialfälle.
Es gibt genügend Familien, die ein Kind adoptieren wollen - zeitlich verzögert sich eine Adoption jedoch oft lange, bis alle Formalitäten geklärt sind. Jungs bleiben oft länger in der Krippe, da Mädchen bei Adoptionen beliebter sind. Die behinderten Kinder finden selten eine Adoptivfamilie. Die meisten Adoptiveltern kommen aus Marokko und Spanien, wobei laut der Gesetze Marokkos alle Adoptiveltern islamischer Religion sein müssen.
Die Aufgabe der Freiwilligen besteht darin, den Kindern Liebe und Aufmerksamkeit zu geben; den Babies die Flasche zu reichen und sie zu wickeln, einfache Themen zu Unterrichten, mit den Kids zu malen und spielen.
Der Tagesablauf der Kinder sieht normalerweise folgendermaßen aus: Die Kinder stehen um 5 Uhr morgens auf, duschen dann und ziehen sich an. Nach dem Frühstück verlassen sie um 7:30 die Krippe, um in die Schule zu gehen. Die autistischen Kinder werden von einem begleiteten Spezialbus abgeholt. Die kleineren Kinder bleiben im Zentrum und die Freiwilligen spielen dort mit ihnen. Im Sommer (ab 15. Mai) schwimmen sie in einem Swimming Pool im Hof des Zentrums. Nach dem Schwimmen duschen sie erneut und essen dann zu Mittag. Gegen 14:30 halten sie Siesta bis ca. 17 Uhr. Gegen 15 Uhr kommen die Schulkinder von der Schule zurück. Nach der Siesta spielen die kleinen Kinder erneut und die älteren Kinder machen ihre Hausaufgaben. Für die 24-Stunden-Betreuung der autistischen Kinder können Freiwillige auf einer Bank im Zentrum schlafen.
Kurzzeitaufenthalte ab einer Woche sind möglich, da sich die Kinder
daran gewöhnen müssen, einmal die Kinderkrippe und die Bezugspersonen
dort verlassen zu müssen.
Ein Erfahrungsbericht von Katharina am Ende dieser Seite (herunterscrollen).
Im Kindergarten und Wohnheim für alleinerziehende Mütter der barmherzigen Schwestern von Kalkutta in der Altstadt von Tanger wohnen 20 alleinerziehende Mütter mit ihren Kleinkindern von 0 bis 2 Jahren.
In verschiedenen Räumen können die Kinder mit ihren Müttern und den Nonnen sowie Freiwilligen spielen. Täglich von 8-16 Uhr bringen ungefähr 10 weitere alleinerziehende Mütter ihre Kinder vorbei. Zudem steht jeden Mittwoch das Haus Straßenkindern offen, die dort gewaschen werden und spielen können.
Freiwillige beschäftigen sich mit den Kindern, Müttern und Straßenkindern.
Infobox:
Ort: Tanger, Marokko
Dauer: ab 4 Wochen*
Besondere Erfahrung erforderlich: nein
Kosten: keine, Abschluss des Sorgenfreipakets optional
Unterbringung: Nicht beinhaltet
Verpflegung: Nicht beinhaltet
Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets
gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets inklusive
Nicht inklusive: Anreise nach Marokko, Krankenversicherung
Jetzt direkt anmelden/Interesse bekunden
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* Diese Tätigkeit ist auch als 1-3 Wochen "Voluntourism-Hopping"
möglich.
Erfahrungsbereicht von Katharina aus Koblenz:
Tanger war wirklich eine tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall vergessen werde und auch nicht mehr missen will.
An meinem 1. Arbeitstag hat Fenna mich zum Kinderheim La Creche begleitet, mir alles gezeigt und mich vorgestellt. Sie hat mir die verschiedenen Bereiche gezeigt und mir gesagt, welche Aufgaben auf mich zukommen. Ich habe mich dann dafür entschieden, bei den Babys zwischen einem halben Jahr und eineinhalb Jahren zu bleiben (es gibt auch noch ein Zimmer mit den ganz kleinen Babys und in der unteren Etage wohnen 10 Kinder über 4 Jahren, einige mit Behinderung), denn meiner Meinung nach brauchen die Kinder in diesem Alter besonders viel Aufmerksamkeit bezüglich der Entwicklung.
Da ich 2 Monate in La Creche gearbeitet habe, konnte ich die Entwicklung dann auch sehr schön beobachten und es war toll, die ersten Schritte einiger Kinder zu beobachten und die Fortschritte zu sehen, die sie gemacht haben. Ich habe mich dazu entschieden 5 Tage die Woche zu kommen, jeweils morgens und abends. Die Frauen von la Creche sind da aber völlig offen, wenn man mehr oder weniger arbeiten möchte, jeder ist herzlich willkommen. Ich wurde von den Frauen toll aufgenommen und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Besonders toll war, dass ich an dem Schlachtfest (Aid) eingeladen wurde mitzuessen und ein bisschen zu feiern. Ein toller Einblick in das marokkanische Leben.
Tanger ist auch eine wundervolle Stadt, in der ich mich absolut wohl gefühlt habe, auch als Frau alleine :) Ich bin jeden Tag in der Mittagspause spazieren gegangen, habe mich treiben lassen in den vielen verwinkelten Gässchen und das Flair genossen. Natürlich kamen die einen oder anderen Sprüche, die alle (weiblichen) Touristen abbekommen, aber die blendet man mit der Zeit aus, und zu aufdringlich war auch keiner.
Neben Tanger, das ich ja relativ gut kennen gelernt habe, habe ich an den Wochenenden einige Ausflüge gemacht, z.B. auch nach Asilah, Chefchaouen und Tetouan, und am Ende meines Aufenthalts eine größere Reise nach Meknes, Moulay Idriss, Volubilis und Fes, alles tolle Orte, jeder mit seinem eigenen Charme :)
Die Betreuung vor Ort durch Fenna und World Unite fand ich gut, Fenna ist eine sehr nette Frau und die Wohnung ist schön bzw. eher zweckmäßig :) mit ein bisschen Dekokram auch wohnlich eingerichtet.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt und würde jeder Zeit wieder mit World Unite verreisen und Freiwilligenarbeit zu leisten – eine tolle Erfahrung, die ich nicht mehr hergeben möchte.
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