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Aufklärung Drogenmissbrauch und Betreuung von Opfern von Drogenmissbrauch
Die Organisation "Man Alive Outreach Network" (MANO) ist in der Kilimanjaro-Region Moshi/Tanzania tätig und beschäftigt sich mit der Aufklärungsarbeit und Betreuung von Opfern aus den Bereichen Drogenmissbrauch, AIDS/HIV und Prostitution.
Das Fehlen von Jobs hat zum Ergebnis, dass viele Jugendliche keine Perspektive sehen und in ihrer großzügig bemessenen Freizeit Drogen konsumieren. Während das Einstiegsalter vor wenigen Jahren bei etwa 12-14 Jahren lag, werden die Drogenkonsumenten nun immer jünger.
Schon eine nicht unerhebliche Zahl von Grundschülern konsumiert regelmäßig Marihuana oder inhaliert chemische Substanzen. Secondary Schools sind ein Hauptumschlagsplatz für Drogen inklusive harter Drogen.
Die offizielle Aidsrate in Tansania liegt bei fast 9%, wobei vermutet wird, dass diese in bestimmten Regionen und bei bestimmten Bevölkerungsgruppen noch wesentlich höher liegt.
Besonders bei der ländlichen Bevolkerung
Tansanias ist Wissen über AIDS/HIV nahezu nicht vorhanden und allerlei Irrglauben tragen dazu
bei, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet.
In den Städten wird AIDS oft über Prostitution verbreitet. Schätzungen zufolge sind mehr als die Hälfte aller Prostituierten an HIV erkrankt. Die Zahl der Prostituierten steigt, da viele junge Frauen diese Beschäftigung als einzige Möglichkeit sehen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und gleichzeitig haben viele arbeitslose Männer so viel Freizeit, dass sie diese in Gesellschaft von Prostituierten verbringen.
Zur Verbesserung dieser sozialer Missstände besteht die Arbeit von MANO in folgenden Aktivitäten:
1. HIV/AIDS
a) Beratung und Aufklärung über AIDS/HIV, besonders in ländlichen Gebieten
b) Stärkung der Rechte von Frauen
c) Mentale Betreuung von an AIDS Erkrankten
d) Materielle und moralische Unterstützung von AIDS-Waisen
2. Drogenmissbrauch
a) Identifizierung von Gründen, warum Jugendliche Drogen konsumieren
b) Zusammenarbeit mit Schulen zur Drogenaufklärung
c) Beratung von Drogenopfern und ihnen Perspektiven für ein Leben ohne Drogen aufzuzeigen
3. Prostitution
a) Identifizierung von Gründen, warum Frauen als Prostituierte arbeiten und warum Freier diese aufsuchen
b) AIDS-Aufklärung für Prostituierte
c) Prostituierten alternative Erwebsmöglichkeiten aufzuzeigen
MANO ist eine Mantel-NGO, die mit vielen anderen NGOs und lokalen
Initiativen kooperiert. Sie wird geleitet von Gabriel, einem Sozialarbeiter, der die Tätigkeit ohne finanzielle Interessen aus purer Überzeugtheit durchführt. Er ist in permanentem Kontakt zu einer großen Zahl von Initiativen im gesamten Kilimanjaro-Raum und kennt deren Bedürfnisse genau. Er wird Dich als Freiwillige(n) oder Praktikant(in) vermutlich direkt in eine oder mehrere dieser Initiative platzieren und steht aber weiterhin mit Rat und Tat für Dich bereit.
Ein Beispiel für so eine Initiative ist die Jipe Mojo Frauengruppe. Jipe Mojo wurde im November 2007 gegründet. Zu Beginn noch mit 15 Mitgliedern wuchs sie bis heute auf 32 Personen an (28 Frauen und 4 Männer). Das erste Anliegen der Gruppe ist es, Menschen, die mit HIV/AIDS leben, aufzuklären. Außerdem gilt als Ziel, ihnen Hilfestellungen in ihren Lebenslagen zu geben und aufzuzeigen, dass man trotz der schwierigen Situationen ein Leben mit Hoffnung leben kann. Zweimal in der Woche treffen sich die Mitglieder, um miteinander zu sprechen, sich auszutauschen, zu beraten, aufzuklären und sich gegenseitig Mut zu machen. Jeden Morgen findet ein von der Gruppe organisierter Englischunterricht statt, an dem Frauen sowie Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht zur Schule gehen, teilnehmen. Des Weiteren führen einige Mitglieder mehrmals pro Woche Hausbesuche durch. Sie besuchen kranke Mitglieder der Gruppe - sowie kranke hilfsbedürftige Menschen, die nicht in der Gruppe sind - um ihnen zu helfen und sie zu beraten.
Um die finanzielle Situation der Gruppe zu verbessern, wurde ein Hühnerprojekt gestartet, bei welchem Hühner großgezogen werden sowie Futter verkauft wird. Im September 2009 startete unsere Freiwilliger Jan dort das Matumaini Projekt (= Hoffnung). Er schrieb einen Artikel über die Frauen für seine Regionalzeitung in Deutschland und bat darin um Spenden. Dabei kam einiges zusammen und er gab jeder der Frauen ein Startkapital (so ca. 50 € pro Frau), um ein eigenes Vorhaben beginnen zu können, das Geld für die täglichen Bedürfnisse erwirtschaften kann. Die meisten Frauen kauften Waren (Essen, Kleider, Schuhe…) auf dem Großmarkt und verkauften diese dann gewinnbringend bei sich im Viertel weiter und starteten so ihr einkommenerzielendes Mini-Geschäft.
Freiwillige und Praktikanten mit Eigeninitiative und Ideen sind sehr willkommen, sich für MANO und die damit in Zusammenhang stehenden örtlichen Initiativen einzubringen.
Infobox:
Ort: Moshi, Tansania
Dauer: 1 - 12 Monate
Besondere Qualifikation
erforderlich: Eigeninitiative
Kosten: gratis (Sorgenfreipaket für 500 € optional)
Unterbringung: Nicht inklusive
Verpflegung: Nicht inklusive
Inklusive: Vermittlung von Projekt &
Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des
Sorgenfreipakets inklusive
Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung, Visa,
Arbeitserlaubnis.
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