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Arbeit mit Beduinenfrauen in der Negev-Wüste

Die Beduinen sind ein ursprüngliches Volk der israelischen Negev-Wüste, deren nur Teilrechte zugestanden werden und deren bedrohliche Lage immer überschattet wird vom Israeli-Palestina-Konflikt. Obwohl die Beduinen Steuern zahlen müssen und in die Armee berufen werden, erhalten ihre Siedlungen von der Regierung keinen Anschluss an Wasser- und Abwassersysteme oder sonstige Infrastruktur. Das Programm der NGO "BUSTAN" hat das Ziel, die Lebensumstände der El Hawashla-Beduinen zu verbessern, von denen etwa 3500 in Qasr A-Sir leben in der israelischen Negev-Wüste. Obwohl die Siedlung seit mehr als 10 Jahren als Beduinendorf anerkannt ist wurde noch keinerlei Entwicklung gestartet und die Menschen leben in temporären Häusern ohne Anschluss an Wasser, Abwasser und Strom. Bustan will Unterbringungen erschaffen, die für die Beduinen am passensten sind. Daneben sollen ihre Würde, Selbstverständnis und traditionellen Lebensformen bewahrt bleiben. Dialoge sollen geführt werden zwischen Beduinen, Palästinensern, Israelis und Personen aus aller Welt. Durch fassbare Konzepte wie Ökologie, Nahrungsmittelproduktion, Sicherheit und Umweltschutz sollen in einer politisch neutralen Zone kulturelle, politische und religiöse Spaltungen überwunden werden.

Bustan arbeitet mit den Beduinen-Frauen im Bereich des Empowerments. Dabei handelt es sich um das erste solche Projekt in der Negev-Wüste. Das Ziel des Projekts ist zum einen die finanzielle Lage der Frauen im Dorf durch Geschäftsaktivitäten zu verbessen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken, und zum anderen sie in den Bereichen Gesundheit und Umwelt zu bilden, etwa in ausgewogener Ernährung. Professionelle Trainer leiten die Frauen an und begleiten sie, damit ihre Geschäftsaktivitäten erfolgreich sind und achten dabei ständig auf Aspekte, die für die Frauen und die Dorfgesellschaft wichtig sind wie Familiengesundheit, Bildung und die Stellung der Frau in der heutigen Beduinengesellschaft.

Unter Anleitung von Mariyam Abu Ragig, der Gründerin der Biofarm "Daughter of the desert" wurden drei Frauengruppen gestartet, die gerade mit ihren Geschäftsaktivitäten anfangen: Eine Gruppe hat einen Nähmaschinenkurs absolviert und näht nun traditionelle Gewänder, die verkauft werden. Eine weitere Frauengruppe betreibt einen ökologischen Gemüsegarten, dessen Gemüse an die Kochgruppe verkauft wird, die das Gemeindezentrum Eco Khan sowie Dorffeste bewirtschaftet.

Du kannst als Praktikantin/Freiwillige sowohl fachlich mitarbeiten (Nähen, Gartenbau, Kochen); das Projekt eignet sich aber auch für ethnologische Feldforschungsarbeiten sowie für Soziologen und Politologen, die während ihrer Arbeit mit den Frauen deren Stellung innerhalb des Stammes und ihre veränderte Rolle durch die neuen Arten des Einkommenserwerbs erforschen können.


Infobox:

Ort: Qasr A-Sir, Israel

Dauer: ab 1 Monat

Besondere Erfahrung erforderlich: nein

Kosten: Sorgenfreipaket 250 €

Unterbringung: im Eco Khan für 800 Shekel/Monat, ohne Verpflegung. Freiwillige/Praktikanten können dort kochen.

Verpflegung: nicht beinhaltet

Anreise: Das Dorf ist leicht mit dem Bus (20 Minuten) von Be'er Sheva zu erreichen. Es gibt auch Sammeltaxis. Von Tel Aviv nach Be'er Sheva fahren den ganzen Tag Busse und Züge (1.5 Stunden).  Die Kosten von Tel Aviv ca. 15 Euro. Man kann also gut auch mal am Wochenende nach Tel Aviv (90 min) oder Jerusalem (2 Stunden) fahren. Und das Meer ist auch nicht weit.

Nicht inklusive: Anreise, Krankenversicherung

Jetzt direkt anmelden/Interesse bekunden 


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