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Altersheim „Sociedad San Vicente de Paul“

Das Altersheim liegt in Sutiava, einer alten indianischen Siedlung, die heute Teil der Stadt León ist. Es wird betrieben von katholischen Schwestern. Etwa 70 ältere Mitbürger leben in dem Zentrum. Männer und Frauen leben in getrennten Bereichen, außerdem wird unterschieden zwischen weitgehend selbständigen Bewohnern und solchen, die permanente Pflege bedürfen.

In der Gesellschaft von Nicaragua ist es eigentlich üblich, dass ältere Menschen von ihren Familien aufgenommen und gepflegt werden. Aus diesem Grund gibt es keine staatlichen Altersheime – im Grunde gibt es im gesamten Land fast überhaupt keine Altersheime. Darum bildet die „Sociedad San Vicente de Paul“ eine Ausnahme – die Rentner, die hier wohnen wurden entweder von ihren Familien verstoßen oder die Familie sahen sich nicht instande, sich ausreichend um ihre ältere Generation kümmern zu können.

Obwohl die räumlichen Gegebenheiten beschränkt sind, wird kein älterer Mensch, der in das Zentrum einziehen will von den Nonnen abgelehnt. Dennoch ist das Gebäude in erstaunlich gutem Zustand – sauber und mit attraktiven Patio-Gärten. 2001 wurde es renoviert. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind sehr beschränkt sind und die Nonnen müssen täglich zum Betteln auf den Markt, um die tägliche Nahrung für die Rentner zusammentragen zu können.

Das Gelände besteht aus der Kirche, dem Speisesaal sowie seitlich davon den beiden Schlafsälen für Männer und Frauen. In dem Zentrum arbeiten 3 Nonnen sowie zwei angestellte Altenpflegerinnen. Ein Arzt kommt freiwillig und unentgeltlich täglich vorbei, um Fälle von Krankheit zu behandeln. Daneben gibt es etwa 17 Personen aus León, die freiwillig und unentgeltlich in ihrer Freizeit mithelfen, etwa in der Essenszubereitung, Putzen oder Gartenpflege. Aufgrund des Mangels an finanziellen Mitteln können die drei Nonnen kein weiteres ausgebildetes Personal einstellen, obwohl dies dringend erforderlich ist, besonders im Bereich Altenpflege. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich ist derzeit zu gering, um den Heimbewohnern eine angemessene Betreuung gewährleisten zu können.

Das Leben im Altersheim sieht folgendermaßen aus: Gegen 6 Uhr morgens werden die Bewohner gewaschen, gegen 7:30 gehen sie in den Gottesdienst. Um 8 Uhr gibt es Frühstück, der Arzt kommt um halb 9 vorbei. Um 9:30 nehmen die Renter einen kleinen Snack ein, das Mittagessen gibt es um halb 12. Gegen halb 4 wird bereits das Abendessen serviert, da das Personal um 17 Uhr nach Hause geht. Ab ca. 16 Uhr schauen alle Rentner dann Fernsehen bis um 21 Uhr, wenn Bettzeit ist.

Gebraucht werden vor allem Freiwillige und Praktikanten aus dem Bereich Altenpflege. Tätigkeiten beinhalten (bei Interesse und Fähigkeit) die Wundversorgung, Waschen der Rentner, Medikamentenausgabe, Begleiten und Stützen der Rentner bei Spaziergängen, Organisieren und Durchführen von Aktivitäten (z.B. Bingo-Spielen), mentale Unterstützung. Aber auch jeder sonstige, der sich angesprochen fühlt ist willkommen und kann den Rentnern seine Aufmerksamkeit widmen. Dies ist dringend erforderlich, denn die 3 Nonnen sind zu beschäftigt mit dem Einsammeln von Spenden und der Organisation des Zentrums. Freiwillige/Praktikanten dürfen auf dem Gelände nicht rauchen, sie müssen eine Uniform tragen und sich an die Regeln halten, dass persönliche Informationen der Rentner vertraulich behandelt werden müssen und sie Heimbewohner nicht ohne die Zustimmung der Heimleiterinnen außerhalb des Geländes führen dürfen.


Infobox:

Ort: León, Nicaragua

Dauer: ab 2 Wochen

Besondere Erfahrung erforderlich: nein

Kosten: keine, Abschluss des Sorgenfreipakets optional 

Unterbringung: Nicht beinhaltet

Verpflegung: Nicht beinhaltet

Inklusive: Vermittlung von Projekt & Ansprechpartner; bei Abschluß des Sorgenfreipakets gesamter Leistungsumfang des Sorgenfreipakets inklusive

Nicht inklusive: Anreise nach Nicaragua, Krankenversicherung, Visum

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