Entbindungsklinik Sansibar
Das Mwembeladu Hospital ist eine staatliche Klinik auf Sansibar, die nur auf Mutterschaft und Entbindungen spezialisiert ist.
Es gibt die Stationen Ante-Natal (vorgeburtlich) sowie die eigentliche Geburtenstation mit Post-Natal (nachgeburtliche Betreuung).
In der Ante-Natal-Abteilung gibt es neben Ultraschall und medizinischer Vorsorgeuntersuchung auch Schwangerschaftsberatung, Beratung zur Familienplanung und HIV-Tests.
In der Geburtenstation existieren verschiedene Liegesäle, Behandlungszimmer sowie ein neuer OP, der zwar mit moderner Ausstattung versehen ist, aber noch nicht in Betrieb genommen wurde. Operationen, die mit Schwangerschaft in Verbindung stehen werden momentan noch im Hauptkrankenhaus Mnazi Mmoja durchgeführt, die Patientinnen bleiben dann aber stationär in Mwembeladu.
Innerhalb von 3 Monaten (Quartal April bis Juni 2010) wurden bei Mwembeladu Hospital 1390 verschiedene Frauen eingelassen, die insgesamt 1398 Geburten hatten. Davon verliefen 1339 Geburten "normal" ohne Probleme.
Von den Kindern waren 704 weiblich, 679 männlich. Es gab 23 Mehrlingsgeburten. 102 Mütter waren über 35, 35 Mütter unter 20. 91 Kinder wogen unter 2.5 kg. 3 Mütter waren HIV positiv (von 85 getesteten), davon waren alle 3 Kinder HIV positiv.
In Mwembeladu Hospital sind Famulaturen sowie Praktika im Bereich Geburtshilfe/Hebamme möglich. Die Standard-Gebühren für die sansibarischen staatlichen Krankenhäuser fallen an (wie bei Mnazi Mmoja Hospital).
Es ist auch möglich, Famulaturen und Praktika in Mnazi Mmoja und Mwembeladu zu kombinieren.
Infobox:
Ort: Sansibar, Tansania
Dauer: Für qualifizierte Fachkräfte: nach Absprache; für
Studierende der Medizin: 1 Woche bis 12 Monate*
Besondere Qualifikation
erforderlich: Ja/Nein
Wenn Famulaturplätze verfügbar
sind können auch Praktikanten angenommen werden, die noch nicht Medizin
studieren oder ihre Ausbildung angefangen haben (Vorpraktikum).
Kosten: Im Allgemeinen fällt bei den staatlichen
Krankenhäusern für ausländische Studierende und Freiwillige eine wöchentliche
Gebühr in Höhe von 75 USD an, die direkt dem Bedarf des Krankenhauses
zu Gute kommt. Der Betrieb des Krankenhauses finanziert sich zu einem großen
Teil durch diese Gelder der Famulaturstudierenden. Der Betrag muss zu Beginn in
bar vor Ort für die gesamte Aufenthaltsdauer entrichtet werden. Bei
qualifizierten Fachkräften wird im Einzelfall entschieden, ob von der
Entrichtung der Gebühr abgesehen wird.
Aufgrund der Bürokratie und zeitaufwändigen Kommunikation mit
den staatlichen Krankenhäusern bzw. der Gesundheitsbehörde müssen wir für
Famulaturstudierende den Abschluss des Sorgenfreipakets entgegen unserer
Philosophie, die reine Anfrage bzw. Vermittlung kostenfrei anzubieten, leider
verpflichtend machen. Da hier je nach Tätigkeitsdauer bezüglich der richtigen
Permit unterschiedlicher Aufwand für uns entsteht, sehen die Preise für das
Sorgenfreipaket folgendermaßen aus:
Famulatur bei staatlichen Krankenhäusern unter 90 Tage: 250
Euro; 3-12 Monate: 500 Euro. Medizinische Fachkräfte: 500
Euro.
Für qualifizierte Fachkräfte, die nur wenige Tage zu Besuch
kommen (und keine Genehmigungen benötigen), um z.B. an Screenings teilzunehmen
oder sansibarisches Personal zu schulen fallen unsererseits keine Kosten an -
gerne vermitteln wir hier unentgeltlich.
Für Medizinstudierende und Doktoranten, die Forschungsarbeiten
durchführen wollen ist eine zusätzliche Research Permit sowie einen zugeordneten
Betreuer von Mnazi Mmoja erforderlich - hierfür fallen zusätzliche Kosten an.
Die Preise des Sorgenfreipakets sind unabhängig von und
beinhalten nicht die offiziellen Gebühren, die vom Gesundheitsministerium
erhoben wird.
Unterbringung: Nicht inklusive
Verpflegung: Nicht inklusive
Inklusive: Vermittlung von Projekt &
Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets Leistungsumfang des
besonderen Sorgenfreipakets für die staatlichen Krankenhäuser.
Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visa,
Arbeitserlaubnis.
Jetzt direkt
anmelden!
* Famulaturen, Praktika und Freiwilligeneinsätze bei Mnazi Mmoja sind auch
möglich ab einer Woche Dauer im Rahmen von Voluntourism und
Voluntourism
Hopping.
|