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Psychiatrische Klinik und Drogenentzug Sansibar

Praktikum und Volunteering möglich
 
In Sansibar sind Praktika und Freiwilligeneinsätze in mehreren Einrichtungen im Bereich Psychotherapie und Psychiatrie möglich. Zum einem in der staatlichen psychiatrischen Klinik "Kidongo Chekundu Mental Hospital" und zum anderen in drei Häusern für Drogenentzug (Sober Houses). Die Einrichtungen können auch kombiniert werden und Einsätze sind auch für Freiwillige und Praktikanten aus den Bereichen Soziale Arbeit und Beschäftigungstherapie möglich.
 

Projektbeschreibung

 

Psychiatrische Klinik von Sansibar

 
 
Praktika und Freiwilligentätigkeiten für professionelle Fachkräfte und Studierende aus den Bereichen Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Soziale Arbeit sind möglich im "Kidongo Chekundu Mental Hospital", der psychiatrischen Klinik in Sansibar.
 
Die Klinik verfügt über eine ambulante Station, die dreimal wöchentlich geöffnet ist und während dieser drei Tage jeweils von rund 100 Patienten besucht wird.
 
Daneben gibt es geschlossene Stationen für Frauen und Männer. Bei den Frauen wohnen etwa 23 Frauen, die das Gelände der Klinik nicht verlassen dürfen. Für Männer gibt es zwei geschlossene Stationen mit zusammen rund 60 Bewohnern.
 
Ein weiterer Gebäudetrakt beherbergt einen Bereich für Arbeitstherapie/Ergotherapie, in dem die Patienten täglich zeichnen und malen sowie gelegentlich Gartenarbeit und Schreinerarbeiten durchführen.
 
An der Klinik arbeiten als Fachpersonal ein Psychiater aus Sansibar, ein Psychiater aus Cuba, ein Allgemeinmediziner, ein Assistenzart, ein psychiatrischer Pfleger sowie zwei Sozialarbeiter.
 
Auffällig ist, dass die Unterbringungszeit in der Klinik meist recht kurz ist - einige Tage bis wenige Wochen - und die Patienten dann entlassen werden, aber meist wiederkommen. Meist sind es Verwandte der Patienten, die die Hilfe des Mental Hospital suchen als letztes Mittel, wenn die Behandlung durch traditionelle Heiler oder Allgemeinmediziner keine Verbesserung des Zustands des Patienten bringt.
 
Typische Probleme sind Depressionen, Schizophrenie und Dysphorie. Besonders interessant, aber auch eine Herausforderung für Ausländer ist das Vorhandensein traditionellen Glaubens. Viele mentale Probleme werden mit der Besessenheit von Geistern, Verhextheit etc. erklärt und traditionelle Heiler sind in der Regel die erste Anlaufstelle. Auch bei der Belegschaft des Hospitals sind solche Denkweisen präsent und es dürfte für ausländische Freiwillige und Praktikanten interessant sein zu sehen, wie sich solche Erklärungsmodelle mit heutigen westlichen Herangehensweisen verbinden lassen.
 
Für Drogenabhängige, für die in der Regel die Sober Houses die erste Anlaufstelle sind, gibt es am Kidongo Chekundu Mental Hospital ein Methadon-Programm. 2017 wird eine Entgiftungsstation (Detox Unit) eröffnet.
 
Psychologische und psychotherapeutische Betreuung hat in einem Entwicklungsland wie Sansibar keinen besonders hohen Stellenwert und dementsprechend stehen für ein staatliches psychiatrisches Krankenhaus nur sehr beschränkte Geldmittel zur Verfügung. Regelmäßig werden kubanische Psychiater und Psychotherapeuten für 6 oder 12 Monate geschickt, die von der kubanischen Regierung bezahlt werden.
 
Aufgaben für Praktikanten/Freiwillige beinhalten Teilnahme und Durchführung von Gruppen- und Einzelberatung, Pflege, Teilnahme an der Visite (immer Mittwochs und Freitags) sowie Teilnahme am Community Outreach Dienstags und Donnerstags (findet nur statt, wenn Gelder vorhanden sind).
 
Von Praktikanten und Freiwilligen wird eine hohe Selbstmotivation und Engagement erwartet. Es gibt in der psychiatrischen Klinik aufgrund fehlender Mittel zu wenige Mitarbeiter. Daher sollten Teilnehmer in der Lage sein, selbständig Aktivitäten wie Beschäftigungstherapie (z.B. Kunstunterricht) zu planen und durchzuführen.
 
Einen Erfahrungsbericht von Kerstin, die ein Praktikum im psychiatrischen Krankenhaus durchführte findest du im Tab "Mehr Lesen".
 

Häuser für Drogenentzug (Sober Houses)

 
 
Das Programm zum Drogenentzug in Sansibar wurde von der Regierung von Sansibar in Zusammenarbeit mit der Columbia University im Jahr 2008 ausgearbeitet als Teil von HIV-Prävention, da 11% der Drogenabhängigen HIV positiv waren. Wir ermöglichen Freiwilligeneinsätze und Praktika in drei Sober Houses in Sansibar: Dem ZAMECO Sober House und dem Detroit Sober House für Männer sowie dem Malaika Sober House für Frauen.
 
ZAMECO Sober House
 
ZAMECO (Zanzibar Mental Education and Counseling Organization) betreibt in Zanzibar ein „Sober House“ nach amerikanischen Vorbild, ein Haus für Drogenentzug.
 
Das Sober House ist eine Selbsthilfehaus für Drogenabhängige. Das Haus wird gemanagt von Said, einem psychiatrischen Pfleger, der hauptberuflich in der psychiatrischen Klinik von Sansibar tätig ist, aber täglich im Sober House vorbeischaut. Das Alltagsgeschäft wird durchgeführt von Sabri, einem ehemaligen Drogenabhängigen, der seit 2009 clean ist nun als Freiwilliger ganztags im ZAMECO Sober House arbeitet.
 
Dabei gibt es verschiedene Programme, bei denen „Facilitators“, das sind weitere ehemalige Drogenabhängige, die jetzt clean sind mit Sabri, Said, dem Koordinator Badru sowie dem Psychologen Dr. Shamata, der jedoch nur gelegentlich das Sober House aufsucht zusammenarbeiten. Dazu gehören Gesprächsrunden in Gruppe zwischen den Facilitators und Drogenabhängigen, die „Feeling Section“, bei der die Drogenabhängigen über ihre Gefühle sprechen, „Open Session“ bei der auch Verwandte und Freunde der Drogenabhängigen dabei sind, „Closed Meetings“ sowie Einzelgespräche. Neben den Aktivitäten im Sober House gibt es auch ein Outreach Programm, bei dem Vorbeugung und Aufklärung betrieben wird. Die Organisation ist zudem aktiv im Sammeln von Daten und erstellt Statistiken.
 
Durch die Initiative einer kanadischen Freiwilligen wurde ein Angstmanagementprogramm für Patienten mit "Anxiety Disorders" und Depressionen gestartet durch kognitive Verhaltenstherapie. Dazu kommen auch Patienten der psychiatrischen Klinik ins Sober House, da solch ein Angebot aufgrund des Mangels an Personal dort nicht durchgeführt wird. Zwei holländische Freiwillige führten dieses Programm dann weiter.
 
Wenn neue Patienten ins Sober House kommen und der Entgiftungsprozess stattfindet, ist die erste Woche für sie sehr hart. Die Patienten leiden an Schmerzen und Schlafstörungen und erhalten Schmerz- und Schlafmittel (Trimadol, Diazepam) für etwa eine Woche, bis es ihnen besser geht. Wenn neben der reinen Drogenabhängigkeit noch weitere psychiatrische Probleme auftreten, dann werden sie ins Mental Hospital verwiesen, wo sie mit Psychopharmaka behandelt werden, bis der Arzt entscheidet, dies einzustellen. Im Falle von Marihuana werden die Medikamente meist etwa 3 Monate verabreicht.
 
Es ist noch nie vorgekommen, dass Patienten untereinander oder gegen Freiwillige aggressiv werden, denn es gibt sehr strenge Regeln und die Patienten kontrolllieren sich gegenseitig. Das erste Gebot ist, sich gegenseitig zu respektieren. Patienten, die seit 6 Monaten oder länger im Sober House sind und schon fortgeschritten in ihrer Therapie, übernehmen die Verantwortung für neue Patienten.
 
Ein Einsatz im Sober House eignet sich besonders für qualifizierte Freiwillige, aber auch für Studierende. Diese sollten jedoch schon fortgeschritten in ihrem Studium sein (mindestens im 3. Studienjahr) und relativ selbständig arbeiten können. Die typischen Arbeitszeiten im Sober House sind von 9-15:30 Uhr.
 
Hier eine Rückmeldung von Praktikantin Andrea:
 
"Samira hat ein Programm von Deutschland besorgt, das wir mit den Patienten gemacht haben. Unser Tagesablauf sah so aus, dass wir von 9 bis 10 eine "Feeling Session" gemacht haben um aktuelle Probleme zu klären. Von 10-12 haben wir das Programm gemacht. Danach war Zeit für Einzelgespräche. Die Arbeit hat wirklich Spaß gemacht, aber war von uns komplett selbst organisiert.
 
Ich kann das Sober House für neue Freiwillige weiterempfehlen, allerdings nur für solche, die schon weit in ihrem Studium sind. Man muss komplett selbstständig arbeiten und emotional viel verkraften können (allein schon durch die Lebensgeschichten der Patienten). Dies sollte man ihm Vorfeld auch auf jeden Fall wissen! Ich hab mir die Arbeit komplett anders vorgestellt und war vor allem die ersten Tage ziemlich überfordert. Die Tätigkeiten, die ich gemacht habe, dürften in Deutschland niemals Praktikanten machen (teils nicht mal Psychologen, sondern nur ausgebildete Therapeuten). Daher wäre es sehr sehr wichtig, möglichst viel den Freiwilligen vorher mitzuteilen, so dass sie sich ein bisschen vorbereiten können. Falls du weitere Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben."
 
Ein Einsatz bei ZAMECO kann kombiniert werden mit einem Einsatz im psychiatrischen Krankenhaus. Dabei würdest du stundenweise täglich im psychiatrischen Krankenhaus sein und stundenweise im ZAMECO Sober House.
 
Detroit Sober House
 
Das Detroit Soberhouse war 2009 die erste Einrichtung für Drogenentzug auf Sansibar. Nach ähnlichem Konzept wie oben für das ZAMECO Sober House beschrieben, wohnen im Detroit Sober House etwa 30 Patienten. Seit Beginn des Sober Houses wurden dort bereits etwa 4000 Patienten betreut.
 
Ehemalige Abhängige helfen als Facilitators den Abhängigen im Entzug und es gibt Group Sessions, Art Therapy, Physical Exercise sowie Counselling. Die Therapie erfolgt nach dem "12-Stufen-Plan". Dieses aus den USA stammende Konzept hat einen starken religiösen Fokus und wird aus diesem Grund in Europa nicht mehr angewandt, funktioniert in Sansibar jedoch sehr gut mit einer Erfolgsrate von 15-20%. Wer mindestens 4 Monate lang am Programm teilgenommen hat und clean ist, kann man nach dem Austritt aus dem Programm als Volunteer zurückkommen und anderen Abhängigen helfen, etwa bei Arztbesuchen (Mental Hospital Kidongo Chekundu und Allgemeinmedizinisches Krankenhaus Mnazi Mmoja) und im Beschäftigungsprogramm. Die Aufenthaltsdauer der Patienten beträgt in der Regel zwischen einem und 6 Monaten. Es geht im Sober House nicht nur um Entzug, sondern auch um Bewusstseinsbildung bezüglich HIV und andern konsumbezogenen Risiken und Krankheiten.

Der typische Tagesablauf im Detroit Sober House sieht folgenermaßen aus:
 
* 6 Uhr: Aufstehen und Reinigen des Sober Houses wie Toiletten, Duschen, Schlafzimmer und Gemeinschaftsräume
* 8 Uhr: Frühstück
* 9 Uhr: Feeling Session, Gruppensession: Gefühle, Träume, Ängste austauschen
* 30 min Pause und Meditation
* 13 Uhr: Mittagessen
* Freizeit bis 15 Uhr
* 15 Uhr: 12 Steps Plan
* Freizeit bis 20 Uhr
* 20 Uhr: Dinner
* Bis 22 Uhr: Fernsehen
* Schlafen
 
Leiter der Einrichtung ist Suleyman, selbst ein ehemaliger Drogenabhängiger. Das Sober House wird geringfügig von der Regierung finanziert.
 
Das Detroit Sober House gibt für Freiwillige und Praktikanten keine Aufgaben vor, daher ist es wichtig, dass sich Volunteers/Praktikanten aktiv selbst einbringen und sich Aufgaben stellen. Sie sollen durch Aktivitäten den Bewohnern den Entzug erleichtern, dazu können etwa Kunstprojekte, Englischunterricht, und Aktivitäten wie Sport, Boxen, Meditation, Laufen, etc. gehören, um den Tag abwechslungsreicher zu gestalten. Ein ehemaliger Freiwilliger führte etwa einen Töpferkurs durch mit anschließender Ausstellung. Volunteers/Praktikanten sollten dafür benötigte Materialien selbst mitbringen wie Materialien für Kunst oder Sportgeräte.
 
Außerdem sind Freiwillige und Praktikanten auch damit involviert, emotionalen Support zu geben und an den Counselling Sessions teilzunehmen. Kiswahilikenntnisse sind dazu von Vorteil. In der Regel ist jedoch meist ein Facilitator dabei, der Englisch kann und übersetzen kann. Jedoch ist es wünschenswert, wenn diese entlastet werden können und Volunteers und Praktikanten selbstständig arbeiten können.
 
Eine Praktikumsbetreuung erfolgt durch Mr. Mussa, den Koordinator der sansibarischen Drogenkommission. Mr. Mussa verfügt über einen MA-Abschluss in psychiatrischer Pflege mit Spezialisierung auf Sucht. Er trifft Praktikanten einmal wöchentlich in der Einrichtung, um sie zu unterstützen, zu beraten und zu unterrichten.
 
Geeignet ist diese Einsatzstelle nicht nur für Studierende und Fachkräfte aus dem Bereich Psychologie, sondern auch für Teilnehmer aus den Bereichen Social Work und Bildung.
 
Praktikanten/Freiwillige sollen als Person gefestigt, eine positive Einstellung haben sowie in der Lage sein, sich selbst zu motivieren und mit Personen mit psychischen Problemen professionell umgehen zu können. Die Einsatzdauer sollte mindestens einen Monat betragen.
 
Qualifizierte Freiwillige zahlen einen monatlichen Beitrag von 50 USD. Studierende sowie Praktikanten, die Supervision benötigen bezahlen 30 USD pro Woche.

Malaika Sober House (Sober House für Frauen)
 
Das Malaika Sober House wird seit 2014 nach demselben Konzept betrieben wie das Detroit Sober House. Es wohnen momentan 5 Frauen im Malaika Sober House, seit Start des Programms wurden 39 Frauen von 19-43 Jahre betreut.
 
Zu den Aufgaben des Sober Houses gehören Entzug durch Einzel- und Gruppen-Counselling, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, HIV Counselling und Testing, Verweis ins Mental Hospital Kidongo Chekundu und ins allgemeinmedizinische Krankenhaus Mnazi Mmoja, Self Support Groups und Familientherapie.
 
Die Gesamtzahl der drogenabhängigen Frauen (meist Heroin-Abhängige) ist wesentlich geringer als die von Männern (Verhältnis etwa 1:30), das Entzugsprogramm ist jedoch wesentlich weniger erfolgreich. Dies kann mehrere Gründe haben.
 
Zum einen werden drogenabhängige Frauen in Sansibar oft von ihren Familien verstoßen, weil die Abhängigkeit von Frauen in der sansibarischen Gesellschaft als Schande gilt, während Männer wesentlich mehr Unterstützung finden.
 
Zum anderen haben drogenabhängigen Frauen in Sansibar auch oft komplexere psychische Schwierigkeiten. Fast alle von ihnen arbeiten als Prostituierte und leiden unter körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt; ein hoher Prozentsatz ist HIV positiv. Die Frauen stehen zudem oft in starker emotionaler und finanzeller Abhängigkeit zu  Männern – sie suchen zwar den Entzug, brechen aber oft ab, wenn es ihre Männer von ihnen verlangen. Weibliche Counsellors werden von den Patientinnen oft abgelehnt, da sie männliche Therapeuten und Bezugspersonen bevorzugen, was aber oft von ihren Männern nicht geduldet wird.
 
Zudem ist es gesetzlich auch nicht erlaubt, dass die Kinder der Frauen mit ihnen im Sober House wohnen. Der Wunsch bei den Kindern zu sein ist ein weiterer Grund für einen frühzeitigen Abbruch des Programms seitens der Patientinnen.
 
Das Malaika Sober House wird von Zulfa geleitet, einer ehemaligen Abhängigen.
 
Praktikanten/Freiwillige sollen als Person besonders gefestigt sein sowie in der Lage sein, sich selbst zu motivieren und mit Personen mit psychischen Problemen professionell umgehen zu können. Es gibt seitens der Patientinnen hier viel Manipulation und Versuche, Abhängigkeitsverhältnisse zu Freiwilligen/Praktikanten herzustellen. Wer im Sober House tätig ist, sollte diese Störungsbilder erkennen und entsprechend professionell handeln können.
 
Eine Praktikumsbetreuung erfolgt durch Mr. Mussa, den Koordinator der sansibarischen Drogenkommission. Mr. Mussa verfügt über einen MA-Abschluss in psychiatrischer Pflege mit Spezialisierung auf Sucht. Er trifft Praktikanten einmal wöchentlich in der Einrichtung, um sie zu unterstützen, zu beraten und zu unterrichten.
 
Geeignet ist diese Einsatzstelle nicht nur für Studierende und Fachkräfte aus dem Bereich Psychologie, sondern auch für Teilnehmer aus den Bereichen Social Work und Bildung. So können etwa Bildungsangebote durchgeführt werden wie Englischunterricht und Computerunterricht, Sport (Stretching und Yoga) oder alles, was stabilisierend wirkt und alternative Beschäftigung für Drogenkonsum sein kann, auch Gesundheits- und Ernährungscoaching sowie Workshops zu Themen wie Child Care, HIV etc. Die Einrichtung hat den Plan, einen Laden zu öffnen, in dem die Frauen ihre Erzeugnisse verkaufen können.
 
Die Einsatzdauer sollte mindestens einen Monat betragen.
 
 
Qualifizierte Freiwillige zahlen einen monatlichen Beitrag von 50 USD. Studierende sowie Praktikanten, die Supervision benötigen bezahlen 30 USD pro Woche.
 
Info Box
Allgemein
Ort: Zanzibar Town, Sansibar
Verfügbarkeit: ganzjährig, Start flexibel
Mindestdauer: Mental Hospital und ZAMECO: 1 Woche; Detroit und Malaika: 1 Monat
Maximaldauer: 12 Monate
Sprachkenntnisse: Englisch
Weitere Sprachen von Vorteil: Swahili
Unterbringung:
Haus, Gastfamilie, Hotel
Praktikum
Betreuung möglich: Ja
Qualifikation Betreuer/in: Psychiater, psychiatrische Pfleger
Minimale Qualifikation Praktikant(in):
in Studium oder Ausbildung befindlich
Weiterer Beitrag ans Projekt: Ja (entweder ZAMECO Sober House oder Mental Hospital oder Kombination) - bei bis zu 8 Wochen Dauer 60 USD pro Woche, ab 2 Monaten 30 USD pro Woche. Detroit und Malaika Sober House: 30 USD pro Woche.
Volunteering
Volunteering möglich: Ja
Erwartete Qualifikationen Freiwillige(r): Professionelle Fachkraft Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie
Weiterer Beitrag ans Projekt: Ja (entweder ZAMECO Sober House oder Mental Hospital oder Kombination) - bei bis zu 8 Wochen Dauer 60 USD pro Woche, ab 2 Monaten 30 USD pro Woche. Detroi und Malaike Sober House (Fachkräfte): 50 USD pro Monat.
Es wird erwartet:
Professionelles Arbeiten, die "richtige" Einstellung
 

Mehr Infos

 

Mein Praktikum im Mental Hospital von Sansibar

 
Ich war im Februar/März diesen Jahres sechs Wochen lang in Tansania und habe vier Wochen davon ein Praktikum im Mental Hospital Zanzibar gemacht. Im folgenden Bericht möchte ich gerne einige Infos zu meinem Praktikum geben und einen Eindruck von den Erfahrungen vermitteln, die ich während dieser Zeit gemacht habe.
 
Das Mental Hospital Zanzibar hat seinen Standort ein Stück weit entfernt von dem Hauptklinikum der Insel. Sehr zentral gelegen, direkt gegenüber vom Stadtmarkt, befindet sich eine große und belebte Bushaltestelle, an der sämtliche Dalla-Dallas (kleine Busse, welche als Haupt-Fortbewegungsmittel auf der Insel fungieren) abfahren. Von dort aus fährt man mit einem der Dalla-Dallas ca fünf bis zehn Minuten zur Klinik.
 
Bei meiner ersten Fahrt dorthin ist Sula, die Koordinatorin von World Unite, mitgekommen und hat mich dem Direktor der Klinik, Mr. Suleiman, vorgestellt. Ich wurde dort sehr herzlich begrüßt und in einem längeren Gespräch mit den Gegebenheiten in der Klinik vertraut gemacht . Zum Beispiel wurde mir erklärt, wie viele Patienten stationär und ambulant in der Klinik aufgenommen sind, wie viele Mitarbeiter in der Klinik angestellt sind und wie die Aufgabengebiete dieser aussehen. Mr. Suleiman hat mir auch ans Herz gelegt, dass ich mich jederzeit an ihn wenden kann, wenn ich Fragen jeglicher Art oder irgendein Anliegen habe. Durch dieses Gespräch habe ich mich gleich zu Beginn gut aufgehoben gefühlt und war nun wahnsinnig gespannt, was auf mich zukommen würde.
 
Noch am selben Tag habe ich eine kubanische Psychiaterin kennengelernt, die zwei Jahre lang im Rahmen eines Entwicklungs- und Austauschprogramms der kubanischen Regierung dort arbeitet. Während meines Praktikums war diese Ärztin meine Ansprechpartnerin und ich konnte bei allen Gesprächen, die sie mit den Patienten geführt hat, dabei sein. Die kubanische Ärztin verkörperte eine sehr herzliche und aufgeschlossene Frau mit viel Erfahrung, die sie aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Psychiaterin und Psychotherapeutin in Kuba mitbrachte. Dies wurde bei den Gesprächen, die sie mit den Patienten geführt hat, besonders deutlich und hat mich sehr beeindruckt. Trotz der oft schwierigen Umstände, die eine Behandlung erster Wahl nicht immer zugelassen haben, ist sie sehr flexibel auf die Leiden der Patienten eingegangen und hat stets eine Lösung gefunden, wie sie ihnen z.B. trotz des Mangels bestimmter Medikamente zu helfen wusste.
 
Der Ablauf in der Klinik sah folgendermaßen aus. Innerhalb einer Woche war an drei Tagen die Ambulanz der Klinik geöffnet. An diesen Tagen kamen Patienten aus ganz Sansibar, um ein wöchentlich stattfindendes Gespräch zu führen und eine Behandlung zu erhalten. Meist erstreckten sich diese Gespräche mit den Patienten über mehrere Wochen. An den restlichen zwei Tagen in der Woche widmete sich die kubanische Ärztin den stationären Patienten. Im Rahmen einer Visite wurden Gespräche mit allen Patienten geführt, die stationär in der Klinik behandelt wurden. Die meisten dieser Patienten waren geschlossen in der Klinik untergebracht.
 
Bei den Konsultationen waren neben der Psychiaterin immer noch andere Mitarbeiter des Mental Hospital anwesend, meistens ein weiterer afrikanischer Arzt und mehrere sogenannte psychiatric nurses. Die Gesprächsführung hat die kubanische Ärztin auf Englisch übernommen. Wenn die Patienten kein oder nur sehr wenig Englisch sprechen konnten, was oft der Fall war, wurde von einer oder einem der afrikanischen Mitarbeiter das, was die Patienten sagten ins Englische übersetzt und das, was die kubanische Ärztin erwiderte auf Swahili an die Patienten weitergegeben. Da also alles auf Englisch gesprochen bzw. übersetzt wurde, konnte ich den Inhalten problemlos folgen.
 
Den Patienten wurde ich immer als Praktikantin vorgestellt, was ich auch als sehr wichtig empfand, dass offen dargelegt wird in welcher Funktion ich bei den Gesprächen dabei bin. Das wurde auch von alles Patienten akzeptiert und ich hatte nicht das Gefühl, dass dies für die Patienten als unangenehm empfunden wurde. Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass die Patienten eher froh waren, dass sie in der Klinik auf Menschen trafen, die sie ernst genommen haben trotz eines „psychischen Problems“, was in ihrer Kultur noch lange nicht so eine gesellschaftliche Akzeptanz gefunden hat, wie das in westlichen Kulturen meist der Fall ist.
 
Neben mir waren meistens noch ein bis zwei andere Praktikanten, Medizin- oder Psychologiestudenten, anwesend. Die Psychiaterin hat sich nach den einzelnen Gesprächen uns zugewandt, um bestimmte Symptome der jeweiligen Störungsbilder zu erklären und Zusammenhänge aufzuzeigen. Die psychiatrische Arbeit, also sowohl Diagnostik, wie auch Therapie, so hautnah mitzubekommen, war für mich sehr interessant. Meine Arbeit dort hat sich eher passiv gestaltet, da ich mich meist in der Rolle des „Beobachters“ befand.
 
Für mich persönlich war diese Art des Lernens sehr bereichernd, da ich durch das Zusehen der Arbeit der kubanischen Ärztin und der anderen Mitarbeiter und durch die anschließenden Gespräche sehr viel gelernt und mitgenommen habe. In den Unterhaltungen mit der kubanischen Ärztin wurden wir Praktikanten auch nach unserer Meinung zu einzelnen Diagnosen befragt und konnten somit unser Wissen miteinbringen . Teilweise habe auch ich mit den anderen Praktikanten kleinere praktische Aufgaben übernommen. Zum Beispiel habe ich mit einem Kind, das aufgrund von Lernschwierigkeiten in der Schule mit seiner Mutter die Klinik aufgesucht hatte, ein paar kleine Tests durchgeführt, die diverse Fähigkeiten des Kindes abgefragt haben. Dies wurde von der kubanischen Ärztin angeleitet und von mir dann ausgeführt.
 
Für ein vierwöchiges Praktikum hat die Durchführung für mich so perfekt gepasst. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es bei längerer Praktikumsdauer auch möglich ist mehr `praktisch` mit den Patienten zu arbeiten. Man darf nicht vergessen, dass ein immenser kultureller Unterschied vorliegt, der sich vor allem auch in therapeutischen Gesprächen widerspiegelt. Darum bin ich der Meinung, dass man selbst erst einiges über die Menschen, deren Glauben und Kultur lernen und erfahren muss, bevor man intensiver auf einer therapeutischen Ebene arbeiten kann. Anregungen und Ideen jeglicher Art, die ein Praktikant mitbringt, werden auf jeden Fall begrüßt und können mit dem nötigen Engagement mit Sicherheit auch viel bewirken.
 
Nun möchte ich noch etwas von den Krankheits- und Störungsbilder berichten, die bei den Patienten vorkamen. Die vorherrschenden psychiatrischen Störungen waren Alkohol- und Drogensucht und Psychosen. Daneben gab es auch einige Patienten, die aufgrund einer depressiven Symptomatik oder einer Angststörung in der Klinik waren. Viele Patienten leideten auch an neurologischen Störungen, wie zum Beispiel Epilepsie oder Migräne. Kinder kamen oft aufgrund von Lernschwierigkeiten. Patienten mit Essstörungen habe ich gar keine gesehen und mir wurde auch gesagt, dass es das dort überhaupt nicht gibt. Die Patienten, die aufgrund einer Drogenproblematik behandelt wurden, wurden oft stationär und geschlossen für einige Wochen in der Klinik aufgenommen. Meist waren es junge Männer, die aufgrund von schlechten Zukunftsperspektiven einen Ausweg in den Drogen gesucht haben.
Psychotische Patienten mit einer Schizophrenie haben oft von Wahnvorstellungen erzählt, in denen sich der kulturelle Glaube widergespiegelt hat. Es wurde zum Beispiel von Geistern oder Ähnlichem berichtet. Es war sehr interessant zu sehen, wie sehr eine psychische Störung vom Glauben, den eine Kultur inne hat, gelenkt wird.
 
Da ich zu einer Zeit auf Zanzibar im Mental Hospital war, als bereits seit ca. zwei Monaten die Stromversorgung auf der Insel nicht funktionierte, kamen auch viele Menschen in die Klinik, weil sie unter großen Existenz- und Zukunftsängsten litten und daraufhin zum Beispiel depressive Symptome entwickelt haben. Für die Menschen auf Zanzibar war das vor allem auch wirtschaftlich gesehen eine sehr schwierige Zeit, was sich in Gesprächen mit vielen Patienten gezeigt hat.
 
Abschließend kann ich sagen, dass das Praktikum für mich eine wahnsinnig wertvolle Erfahrung war. Ich habe während meiner Zeit in der Klinik die Menschen dort und ihre Kultur besser kennen- und verstehen gelernt und hoffe, dass ich durch meine Anwesenheit und mein Interesse den Menschen eine Wertschätzung vermitteln konnte, die viele von ihnen in ihrer Kultur wahrscheinlich (noch) nicht so bekommen. Durch Kliniken wie das Mental Hospital auf Zanzibar und die tatkräftige Unterstützung von Fachkräften, wie der kubanischen Ärztin, und noch mehr Aufklärung über psychische Störungen in der Bevölkerung hoffe ich, dass in Zukunft Menschen, die ein psychisches Leiden haben, einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft haben werden.
 
Im Nachhinein hätte ich mir nur etwas mehr Zeit gewünscht. Ich kann auf jeden Fall jedem empfehlen, der sich für psychiatrische Arbeit interessiert und Menschen aus einer anderen Kultur unter diesem Aspekt kennenlernen möchte, ein Praktikum im Mental Hospital Zanzibar zu machen.

Unterbringung

 

Unterbringung in Zanzibar Town

 
In Zanzibar Town kannst du auswählen zwischen Unterbringungen verschiedener Standards:
 
mostpopular transparent
Most popular! - Dies ist die Wahl der meisten unserer Teilnehmer. Du wohnst in einer WG zusammen mit weiteren Teilnehmern oder bei einer Gastfamilie mittleren Standards.

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Comfort+ - Für die, die mehr Wert auf Komfort legen: Unterbringung in einem Hotel oder bei einer Gastfamilie gehobenen Standards.

adventurer transp
Adventurer - Für einfachste Ansprüche und niedrigsten Preis: Gastfamilie einfachen Standards.

mostpopular

WG-Unterbringungen:

 
WGs in Zanzibar Town
 
Es gibt mehrere World Unite!-WGs im ganzen Stadtgebiet von Zanzibar Town, die wir nach Verfügbarkeit und Nähe zu deiner Einsatzstelle aussuchen. Dabei teilen sich unsere Teilnehmer ein Haus oder eine Wohnung. Du bekommst ein Einzelzimmer - auf Wunsch gibt es aber auch Doppelzimmer. Küche und Toilette/Dusche teilst du mit den anderen WG-Bewohnern. Wir überprüfen Sauberkeit und Sicherheit der Wohnungen/Häuser. Alle Wohnungen sind von vergleichbarem Standard. Sie haben drei bis fünf Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und ein oder mehrere Badezimmer. Die Schlafzimmer sind mit 1-2 Betten mit Matratze und Moskitonetz, einem Schrank oder einer Kommode sowie einem Ventilator ausgestattet. Bettwäsche ist vorhanden; Handtücher musst Du jedoch selbst mitbringen. In den Badezimmern gibt es westliche Toiletten mit Wasserspülung. Man duscht sich in Sansibar für gewöhnlich mit kaltem Wasser, was bei den Temperaturen von Sansibar auch erfrischender ist. Die Küchen verfügen in der Regel über einen Elektro- oder Gasherd und eine Grundausstattung an Küchenutensilien, die Du zum Kochen und Essen benötigst. In Zanzibar Town kann man auch gut und günstig außer Haus essen gehen. Einige Häuser und Apartments haben eine halbautomatische Waschmaschine. Oft gibt es einen Wohnraum mit Sofa und Esstisch. Die Fenster sind aus Sicherheitsgründen vergittert und in der Nacht ist bei Häusern ein Nachtwächter anwesend. Solche WGs haben wir momentan in den Stadtteilen Shangani, Malindi, Baghani, Kigwajuni, Migombani und Mombasa.

Hier zwei Beispiele für WGs:

Baghani-Apartment in Stone Town
 
Das Apartment befindet sich im ersten Obergeschoss eines historischen Gebäudes in der Baghani Area von Stone Town. Es verfügt über vier Schlafzimmer, die sich für Einzel- und Doppelbelegung eignen. In der Küche gibt es einen Gas- und Elektroherd, Kühlschrank und funktionielle Küchenausstattung. Es gibt zwei Badezimmer mit kalter Dusche und westlicher Wassertoilette. Jedes Zimmer hat einen Deckenventilator.
 
Haus Mombasa Area
 
Das Haus befindet sich in der Mombasa-Wohngegend der Mittelschicht im Außenbezirk von Zanzibar Town.  Es ist von einer hohen Mauer umgeben und liegt neben einer Grundschule und gegenüber einer Bananenplantage. Im Garten rund um das Haus kann man sich aufhalten sowie die Wäsche aufhängen. Dort gibt es auch tagsüber, wenn unsere Teilnehmer üblicherweise nicht zuhause sind einen Wachmann. Im Haus stehen für unsere Teilnehmer 4 Zimmer zur Verfügung, von denen eines für Doppelbelegung mit zwei Betten ausgestattet ist. Die Zimmer sind gefällig im afrikanischen Stil eingerichtet. Drei Zimmer sind recht geräumig und teilen sich ein Bad mit westlicher Wassertoilette, Dusche und Waschbecken. Das vierte Zimmer ist kleiner, hat aber dafür ein eigenes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. Alle Zimmer haben Deckenventilatoren. Außerdem gibt es eine geräumige Küche mit Kühlschrank, Esstisch und eine Sitzecke mit Kissen. Im 5. Zimmer des Hauses wohnt Rama, ein einheimischer Fremdenführer, zu dem unsere Teilnehmer immer guten Kontakt haben.

Gastfamilien:

Gastfamilien mittleren Standards
 
Der Aufenthalt in einer Gastfamilie bietet Dir die Möglichkeit, einen noch intensiveren Einblick in die Kultur und Gesellschaft von Sansibar zu erhalten. Wir arbeiten mit vielen Gastfamilien im Stadtgebiet von Zanzibar Town. Bei den Familien mittleren Standards handelt es sich um Familien der gehobenen Mittelschicht Sansibars. Ihre Häuser sind von Bauqualität, Ausstattung und Möblierung für die meisten unserer Teilnehmer in Ordnung. Oft verfügen die Häuser über zwei Bäder, die auch gefliest sind, eines für die Eltern und eines für die Kinder und Dich. Die Dusche ist oft kalt, da ein Wassererhitzer zu viel Strom verbraucht. Die Häuser haben westliche WCs oder arabische Hocktoiletten mit Wasserspülung. Es gibt sansibarisch-arabisches Essen wie fritierte Krapfen und Chapati zum Frühstück sowie Pilau-Reis und Biriyani zum Abendessen, dazu trinkt man Tee, abgekochtes Wasser oder selbstgemachten Fruchtsaft. Vegetarische Speisen sind auf Anfrage möglich. Es gibt einen Kühlschrank; gekocht wird meist auf Elektro- oder Gaskochern. Meist haben solche Familien bereits eine oder zwei Haushaltshilfen, die kochen, putzen und Wäsche per Hand waschen. Im Wohnzimmer findest Du oft dekorative Gardinen und Deckchen, Stereoanlage und Fernsehen. Die Familie verfügt auch oft über ein Motorrad oder einen dreißig Jahre alten japanischen Gebrauchtwagen. Meist sind diese Dinge jedoch über lange Jahre zusammengespart und die Familie hat immer noch finanzielle Schwierigkeiten, etwa eine Hochschulausbildung für ihre Kinder zu finanzieren und benutzt das Auto nur für absolut notwendige Fahrten.

comfortplus

Hotel-Unterbringungen und Gastfamilien gehobenen Standards:

Al Minar Hotel
 
 
Al Minar ist ein stilvoll arabisch und afrikanisch gestaltetes Hotel mit 22 Zimmern in einem historischen Gebäude, sehr zentral in Stone Town, der historischen Altstadt von Zanzibar Town, in Fußdistanz zum Old Fort und dem Forodhani-Garten. Die Zimmer verfügen alle über Klimaanlage, Minibar, traditionelle Sansibar-Betten und stilvolle Möblierung, gratis Wifi, Kaffee- und Teekocher sowie Flachfernsehen. Von der großen Dachterrasse hat man einen guten Blick auf die Altstadt. Das Hotel ist professionell geführt mit aufmerksamen und freundlichen Mitarbeitern.
 
Gastfamilien gehobenen Standards
 
Der Aufenthalt in einer Gastfamilie bietet Dir die Möglichkeit, einen noch intensiveren Einblick in die Kultur und Gesellschaft von Sansibar zu erhalten. Die Verpflegung bei den Familien gehobenen Standards ist meist sehr üppig und wird von Dienstmädchen gekocht, die diese in Warmhaltegedecken für dich und die Familie bereitstellen. Unsere Teilnehmer waren etwa immer begeistert über die Verpflegung von Gastmutter Rahma, die ein Catering-Unternehmen betreibt. Familien gehobenen Standards stellen meist auch Fahrer, Kindermädchen, Wachmänner und Gärtner als Hauspersonal ein. Solche Familien verfügen zudem oft über einen Stromgenerator, der in Falle der häufigen Stromausfälle eingeschalten wird. Ältere Kinder sind oft in Internaten im Ausland wie Malaysia, Emiraten und England und Du wohnst in ihrem Kinderzimmer. Jüngere Kinder sind oft zuhause und wollen mit dir spielen.

adventurer

Gastfamilie einfachen Standards

 
Gastfamilien einfachen Standards
 
Bezüglich Gastfamilien einfachen Standards koopieren wir mit der NGO "ZASO" (Zanzibar AIDS and Orphans Support), mit der wir auch das Programm "Social Reality Tour" durchführen. Einige Mitarbeiter von ZASO, die meist Sozialarbeiter oder Lehrer sind und somit zur sansibarischen Mittelschicht gehören, bieten die Möglichkeit an, dass unsere Teilnehmer bei ihren Familien wohnen können. Die Mietzahlungen unserer Teilnehmer tragen zu einer Verbesserung der Einkommensverhältnisse der Familien bei.
 
Einfacher Standard bedeutet hierbei, dass das Haus einfach gebaut ist. Die Böden sind meist nur aus nacktem Beton, das Dach ein Wellblechdach ohne Zwischendecke; es gibt meist nur eine arabische Hocktoilette, geduscht wir in der Regeln mittels eines Eimers oder eines einfachen Wasserrohrs. Die Möblierung ist minimalistisch und rein funktionell. Im Wohnzimmer gibt es eventuell einige etwas repräsentativere Möbelstücke aus chinesischem Holzimitat. Die Familie besitzt meist einen alten, gebrauchten Kühlschrank; ein Radio und ein alter Röhrenfernsehen sind ebenfalls oft vorhanden. Dein Zimmer hat ein Bett mit Matratze und Moskitonetz und vermutlich einige Aufhänger an der Wand sowie ein kleines Regal oder ähnliches. Die Häuser haben Strom. Gekocht wird meist im Freien auf dem offenen Feuer oder mit einem Gaskocher. Das Essen ist in der Regel relativ einseitig – zum Frühstück gibt es Tee mit Chapati; zum Mittagessen Ugali oder Reis mit Bohnen und Gemüse, zum Abendessen dasselbe. Fisch gibt es nur gelegentlich zu besonderen Anlässen, und wenn, dann in geringer Menge. Die Familien bestehen meist aus Mutter, Vater und einigen Kindern; oft halten sich viele weitere Kinder aus der Nachbarschaft im Haus und um das Haus herum auf. Als Transportmittel verfügt die Familie über Fahrräder und eventuell ein Motorrad. Einnahmen aus Deiner Miete sind oft die einzige Möglichkeit für die Familie, die Schulbildung der Kinder zu finanzieren.
 
Die Familien aus dem Umfeld von ZASO sind besonders gastfreundlich zu World Unite-Teilnehmern, aber bitte beachte, dass es sich um konservative Muslime handelt, die nicht über so viel Erfahrung im Umgang mit westlichen Ausländern verfügen. Bitte verhalte dich entsprechend. Weibliche und männliche Teilnehmer können ein Zimmer nur teilen, wenn sie verheiratet sind.

Kosten

 

I. World Unite! Service-Paket

Mobil-User: Wenn Du die Preise für deine Wunsch-Aufenthaltsdauer nicht siehst, blende andere (kürzere) Einsatzdauern aus.
  bis zu 31 Tage32-60 Tage61-90 Tage91-120 Tage5 Monate oder länger
 Servicepaket
1 Person
450 EUR 600 EUR 700 EUR 750 EUR 850 EUR
2-4 Personen
(Preis pro Person)
400 EUR 500 EUR 600 EUR 650 EUR 700 EUR
 
Hier EUR umrechnen in Schweizer Franken (CHF) und andere Währungen
 

Das World Unite! Service-Paket beinhaltet:

 
  • Persönliche Beratung und Vorbereitung vor deiner Anreise
  • Zugang zum World Unite! Online-Teilnehmerbereich mit für deinen Standort und Tätigkeit abgestimmten Vorbereitungsmaterialien inklusive interkultureller Vorbereitung (PDFs, Videos)
  • Vorbereitungsveranstaltung per Skype zusammen mit weiteren Teilnehmern
  • Beantragung deiner Residence Permit, Work Permit oder ähnlicher Permits und anderer offizieller Genehmigungen (wenn erforderlich), aber nicht die offiziellen staatlichen Gebühren dafür (Kosten dafür siehe unten)
  • Abholung und Transfers ab/nach Zanzibar International Airport (ZNZ) bei Ankunft und Abreise
  • Abholung und Transfers innerhalb von Dar-es-Salaam (DAR) (wenn erforderlich) und Unterstützung mit Weiterreise per Fähre oder Flug von DAR nach ZNZ (aber nicht Flug-/Fährticket) und zurück
  • Persönlicher Betreuer an deinem Einsatzort und in unserem Büro
  • Stadtorientierung und Einführung in Zanzibar
  • Begleitung zu deiner Einsatzstelle an deinem ersten Tag
  • 24 Stunden Notfall-Erreichbarkeit des örtlichen Betreuerteams
  • Teilnahme an der "Social Reality Tour" inkl. 10 USD Spende für soziales Programm
  • Spende an dein Projekt in Höhe von 50 USD (mit Ausnahme bei Famulatur/Praktikum bei Mnazi Mmoja Hospital)
  • Örtliche SIM-Karte mit 10.000 TSH Gesprächsguthaben
  • Schreiben von Bestätigungen/Zertifikaten für deine Hochschule, Stipendium, Kindergeld, Versicherung etc. sowie Ausfüllen/Unterzeichnen von Praktikumsverträgen
  • 15% Ermäßigung auf Safaris, Kilimanjarobesteigungen, Exkursionen und Wassersportaktivitäten von "Budget Safari Tanzania"
 

Die Tarife beinhalten NICHT:

 
  • Unterbringung und Verpflegung (siehe unten)
  • An- und Rückreise nach/von Sansibar (buchst du selbst, wir geben dir Tipps)
  • Offizielle Gebühren für Visum und Residence Permit (siehe unten)
  • Versicherungen (Reisekrankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Reiserücktrittskostenversicherung; buchst du selbst, wir geben dir Tipps)
  • Persönliche Ausgaben
  • Impfungen
  • Transport vor Ort (Schätzwert siehe unten)
  • Bitte beachte, dass für manche Praktika weitere Beiträge an die Praktikumsorganisation anfallen. Bitte schau in der "Info Box" unter der Projektbeschreibung.
 

II. Unterbringungskosten

 
Du wählst aus zwischen folgenden Möglichkeiten:
Mobil-User: Wenn Du die Preise für deine Wunsch-Aufenthaltsdauer nicht siehst, blende andere (kürzere) Einsatzdauern aus.
Preisangaben in US-Dollar!
Währung umrechnen
 Kurzzeit-Aufenthalt
(1-31 Tage)
Langzeitaufenthalt
(32-365 Tage)
(Du zahlst tagesgenau anteilsmäßig)
WG-Zimmer oder Hotel   
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WG mit weiteren Teilnehmern
1 Person
(Einzelzimmer)
9 USD/Tag 250 USD/Monat
2 Personen p.p.
(Doppelzimmer)
6 USD/Tag 150 USD/Monat
comfortplus3
Hotelunterbringung "Al Minar" mit Frühstück
1 Person
(Einzelzimmer)
80 USD/Nacht
(min. 7 Nächte)
1990 USD/Monat
2 Personen p.p.
(Doppelzimmer)
50 USD/Nacht
(min. 7 Nächte)
1390 USD/Monat
       
Gastfamilie      
mostpopular2
Gastfamilie mittleren Standards
mit Vollverpflegung
1 Person
(Einzelzimmer)
18 USD/Tag 540 USD/Monat
2 Personen p.p.
(Doppelzimmer)
18 USD/Tag 540 USD/Monat
comfortplus3
Gastfamilie gehobenen Standards
mit Vollverpflegung
1 Person
(Einzelzimmer)
24 USD/Tag 690 USD/Monat
2 Personen p.p.
(Doppelzimmer)
24 USD/Tag 690 USD/Monat
adventurer3
Gastfamilie einfachen Standards
mit Vollverpflegung
1 Person
(Einzelzimmer)
12 USD/Tag 350 USD/Monat
2 Personen p.p.
(Doppelzimmer)
12 USD/Tag 350 USD/Monat
 
Unvollständige Monate deines Aufenthalts zahlst du anteilsmäßig (es wird jeweils tagesgenau berechnet).
Im Falle von 3-4 Personen: Preis wie 2 Personen. 5 oder mehr Personen: Kontaktiert uns für Gruppenpreise.
 

Übersicht über sonstige anfallende Kosten:

 
  • Wenn Verpflegung nicht inklusive ist: ca. 100-180 EUR/Monat für Selbstverpflegung (Essen gehen in günstigen, aber guten Restaurants und/oder selber kochen; du bist damit wesentlich flexibler als wenn wir dir Essen in der Unterbringung anbieten würden)
  • Staatliche Permits & Visa: Für Einsatzdauer bis zu 90 Tage: Visum 250 USD (für EU-Bürger; direkt zu kaufen bei der Einreise im Flughafen von Tansania) + Work Permit 200 USD (organisieren wir über Labour Office Zanzibar); Für Einsatzdauer 91-365 Tage: Visum 50 USD + Residence Permit 550 USD (im Falle von staatlichen Einrichtungen 250 USD; organisieren wir über Immigration Office Zanzibar) + Work Permit 300 USD (organisieren wir über Labour Office Zanzibar). Im Falle der staatlichen Krankenhäuser bei Aufenthaltsdauer bis 90 Tage: Visum 50 USD für die meisten Nationalitäten + Exemption Certificate 100 USD (keine weiteren Permits benötigt)
  • Kleine Ausgaben vor Ort (Internet, Transport vor Ort): ca. 20-40 EUR/Monat (Schätzwert)
  • Versicherungen ca. 20-40 EUR/Monat

 

Wie bezahle ich?

 
Nachdem wir alles mit dir besprochen haben und du fest zusagst, senden wir dir eine Rechnung. Du kannst bequem per Banküberweisung oder mit Paypal bezahlen. Du zahlst mit Rechnungsstellung eine Anzahlung von 200 EUR. Einen Monat vor der Anreise begleichst du dann den ausstehenden Betrag für das Service-Paket sowie den ersten Monat Miete.
 
Miete ab dem 2. Monat, eventuelle weitere Beiträge an die NGO oder für Praktikumsbetreuung (siehe Info-Box im Tab Projektbeschreibung) sowie Kosten für Visum und eventuelle weitere offizielle Dokumente zahlst du in der Regel direkt vor Ort (wenn wir es dir nicht anders mitteilen). Es gibt vor Ort Geldautomaten.
 

Extras

 

Folgende Einsätze könnten dich auch interessieren:

 
 
Diese Einsätze sind Vorschläge für Alternativen, die dich interessieren könnten oder KOMBINATIONEN. Die Kombination von Einsätzen bei verschiedenen Organisationen ist oft möglich und meist günstiger als zwei Einzelbuchungen. Kontaktiere uns bitte! Schau dir auch unsere Angebote aus den Bereichen "World Learner" und "Aktivreisen" an deinem Wunschstandort an, um deinen Aufenthalt noch interessanter zu gestalten.
 
 

Safaris, Kilimanjarobesteigungen, Tagesausflüge, Wassersportaktivitäten

 
budgetsafaribannerAls "Budget Safari Tanzania" organisieren wir selbst günstige, jedoch qualitativ hochwertige Safaris, Kilimanjarobesteigungen, Ausflüge sowie Wassersportaktivitäten in Tansania und Sansibar. Du nimmst an diesen mit weiteren Teilnehmern von World Unite! und anderen Reisenden teil.
 
Als Teilnehmer von World Unite! erhältst du 15% Ermäßigung auf alle Angebote von Budget Safari Tanzania. Wir teilen dir einen Discount-Code mit, den du bei der Online-Buchung deiner Safari, Kilimanjarobesteigung, Ausflüge und Wassersportaktivitäten einfach eingeben kannst.
 
 
 

Swahili-Unterricht in Sansibar!

 
Swahili TeacherEs ist immer hilfreich, etwas Swahili zu können. Für die meisten Teilnehmer ist die Sprache relativ leicht zu erlernen und sie können sich bereits nach kurzer Zeit auf Swahili grundlegend verständigen. Du kannst die Intensität des Unterrichts selbst bestimmen. Wenn Du es nebenbei machst, empfehlen wir maximal 10 Stunden pro Woche. Es handelt sich um Einzelunterricht mit einer Lehrerin. 2-3 Teilnehmer, die denselben Kenntnisstand haben können auch zusammen den Unterricht nehmen, wobei sich jedoch der Preis pro Person nicht verändert.
 
Die Kosten für Swahili-Unterricht in Sansibar sind: 1 Stunde - 9 EUR
 
Einfach im Anmeldeformular "Sprachunterricht erwünscht" ankreuzen und uns die gewünschte Stundenzahl durchgeben (Mindestzahl 20 Stunden).
 
 

Reisekrankenversicherung

 
Wir empfehlen die folgende Reisekrankenversicherung, die sich speziell an Teilnehmer von Praktikum, Freiwilligendienst, Sprachreise, Work&Travel, Kursteilnahme u.ä. im Ausland richtet. Sie ist verfügbar für Reisende jeglicher Nationalität und abschließbar für alle Länder außer Deinem Heimatland. Auch eine Reisehaftpflichtversicherung kannst du hinzufügen.
 
Klicke einfach auf den Banner und du kannst sie gleich in wenigen Schritten online abschließen und bekommst dann eine Bestätigung per Email.
 
 
 

Sansibar

 

Schau Dir unser Video über Zanzibar Town an!

 

Dieses Video zeigt einen Tag in Zanzibar Town mit den Freiwilligen Sabrina und Uwe aus Hamburg. Sie zeigen ihre Einsatzstellen Cultural Arts Centre und Vikokotoni-Umweltgruppe, ihre Unterbringung, besuchen eine Gastfamilie sowie erklären verschiedene interessante Aspekte ihres Alltagslebens in Sansibar. Auch Suma und Josh, unsere Betreuer in Sansibar stellen sich vor (Hinweis: Suma ist leider nicht mehr in unserem Team, weil er nach Australien ausgewandert ist. Das Betreuerteam in Sansibar besteht nun aus Monique, Josh, Celeste, Abdi und Gabriel).

 


Sansibar - Gewürzinsel im Indischen Ozean

 
Zanzibar (deutsche Schreibweise: Sansibar) ist eine tropische Inselgruppe im Indischen Ozean. Sansibar ist etwa 2 Stunden per Schiff oder 20 Minuten per Flug vom tansanischen Festland entfernt. Wenn man "Sansibar" sagt, meint man aber in der Regel die Hauptinsel Unguja. Unguja war in der Vergangenheit sehr reich, denn die Insel war ein Haupthandelsstützpunkt entlang der Seewege zwischen Afrika, Arabien, Indien, Ostasien und Europa. Das sieht man noch heute an der Vermischung der Kulturen, wobei der arabisch-islamische Einfluss, der auf Sansibar jedoch relativ liberal ist, überwiegt. Heute ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle Sansibars, daneben der Anbau von Gewürzen und tropischen Früchten.
 
Stone Town, der historische Kern von Zanzibar Town ist die einzige intakte historische Küstenhandelsstadt Ostafrikas. Innerhalb des faszinierenden Labyrinths von Gassen voller kleiner Geschäfte, Souvenirläden, Restaurants, Hotels und hektischer kleiner Plätze fühlt man sich wie in einem Traum von "Tausend-und-einer-Nacht". Traumhaft sind aber auch die weißen paradiesischen Strände und das kristallklare Meer mit bunten Korallenriffen, die mit der Karibik oder den Malediven um zahlungskräftige Touristen konkurrieren. Zanzibar Town hat neben Stone Town noch viele weitere Stadtteile wie Kiembe Samaki, Mwanakwerekwe, Mbweni und andere, in denen viele Organisationen ihre Büros haben und tätig sind.
 
Darüber hinaus gibt es viele Dörfer entlang der Strände und im Inneren der Insel.
 
Das größte Problem der Insel ist die Armut überwältigender Teile der Bevölkerung, deren einzige Beschäftigung aus dem Anbau bzw. Fang des eigenen Essens besteht und die somit über keinerlei Geldmittel verfügen und sich die Schulbildung ihrer Kinder, medizinische Versorgung etc. nicht leisten können. Durch fehlende Bildung können auch die nachfolgenden Generationen dem Teufelskreis der Armut kaum entkommen. Der Bevölkerungszuwachs, der hauptsächlich durch Zuwanderung von Menschen vom tansanischen Festland begründet ist hat negative Auswirkungen auf die Ausbeutung der Natur.
 

Unsere Betreuer in Sansibar

 
Unsere Betreuer in Sansibar sind Monique aus Deutschland, Josh aus England, Celeste aus Südafrika, Abdi aus Sansibar und Gabriel aus Tansania.
 

Freizeitaktivitäten in Sansibar

 
Auf Sansibar gibt es ein großes Angebot an Ausflugsmöglichkeiten: Halbtages- und Tagesausflüge beinhalten den Besuch einer Gewürzplantage, den Jozani Forest Nationalpark, die Mangroven von Mungooni & Uzi, Strandorte wie Nungwi, Paje und Jambiani, eine "Safari Blue" Segeltour durch das Menai-Bay-Schutzgebiet, Prison Island, den Chumbe Island Korallenpark sowie eine Stadttour durch Stone Town, wo es zahlreiche interessante Souvenirshops, Bars, Cafés, regelmäßige Konzerte und auch eine Handvoll "Clubs" und Veranstaltungen gibt.
 
In deiner Freizeit kannst du in Sansibar auch Tanz- und Musikunterricht nehmen, Yoga machen oder an interessanten Workshops des Cultural Arts Centres teilnehmern.
 
Viele Teilnehmer reisen auch aufs Festland von Tansania, um eine Safari zu machen oder den Kilimanjaro zu besteigen. Du kannst zu günstigen Konditionen in unseren Unterbringungen von Moshi/Kilimanjaro wohnen als Ausgangsbasis für Aktivitäten im nördlichen Tansania.
 

Anreise

 

Anreise nach Sansibar

 
zanzibar map web2
 
Einige Fluglinien fliegen von Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt oder mit einem Zwischenstopp nach Sansibar (ZNZ). Du buchst dir deinen Flug und teilst uns deine Flugdetails mit. Am Flughafen Sansibar holen wir dich ab und bringen dich zu deiner Unterkunft in Sansibar.
 
Wenn die Flüge nach Dar-es-Salaam (DAR) deutlich günstiger sind, kannst du auch dorthin fliegen. Von Dar-es-Salaam kannst du mit der Fähre nach Sansibar weiterreisen oder einen Anschlussflug nehmen. Die Fähre kostet 35 USD und dauert etwa 2 Stunden. Wir bringen Dich in diesem Fall vom Flughafen zum Seehafen. In Sansibar wirst Du dann am Fährhafen abgeholt und zu deiner Unterkunft gebracht. Ein Anschlussflug von DAR nach ZNZ und dauert nur 20 Minuten und kostet 50-80 USD.

FAQs

 

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

 
Gibt es feste Starttermine, an die ich mich richten muss?
Nein, du kannst zu jedem beliebigen Datum anfangen und dich dabei auch nach Flugpreisen orientieren. Gib uns einfach deine Flugdetails durch. Dein Flug kann auch mitten in der Nacht landen und wir holen dich ab.
Kann ich noch länger in meiner Unterbringung wohnen bleiben nach meinem Freiwilligendienst/Praktikum oder früher anreisen?
Ja, dies ist möglich und wir geben dir günstige Unterbringungspreise. Sag uns einfach von wann bis wann du Unterbringung brauchst und wir geben die die Kosten durch.
Kann ich während meines Aufenthalts auch herumreisen und mir das Land anschauen?
Sansibar ist eine relativ kleine Insel und du kannst mit dem öffentlichen Nahverkehr am Wochenende die gesamte Insel bereisen, etwa die Strände der Nord- und Ostküste. Wir bieten selbst auch oft Tagesausflüge an, an denen du zusammen mit weiteren Freiwilligen und Praktikanten teilnehmen kannst, diese teilen wir dir in unserer monatlichen Teilnehmerliste mit und du kannst sie kurzzeitig buchen. Du kannst auch von Sansibar etwa nach Moshi/Kilimanjaro reisen und dort in unseren Unterkünften wohnen zu denselben günstigen Konditionen wie unsere Moshi-Teilnehmer, etwa als Ausgangsbasis für eine Safari in den nördlichen Nationalparks von Sansibar, eine Kilimanjaro-Besteitung oder Tagesausflüge ab Moshi. Sollte deine Abwesenheit in deine Volunteering/Praktikumszeit fallen, solltest du bei deiner Freiwilligen-/Praktikastelle frühzeitig nachfragen, ob es für sie in Ordnung ist. Wir empfehlen, dass du besser im Anschluss an deinen Freiwilligeneinsatz/Praktikum noch Zeit fürs Reisen einplanst. Dazu kannst du auch länger in deiner Unterbringung bleiben zu günstigen Konditionen.
Kann ich als junge Frau alleine nach Sansibar reisen?
Ungefähr 80% unserer Teilnehmerinnen sind weiblich und viele davon nur um die 20 Jahre alt. Keiner einzigen ist je etwas Ernsthaftes "passiert". Unsere Betreuer vor Ort werden dich darauf hinweisen, wie du dich verhalten sollst, um Probleme zu vermeiden etwa bezüglich deines Kleidungsstils, Wertgegenständen sowie im Umgang mit einheimischen Männern. Auch unsere Vorbereitungsunterlagen gehen ausführlich auf dieses Thema ein. Wenn du diese grundlegenden Dinge befolgst, die genauso für viele andere Orte gelten, ist das Risiko in Sansibar minimal.
Werde ich der einzige Freiwillige/Praktikant im Projekt oder in Sansibar sein?
Die Gesamtzahl der Teilnehmer, die gleichzeitig bei einer Organisation Freiwilligendienst oder Praktikum durchführen hängt von Größe und Tätigkeit der Organisation bzw. Aufgaben der Freiwilligen/Praktikanten dort ab. Wir versuchen zu verhindern, dass zu viele Freiwillige/Praktikanten gleichzeitig in einer Organisation sind. Es kann sein, dass du alleine in deiner Einsatzstelle bist, aber zu jedem Zeitpunkt sind das ganze Jahr über weitere Teilnehmer in Sansibar, mit denen du entweder zusammen wohnst oder die du in deiner Freizeit treffen kannst, wenn du dies wünschst. Zanzibar Town ist eine kleine Stadt und man läuft sich dort oft über den Weg; darüber hinaus gibt es allseits bekannte Orte wie die Forodhani Gardens, in denen man eigentlich immer Teilnehmer von uns antrifft. Wenn du an einem anderen Ort bist (Nungwi, Mungooni...) ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass dort weitere Teilnehmer von uns sind. Du bist aber von dort auch relativ rasch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Zanzibar Town, wenn du etwa am Wochenende weitere Teilnehmer von uns treffen möchtest. Wir haben auch regelmäßige Treffen mit allen Teilnehmern und du erhälst eine Teilnehmerliste mit den Kontaktinformationen aller Teilnehmer, die während deines Zeitraums im gleichen Land sind. Du musst weder Angst haben, dass du in Sansibar "einsam" bist, noch dass die Projekte oder Stadt von ausländischen Teilnehmern überrannt sind und du somit keinen Kontakt zu Einheimischen knüpfen kannst.
Welche Impfungen brauche ich?
Die Website Tropenmedicus.de gibt Impfempfehlungen für Tansania. Unser Info-PDF, das du als Teilnehmer bekommst, erhält ausführliche Informationen zum Thema Gesundheitsvorsorge.
Wo werde ich wohnen?
In Sansibar kannst du dir aussuchen, ob du in einer WG zusammen mit anderen Teilnehmern wohnen willst (Einzelzimmer) oder bei einer Gastfamilie. In der WG verpflegst du dich selbst, bei der Gastfamilie gibt es Vollverflegung. Details dazu im Tab "Unterbringung" auf dieser Seite.
Kann ich mir die Unterbringung selbst aussuchen?
Du wählst einen Standard aus (Most popular!, Comfort+, Adventurer) sowie ob du WG-Unterbringung oder Gastfamilie bevorzugst und wir suchen dir dann eine Unterbringung dementsprechend aus. Wir suchen in der Regel Familien und WGs aus, von denen Du relativ leicht Deine Einsatzstelle erreichen kannst, insofern solche Unterbringungen verfügbar sind. Da Zanzibar Town jedoch keine besonders große Stadt ist, kann man mittels des öffentlichen Nahverkehrs „Daladala” oder auch per Fahrrad relativ leicht auch Einsatzorte in anderen Stadtteilen erreichen; dasselbe gilt natürlich auch für die Dörfer.
Wie frei oder gebunden bin ich im Falle von Gastfamilienunterbringung?
Bei einer Gastfamilie hast Du durchaus Freiheiten und musst nicht zu bestimmten Essenszeiten in der Familie sein oder ähnliches. Meist schließen die Familien jedoch zu einer bestimmten Stunde aus Sicherheitsgründen das Hoftor; wenn Du vorher Deine spätere Rückkehr bekannt gibst, dann lassen sie dich jedoch natürlich rein. Das Mitbringen von Straßen- und Discothekenbekanntschaften bzw. „Local Boyfriends” ist jedoch ein Tabu. Es gibt Unterschiede wie stark die Familien unsere Teilnehmer in das Familienleben integrieren.
Gibt es in meiner Unterbringung Internet?
In Tansania erfolgt der Internetzugang über die Mobiltelefonnetzwerke. Mit Smartphones kannst du das Internet benutzen. Für Laptops gibt es USB-Modem-Sticks für etwa 10 EUR. Es gibt keine Internet-Flatrates, aber Datenpakete, die du je nach deinen Nutzerbedürfnissen abschließen kannst. 2 GB Traffic, die man innerhalb einer Woche verbrauchen muss kosten etwa 4.50 EUR. In den Zentren der Städte (Moshi Town, Daressalam, Mwanza, Zanzibar Town, Karatu...) funktioniert die Verbindung gut, die Geschwindigkeit ist zufriedenstellend und reicht etwa für Skype-Telefongespräche. Am Stadtrand und auf dem Land ist eine Verbindung aber in der Regel kaum möglich bzw. sehr langsam und unzuverlässig. Wir stellen dir Informationen zur Nutzung des mobilen Internets in Tansania zur Verfügung.
Wie kann ich meine Wäsche waschen?
In der Regel wird Wäsche in Sansibar per Hand gewaschen. Du kannst deinen Vermieter oder die Gastfamilie fragen, ob sie jemandem haben, der deine Wäsche waschen kann. Meist bietet sich jemand an, der dies für dich gegen einen kleinen Beitrag übernimmt. Bitte frage deinen örtlichen Betreuer, welcher Betrag angemessen ist.
Ich bin Vegetarierin. Sind Gastfamilien damit vertraut? Kann ich mir vegetarische Nahrung kaufen?
Die Gastfamilien sind mit Teilnehmern vertraut, die Vegetarier sind und bereiten entsprechende Gerichte zu. In einigen Restaurants in Zanzibar Town gibt es vegetarische Gerichte. Auf dem Markt gibt es ein großes Angebot von Gemüse und Früchten. Auch auf andere besondere Ernährungsbedürfnisse (z.B. veganisch, Allergien gegen bestimmte Lebensmittel) können die Gastfamilien eingehen.
Welche Sprachkenntnisse muss ich haben?
Du solltest in der Lage sein, dich auf Englisch verständigen zu können. Die Landessprache von Sansibar ist zwar Swahili (=Kisuaheli), aber Englischkenntnisse sind weit verbreitet, besonders bei Menschen, die über eine bessere Bildung verfügen oder im Tourismus arbeiten. Im Alltag ist es meist keinerlei Problem, sich auf Englisch verständigen zu können; solltest du auf jemanden stoßen, der kein Englisch kann, findet sich meist sofort jemand, der sich anbietet, auf Englisch zu übersetzen. Wenn du aber in einem sozialen Projekt (länger) tätig bist, wirst du mit Menschen zu tun haben, die über keine oder nur geringe Bildung verfügen. Insofern ist es hilfreich, sich zumindest Grundkenntnisse von Swahili anzueignen, etwa vor deiner Anreise durch das Buch (und Audio-CD) "Kauderwelsch Kisuaheli". Auch vor Ort kannst du günstig Swahili-Unterricht nehmen. Wir haben für unsere Teilnehmer auch Vokabellisten mit nützlichen Begriffen, die einem etwa beim Unterrichten helfen.
Warum, wenn ich für meinen Freiwilligeneinsatz/Praktikum schon nicht bezahlt werde, bekomme ich nicht mal Unterbringung und Verpflegung gestellt?
In Sansibar stellen nur einige Hotels für Praktikanten Unterbringung und/oder Verpflegung. Gemeinnützige Organisationen verfügen nicht über die finanziellen Mittel, dir solche Sachleistungen zu stellen. So etwas ergäbe auch relativ wenig Sinn, wenn man sich die Einkommensverhältnisse in Sansibar anschaut. Eine Krankenschwester verdient dort vielleicht 200 USD im Monat und kann sich damit nur ein bescheidenes Leben leisten. Unterbringung und Verpflegung von einem Standard, den die meisten ausländischen Freiwilligen/Praktikanten erwarten kostet mehr als dies und käme die NGO somit teuer, als einen Einheimischen fest einzustellen und somit Arbeitsplätze zu schaffen. Ausländische Freiwillige und Praktikanten sollten nicht um die wenigen verfügbaren Arbeitsplätze in Sansibar konkurrieren.
 
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